Diplomarbeit, 1991
87 Seiten, Note: 1,6
1. Systematische Vorarbeiten in Gestalt eines Strukturgitters
1.1. Der Western
1.1.1. Der historische Mythos
1.1.1.1. Die Kolonisation
1.1.1.2. Die Indianer
1.1.1.3. Das Land
1.1.1.4. Furcht und Träume
1.1.1.5. Der ewige Cowboy
1.1.2. Themen in Western
1.2. Mythische Grundbilder des Menschlichen
1.2.1. Der Typus des Helden
1.2.2. Der Typus der Superhelden
1.3. Science Fiction
1.3.1. Eine literarischhistorische Annäherung der heutigen Definition
1.3.2. Die literarische Typologie der Science Fiction
1.3.3. Themenfelder der Science Fiction
1.3.4. Comics als Spielfeld der Science Fiction
1.3.5. Der Science Fiction Film
2. Die Bedeutung des Erzählens von Lebensgeschichte aus praktisch-theologischer Sicht
2.1. Die Lebensgeschichte
2.1.1. Die religiöse Biographie nach Alheit
2.1.2. Biographie-Thesen nach Rolf Zerfass
2.1.3. Die Rekonstruktion von Lebensgeschichte
2.2. Das Erzählen von Lebensgeschichte
2.3. Das Erinnern an Lebensgeschichte
3. Grundlagen der filmanalytischen Bewertung
3.1. Der Regisseur George Lucas
3.1.1. Biographie
3.1.2. Filmographie
3.2. Allgemeine Erläuterungen zur Filmanalyse
3.2.1. Die Einstellung
3.2.2. Das Filmprotokoll
3.2.3. Das Sequenzprotokoll
3.3. Filmanalyse – Vorbereitungen
3.3.1. Film-Datenerfassungsbogen
3.3.2. Sequenzprotokolle
3.3.3. Filmprotokolle wichtiger Filmszenen
3.4. Religiöse Topoi
3.4.1. Artus und Merlin
3.4.2. Christopherus und Christus
3.4.3. Herkules und Atlas
3.4.4. Jakob und Gott
3.4.5. Jona und Gott
3.4.6. Die Ufologie
4. Die Lebensgeschichte des Luke Skywalker
4.1. Die Rechtfertigung dieser Diplomarbeit
4.1.1. Die Lebenswirklichkeit in Medien
4.1.2. Der theologische Zugang zum Spielfilm
4.2. Der Charakter und die Lebensgeschichte von Luke
4.2.1. Das innere Leben
4.2.2. Das äussere Leben
4.2.2.1. Der Name
4.2.2.2. Das äussere Erscheinungsbild
4.2.2.3. Die Berufung und die Befähigung(en)
4.2.2.4. Die Motivation und das Ziel
5. Ergebniszusammenfassung
5.1. Auswirkungen von Lebensgeschichte und Filmauswertung
5.2. Bilder in STAR WARS
5.2.1. Das Bild der Filmgestaltung
5.2.2. Das Bild des Science-Fiction-Filmes
5.2.3. Das Bild des Märchens
5.2.4. Das Bild der mythischen Anleihe
5.2.5. Das Bild des Krieges
5.2.6. Das Bild der Jugend
6. Praxismodell
6.1. Bildungsveranstaltung
6.1.1. Zielgruppe
6.1.2. Intention und Ziele
6.2. Seminar
6.2.1. Beschreibung des Seminars
6.2.2. Ablauf des Seminars
6.2.3. Exemplarischer Part eines Moduls
Die Diplomarbeit untersucht die Lebensgeschichte des Filmhelden Luke Skywalker aus der Star-Wars-Trilogie unter praktisch-theologischen und medienpädagogischen Gesichtspunkten. Ziel ist es, die Korrelation zwischen filmischen Inhalten und der Identitätsbildung Jugendlicher aufzuzeigen sowie ein didaktisches Modell für die medienpädagogische Arbeit mit jungen Menschen zu entwickeln.
4.2.2.2. Das äussere Erscheinungsbild
Luke Skywalker, ein dunkelblonder Jüngling, gleicht einem arischen Helden, der von der Freiheit und dem Kampfe träumt. Das kann an seinen Ausblicken hinauf an die beiden Sonnen, in die Weiten des Weltalls und an seinem Spielzeug-Modell im Teil eins, „Krieg der Sterne“ , festgemacht werden.
Die Kleidung könnte einen inneren Gesinnungswandel und Wachstumsprozess vom unerfahrenen Farmersohn zum gestandenen erprobten Kampfeshelden symbolisieren : Ein Weg von der Unschuld zur rauen alltäglichen Moral des Kampfes mit all seinen Seiten von Schuldigwerden. Dieser Weg lässt sich an der weissen Baumwollkleidung in „Krieg der Sterne“ , dem roten oder noch später oliven Fliegeranzug in „Das Imperium schlägt zurück“ zum schwarzen Anzug mit Umhang in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ offensichtlich belegen.
