Examensarbeit, 2007
84 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Einleitung
2 Ziele des Englischunterrichts in der Grundschule
3 Begriffsklärung: autonomes Lernen/ Lernerautonomie
3.1 Verschiedene Ansätze
3.2 Aspekte der Lernerautonomie
3.3 Missverständnisse
4 Ursprünge des autonomen Lernens
5 Gründe für das autonome Lernen
5.1 Gesellschaftliche Gründe
5.2 Konstruktivistisch–lerntheoretische Begründung
5.3 Kognitivistische Begründung
5.4 Sprachlerntheoretische Begründung
5.5 Recht auf Autonomie als Begründung
6 Voraussetzungen für das autonome Lernen
6.1 Voraussetzung der Lehrkräfte
6.2 Voraussetzungen der Lerner
6.3 Voraussetzungen der Lernumgebung
7 Rolle der Lehrkräfte und Lerner im Rahmen des autonomen Lernens
7.1 Rolle der Lehrkräfte
7.2 Rolle der Lerner
8 Umsetzung des autonomen Lernens im Englischunterricht
8.1 Veränderte Phasen des Unterrichts
8.2 Lernertraining
8.2.1 Lernstrategien
8.2.1.1 Begriffsklärung
8.2.1.2 Klassifikation
8.2.1.3 Vermittlung
8.2.2 Evaluation
8.3 Awareness
8.4 Lerntagebuch
8.5 Sprachenportfolio
8.6 Loslösung von Lehrwerken
8.7 Gruppenarbeit
8.8 Kontakte zu Muttersprachlern
8.9 Computereinsatz
8.10 Weitere Merkmale
9 Mögliche Erfolge und Grenzen bei der Umsetzung des autonomen Lernens
9.1 Mögliche Erfolge
9.2 Grenzen
9.2.1 Problematische Aspekte bei der Umsetzung des autonomen Lernens
9.2.3 Forderung nach Einsprachigkeit
10 Ist autonomes Lernen in der Grundschule Utopie?– ein Zwischenfazit
11 Analyse von Unterrichtsmedien
11.1 Ausgewählte Medien: Lehrwerk und Software
11.1.1 Lehrwerk
11.1.2 Software
11.2 Kriterien für die Auswahl von Aufgaben für das autonome Lernen
11.3 Analyse eines Lehrwerkes bezüglich des autonomen Lernens
11.4 Analyse einer Lernsoftware bezüglich des autonomen Lernens
11.5 Vergleich der untersuchten Medien
11.6 Fazit
12 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzbarkeit des Konzepts des autonomen Lernens im Englischunterricht der Grundschule. Ziel ist es, zu analysieren, wie Prinzipien der Lernerautonomie trotz der strukturellen Vorgaben in das frühe Fremdsprachenlernen integriert werden können und inwieweit aktuelle Lehrmaterialien diese Entwicklung unterstützen.
8.2 Lernertraining
Little (1995a: 51–52) nimmt das autonome Lernen schon bei Kleinkindern beim Erlernen ihrer Muttersprache an. So sind seiner Meinung nach alle Menschen von Beginn an autonom. Jedoch sind die Lerner anfangs noch nicht in der Lage bewusst über ihr Lernen zu reflektieren. Da also diese Fähigkeit zur Reflexion sich nicht natürlicherweise entwickelt, gibt es das Lernertraining (vgl. Wolff 1999: 38–39). Dieses ist im schulischen Kontext und zur Entwicklung der Autonomie wichtig, denn die Reflexion zurückliegender Lernprozesse hilft, das zukünftige Lernen effektiver zu gestalten (vgl. Harmer 2001: 336). Das Lernertraining soll in zweifacher Weise Hilfe für den Lerner sein: “[...] to reflect on the way they learn [...]“ und “[...] give them strategies for dealing with different kinds of activities and problems [...]“ (ebd.).
Allerdings wird das Lernertraining nach Ansicht von Chan (2004: 119) oft auf die Vermittlung von strategischem Wissen, also die kognitiven Strategien, reduziert. Der zweite Aspekt des Lernertrainings, die metakognitiven Strategien, welche das Reflektieren beinhalten, scheinen vernachlässigt. Schon der Begriff Lernertraining, so auch Little, lässt sich mit dem Prinzip des autonomen Lernens nicht vereinbaren. Zu sehr klingt der Begriff nach Passivität des Schülers, welches einen Kontrast zur Autonomie darstellt. Chan fordert deswegen eine erhöhte Aufmerksamkeit auf den Aspekt der Metakognition. Weiterhin äußert er die Befürchtung, dass die Lerner mit dem Angebot an oftmals zu vielen Lernstrategien überfordert sind und so eine der Voraussetzungen für Lernerautonomie, die Motivation, verloren geht.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in das Konzept des autonomen Lernens ein und begründet das Interesse am Einsatz dieses Prinzips im Englischunterricht der Grundschule.
