Bachelorarbeit, 2020
52 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Found-Footage-Film
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Geschichte
2.3 Genre-Überblick
2.3.1 „Kompilationsfilm“
2.3.2 Essayfilm
2.3.3 Mockumentary
2.4 Kontextualisierungsmethoden nach William C. Wees
2.5 Nutzungsmodi nach Paul Arthur
3. Methoden der Materialnutzung
3.1 Methodik
3.2 Merkmale der Kompilation
3.3 Merkmale der Collage
3.4 Merkmale der Aneignung
3.5 Zusammenfassung der Ergebnisse
4. Aufwind Club – PROJEKT: BREMERHAVEN
4.1 Projektbeschreibung
4.2 Recherche
4.3 Konzeption
4.4 Praktische Anwendung der erarbeiteten Methoden
4.4.1 Erstes Kapitel
4.4.2 Zweites Kapitel
4.4.3 Drittes Kapitel
4.5 Reflexion
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die Methoden zur Kontextualisierung von gefundenem Filmmaterial („Found Footage“), um aufzuzeigen, wie durch Montage und Neukombination unterschiedliche Bedeutungen erzeugt werden können, und erprobt diese Erkenntnisse in einem eigenen Filmprojekt.
2.4 Kontextualisierungsmethoden nach William C. Wees
Um die Art und Weise unterscheiden zu können, wie Found-Footage-Filme Quellmaterial kontextualisieren, hat William C. Wees in seinem Artikel Recycled Images: The Art and Politics of Found Footage Films die drei Methoden Compilation, Collage und Appropriation herausgearbeitet (vgl. Wees 1993, 34). Diese drei Begriffe, in ihren deutschen Übersetzungen Kompilation, Collage und Aneignung, sollen im Folgenden als Ausgangspunkt für die Erläuterung des Diskurses über die Kontextualisierung von Found-Footage dienen und abschließend die Grundlage für die Beantwortung der Forschungsfrage bilden.
Zur sprachlichen Vereinfachung werden die darauf basierenden Verben kompilieren, collagieren und aneignen genutzt. Die drei Begriffe werden in dieser Arbeit ausdrücklich als Methoden und nicht als Genres oder Gattungen verstanden. Wees nutzt in seinem Text mehrfach Formulierungen wie „compilation film“ (Wees 1993, 41). Diese Methoden sind nach seiner tabellarischen Darstellung (s.u.) jedoch nicht auf Genres festgelegt, auch wenn es charakteristische Filmgenres gibt. Demnach können innerhalb eines Films mehrere der Methoden angewandt werden. Die Unterscheidung der Methoden ist jedoch von Bedeutung, um den jeweiligen Umgang mit Found-Footage beurteilen zu können.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen der zunehmenden Popularität von Found-Footage-Material ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Methoden der Kontextualisierung wissenschaftlich zu untersuchen und praktisch anzuwenden.
2. Found-Footage-Film: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffsdefinitionen geklärt, die Geschichte des Genres beleuchtet sowie theoretische Frameworks von William C. Wees und Paul Arthur vorgestellt.
3. Methoden der Materialnutzung: Das Kapitel spezifiziert die Methoden der Kompilation, Collage und Aneignung anhand von Fachliteratur und illustriert diese durch diverse Filmbeispiele.
4. Aufwind Club – PROJEKT: BREMERHAVEN: Dieses Kapitel dokumentiert die praktische Umsetzung des erarbeiteten theoretischen Wissens in einem Filmprojekt, das den Strukturwandel in Bremerhaven thematisiert.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass keine „optimale“ Methode existiert, sondern die Wahl der Technik vom intendierten Zweck und der gewünschten Zuschauerreaktion abhängt.
Found Footage, Filmmontage, Kontextualisierung, Kompilation, Collage, Aneignung, Quellmaterial, Strukturwandel, Archiv, William C. Wees, Archive Effect, Medialisierung, Filmtheorie, Videoessay, Dokumentarfilm
Die Arbeit untersucht, wie Found-Footage-Filme bestehendes Filmmaterial wiederverwenden und durch neue Kontextualisierung neue Bedeutungen erzeugen können.
Die zentralen Felder sind die theoretische Kategorisierung von Found-Footage-Methoden (Kompilation, Collage, Aneignung) und deren praktische Erprobung an einem Filmprojekt über Bremerhaven.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen und abzugrenzen, wie Filmmaterial aus einem ursprünglich anderen Entstehungskontext mittels spezifischer Methoden kontextualisiert werden kann, um unterschiedliche Effekte und Bedeutungen zu erzielen.
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Untersuchung von Fachliteratur, die mit der praktischen Anwendung und Reflexion eines eigenen Filmprojekts verknüpft wird.
Der Hauptteil analysiert detailliert die theoretischen Konzepte von William C. Wees und Paul Arthur sowie deren praktische Anwendung in Filmen und im eigenen Praxisprojekt.
Wesentliche Begriffe sind Found Footage, Filmmontage, Archiv, Kontextualisierung, sowie die drei spezifischen Methoden Kompilation, Collage und Aneignung.
Der Strukturwandel in Bremerhaven bot ein lokales, gut recherchierbares Thema mit ausreichendem Archivmaterial, um die theoretischen Methoden des Found-Footage-Films in einem praktischen Kontext zu erproben.
Das quadratische Format diente dazu, die Aufmerksamkeit auf bestimmte Bildabschnitte zu lenken und die unterschiedlichen Bilddimensionen der gesammelten Quellen aneinander anzugleichen.
Der Autor versucht im dritten Kapitel, durch die bewusste Übertreibung der werbenden Charakteristik der „Aneignung“, das Verfahren selbst zu reflektieren und als Pastiche bzw. Parodie kenntlich zu machen.
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