Masterarbeit, 2007
120 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung in die Thematik
1.1. Problemstellung und Ziel der Arbeit
1.2. Aufbau der Arbeit
1.3. Definitorische Grundlagen
1.3.1. Zum Strategiebegriff
1.3.2. Begriffsbestimmung „Strategisches Management“
1.3.3. Begriffsbestimmung, Wesen und Systematisierung von Kreditinstituten
1.3.4. Begriffsbestimmung „Wertpapiergeschäft“
1.4. Geschichtliche Entwicklung des strategischen Managements
1.5. Entwicklung der Theorie des strategischen Managements
2 Strategische Analyse des Wertpapiergeschäfts von Kreditinstituten
2.1. Die Analyse der Umwelt von Kreditinstituten
2.1.1. Die Analyse der globalen Umwelt
2.1.2. Die Analyse der Branchenstruktur
2.1.3. Die Analyse der Branchendynamik
2.1.4. Die Analyse der strategischen Gruppen
2.1.5. Die Konkurrenzanalyse
2.2. Die Analyse der Ressourcen von Kreditinstituten
2.2.1. Der ressourcenorientierte Ansatz
2.2.2. Die Kernkompetenzenperspektive
2.2.3. Die Metakompetenzenperspektive
2.2.4. Die Wertkette nach Porter
2.2.5. Gegenüberstellung und Verknüpfung des Porterschen Ansatzes und des resource-based view
3 Strategiefindung und -bewertung im Wertpapiergeschäft von Kreditinstituten
3.1. Strategische Optionen im Wertpapiergeschäft von Kreditinstituten
3.1.1. Die Strategie der Kostenführerschaft
3.1.2. Die Strategie der Differenzierung
3.1.3. Die Strategie der Nischenbildung
3.1.4. Mischstrategien im Wertpapiergeschäft
3.2. Bewertung und Auswahl von Strategien im Wertpapiergeschäft von Kreditinstituten
3.2.1. Grundkonzept der Strategiebewertung und -auswahl
3.2.2. Methoden und Modelle der Strategiebewertung
4 Strategieimplementierung im Wertpapiergeschäft von Kreditinstituten
4.1. Grundprinzipien der Strategieimplementierung
4.2. Umsetzung strategischer Maßnahmen im Rahmen der Strategieimplementierung
4.3. Durchsetzung strategischer Maßnahmen im Rahmen der Strategieimplementierung
4.4. Die Balanced Scorecard als Instrument zur Ableitung von Maßnahmen
5 Handlungsempfehlungen für Kreditinstitute
6 Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, deutsche Universalbanken im sich verschärfenden Wettbewerb des Wertpapiergeschäfts durch die Anwendung strategischer Managementkonzepte bei der Marktpositionierung zu unterstützen. Dabei liegt der Fokus auf der Beantwortung der Frage, inwieweit moderne strategische Ansätze zur Sicherung und zum Ausbau der Marktposition in diesem speziellen Geschäftsfeld beitragen können.
1.3.1. Zum Strategiebegriff
In der Literatur wird der Strategiebegriff nicht einheitlich charakterisiert. Die verschiedenen Systematisierungen sind auf die unterschiedlichen Vorstellungen der einzelnen Verfasser zurückzuführen. Seinen etymologischen Ursprung leitet der Begriff „Strategie“ von dem altgriechischen Wort „Strataegeo“ ab, welches sich aus den Begrifflichkeiten „Stratos“ (Das Heer) und „Agein“ (Führen) zusammensetzt. Das Wort „Strategos“ stand zunächst für die Funktion des Generals in der griechischen Armee und wurde erst im Zeitverlauf inhaltlich erweitert. Gleiches galt auch für den deutschen Sprachraum, wo der Strategiebegriff auch im Militärwesen, insbesondere von Clausewitz, verwendet wurde. Er beschrieb eine Strategie als „den Gebrauch des Gefechts zum Zweck des Krieges“.
Ausgehend von der militärischen Verwendung des Strategiebegriffs fand dieser, begünstigt durch die Spieltheorie, Eingang in die Wirtschaftswissenschaften. Dort wird eine Strategie als ein vollständiger Plan verstanden, wobei jede Aktion hinsichtlich der eigenen und fremden Spielzüge durchdacht wird. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen fand zunächst eine betriebswirtschaftliche Verbreitung an den amerikanischen Hochschulen, vor allem der Harvard Business School, statt. Erste nennenswerte Forschungen erfolgten in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts unter Chandler (1962), Ansoff (1965) und Andrews (1971).