2 Ziele des Englischunterrichts in der Grundschule: Es werden die zentralen Lernziele sowie die vier Kompetenzbereiche für den Englischunterricht in der Grundschule dargelegt.
3 Begriffsklärung: autonomes Lernen/ Lernerautonomie: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung des Begriffs der Lernerautonomie und räumt mit gängigen Fehlinterpretationen auf.
4 Ursprünge des autonomen Lernens: Es wird die historische Genese der Autonomie in der allgemeinen Pädagogik sowie in der Fremdsprachendidaktik nachgezeichnet.
5 Gründe für das autonome Lernen: Es werden fünf Begründungssäulen (gesellschaftlich, konstruktivistisch, kognitivistisch, sprachlerntheoretisch und rechtlich) aufgeführt.
6 Voraussetzungen für das autonome Lernen: Hier werden die Anforderungen an Lehrkräfte, Lernende und die Lernumgebung analysiert.
7 Rolle der Lehrkräfte und Lerner im Rahmen des autonomen Lernens: Die Rollenverteilung wird detailliert betrachtet und ein Perspektivwechsel vom lehrenden Unterricht zum begleitenden Lernen beschrieben.
8 Umsetzung des autonomen Lernens im Englischunterricht: Dies ist der praktische Teil, der konkrete Methoden und Unterrichtselemente wie Lerntagebücher oder Stationenlernen vorstellt.
9 Mögliche Erfolge und Grenzen bei der Umsetzung des autonomen Lernens: Das Kapitel reflektiert sowohl die positiven Effekte als auch die Hindernisse und Unsicherheiten bei der Implementierung.
10 Ist autonomes Lernen in der Grundschule Utopie?– ein Zwischenfazit: Eine kritische Bestandsaufnahme, die aufzeigt, wie Autonomie schrittweise auch für junge Lerner realisierbar wird.
11 Analyse von Unterrichtsmedien: Anhand spezifischer Kriterien wird die Eignung eines Lehrwerks und einer Lernsoftware für das autonome Lernen geprüft.
12 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert die Entwicklung spezifischerer Materialien für den Grundschulbereich.
Lernerautonomie, Autonomes Lernen, Englischunterricht, Grundschule, Lernstrategien, Language Awareness, Konstruktivismus, Lernertraining, Unterrichtsmedien, Schülerselbständigkeit, Sprachbewusstheit, Lernbiografie, Lernerzentrierung, Reflexion, Methodenkompetenz.
Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept des autonomen Lernens und der Frage, wie dieses Prinzip in den Englischunterricht der Grundschule integriert werden kann.
Zentral sind die theoretische Fundierung der Lernerautonomie, die praktischen Voraussetzungen, die Rollenänderung von Lehrern und Schülern sowie die Analyse von Unterrichtsmaterialien.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, inwieweit Methoden des autonomen Lernens auf das Niveau von Grundschülern übertragen werden können, um nachhaltiges und selbstgesteuertes Lernen zu fördern.
Es handelt sich um eine fachdidaktische Analyse, die auf Literaturrecherche und der exemplarischen Untersuchung spezifischer Lehrmaterialien (Lehrwerk und Software) basiert.
Der Hauptteil deckt theoretische Grundlagen, Begründungen für autonomes Lernen, notwendige Voraussetzungen und einen großen Praxisteil mit konkreten Unterrichtsmethoden ab.
Schlüsselbegriffe sind Lernerautonomie, Lernstrategien, Language Awareness und der schülerorientierte Englischunterricht.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Kinder durchaus das Potenzial für Autonomie haben, jedoch schrittweise und mit entsprechender Unterstützung durch die Lehrkraft an diese Arbeitsweise herangeführt werden müssen.
Die untersuchten Materialien (PLAYWAY) sind in ihrer Grundform eher behavioristisch und bedürfen der Modifikation durch die Lehrkraft, um den Anforderungen des autonomen Lernens gerecht zu werden.
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