Hinsichtlich des Strategiebegriffs kann zwischen dem klassischen Strategieverständnis und der Gegenströmung in der Schule um Mintzberg unterschieden werden. Die Verfechter der erstgenannten Position definieren Strategie „als ein geplantes Maßnahmenbündel der Unternehmung zur Erreichung ihrer langfristigen Ziele.“ Dieses Verständnis wird durch folgende Merkmale charakterisiert:
1 Einführung in die Thematik: Dieses Kapitel liefert die theoretischen Grundlagen des strategischen Managements, definiert zentrale Begriffe und skizziert die geschichtliche Entwicklung sowie die Relevanz des Wertpapiergeschäfts für Universalbanken.
2 Strategische Analyse des Wertpapiergeschäfts von Kreditinstituten: Hier werden mittels markt- und ressourcenorientierter Ansätze die Umweltfaktoren, Branchenstrukturen, strategischen Gruppen und internen Kompetenzen analysiert, um Stärken und Schwächen der Institute zu identifizieren.
3 Strategiefindung und -bewertung im Wertpapiergeschäft von Kreditinstituten: Das Kapitel befasst sich mit der Identifikation strategischer Optionen, der Bewertung von Kostenführerschaft, Differenzierung und Nischenbildung sowie der Anwendung spezifischer Bewertungsmodelle.
4 Strategieimplementierung im Wertpapiergeschäft von Kreditinstituten: Es werden grundlegende Prinzipien für die Umsetzung strategischer Maßnahmen behandelt, inklusive der Rollen von Unternehmenskultur und Management-Tools wie der Balanced Scorecard.
5 Handlungsempfehlungen für Kreditinstitute: Basierend auf der vorangegangenen Analyse werden praxisorientierte Empfehlungen für eine kontinuierliche strategische Steuerung abgeleitet.
6 Schlussbemerkung: Die Arbeit fasst ihre Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, strategische Prozesse in Banken strukturiert und systemorientiert zu gestalten.
Strategisches Management, Wertpapiergeschäft, Universalbanken, Wettbewerbsstrategien, Branchenstrukturanalyse, Ressourcenorientierter Ansatz, Kernkompetenzen, Strategieimplementierung, Balanced Scorecard, Wettbewerbsvorteil, Finanzdienstleistungen, Marktpositionierung, Kostenführerschaft, Differenzierung, Marktdynamik.
Die Arbeit untersucht, wie deutsche Universalbanken das strategische Management nutzen können, um ihre Marktposition im Wertpapiergeschäft nachhaltig zu sichern und auszubauen.
Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen der Strategieentwicklung, die Analyse der Wettbewerbsumwelt, die Ausgestaltung von Wettbewerbsstrategien sowie deren praktische Umsetzung und Implementierung im Bankensektor ab.
Ziel ist es zu prüfen, inwieweit Methoden des strategischen Managements einen effektiven Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit von Banken im provisionsabhängigen Wertpapiergeschäft leisten können.
Die Arbeit nutzt einen modelltheoretischen Ansatz, der marktbasierte Konzepte (wie das 5-Forces-Modell nach Porter) mit ressourcenorientierten Sichtweisen (Resource-based View und Kernkompetenzansatz) kombiniert.
Im Hauptteil werden zunächst die externe Umwelt und interne Ressourcen analysiert, gefolgt von einer Darstellung strategischer Optionen (z. B. Kostenführerschaft vs. Differenzierung) und deren konkreter Bewertung und Implementierung.
Zentrale Begriffe sind Strategisches Management, Wertpapiergeschäft, Wettbewerbsvorteil, Kernkompetenzen, Marktanalyse und Strategieimplementierung.
Die Arbeit stellt die Balanced Scorecard als ein effektives Instrument dar, das dabei hilft, Strategien deduktiv in messbare operative Ziele über die vier Perspektiven Finanzen, Kunden, Prozesse und Innovation zu überführen.
Diese Unterscheidung ist entscheidend, da sie unterschiedliche Anforderungen an Ressourcen, Unternehmenskultur und Vertriebswege stellt, was für Universalbanken bei der Wahl ihres Geschäftsmodells im Wertpapiergeschäft essenziell ist.
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