Ein noch auf Tattonie verwendetes Attribut Lukes ist der Feldstecher, ein Instrument der Orientierung und der Beobachtung. Luke hat wie es auch die Gespräche mit seinem Onkel Owen belegen eine Kontrollfunktion auf der Farm. Das wandelt sich erst nach dem Kontakt mit Obi Wan Ben Kenobi , der ihm das Strahlenschwert seines Vaters übergibt. Der Feldstecher taucht nochmals in der zweiten Sequenz von „Das Imperium schlägt zurück“ auf.
Das Strahlenschwert indes wird Lukes neues Accessoire, obgleich er das ursprüngliche Schwert beim Zweikampf hoch oben in der Fliegenden Stadt verliert. Fahrzeuge sind für Luke nicht von solchem Belang, dass er besondere oder eigene hat. Er fliegt mit allem, was zur Verfügung steht. Was sich dabei klar hervorhebt, ist Lukes- Flugbegleiter R2-D2. Jener kleine Roboter, der als Retter in der Not Computer manipuliert, Jäger steuert und repariert und sich gut anzupassen weiss, teilt Lukes Erfahrungen um den Jedi - Meister Yoda und die gefährlichen Angriffsflüge.
1. Systematische Vorarbeiten in Gestalt eines Strukturgitters: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretischen Grundlagen durch eine Analyse von Genre-Strukturen, mythischen Grundbildern und Begriffsdefinitionen der Science Fiction.
2. Die Bedeutung des Erzählens von Lebensgeschichte aus praktisch-theologischer Sicht: Hier wird der Zusammenhang von Biographie, Erinnerung und Erzählung beleuchtet, wobei praktisch-theologische Ansätze zur Rekonstruktion von Lebensgeschichte im Vordergrund stehen.
3. Grundlagen der filmanalytischen Bewertung: Der Autor stellt biographische Daten zu George Lucas vor und führt in die wissenschaftliche Filmanalyse ein, inklusive der Erstellung von Sequenzprotokollen und der Betrachtung religiöser Topoi.
4. Die Lebensgeschichte des Luke Skywalker: Dies ist der Hauptteil, der den Charakter Luke Skywalker, dessen Entwicklungsprozesse und seine Rolle als Heldenfigur innerhalb der Trilogie detailliert analysiert.
5. Ergebniszusammenfassung: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Analyse hinsichtlich der Auswirkungen der Filmauswertung und fasst die wesentlichen Bildmotive der Star-Wars-Saga zusammen.
6. Praxismodell: Dieses Kapitel präsentiert ein didaktisches Konzept für eine Bildungsveranstaltung bzw. ein Seminar für Jugendreferenten, um das Medium Film in der religionspädagogischen Arbeit nutzbar zu machen.
Star Wars, Luke Skywalker, Lebensgeschichte, Filmanalyse, Religionspädagogik, Seelsorge, Science Fiction, Held, Mythos, Biographiearbeit, Identität, George Lucas, Praktische Theologie, Medienpädagogik, Filmgespräch
Die Arbeit untersucht die Science-Fiction-Trilogie „Star Wars“ im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Lebensgeschichte von Jugendlichen und verknüpft dabei filmische Analysen mit praktisch-theologischen Fragestellungen.
Die Themen umfassen die Rolle des Helden und Superhelden, die Bedeutung von Erzählungen und Erinnerungen für die Identitätsfindung sowie den Einsatz von Spielfilmen in der kirchlichen Bildungsarbeit.
Das Ziel ist es, den „Korrelationsgedanken“ zwischen Film und Theologie zu nutzen, um Jugendliche dabei zu unterstützen, ihre eigene Lebensgeschichte in Verbindung mit den Identitäts- und Entwicklungsprozessen des Haupthelden Luke Skywalker zu reflektieren.
Es wird eine systematische Filmanalyse nach filmanalytischen Instrumentarien (Sequenzprotokolle, Inhaltsanalysen) sowie die biographische Methode aus der Entwicklungspsychologie und Pastoraltheologie angewandt.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse der Lebensgeschichte von Luke Skywalker, seine charakterliche Entwicklung, die Funktion der verschiedenen Handlungsorte und die Rolle seiner Lehrmeister wie Obi-Wan Kenobi und Yoda.
Die zentralen Begriffe sind unter anderem Lebensgeschichte, Identität, Religiosität, Science-Fiction-Film, Filmanalyse, Seelsorge und rezipientenorientiertes Filmgespräch.
Das Modell beschreibt detailliert den Ablauf eines Seminars für Dekanatsjugendreferenten, das auf einem Wochenend-Format basiert und Phasen der Filmvorführung, kommunikativer Reflexion und methodischer Auseinandersetzung kombiniert.
Die Filmprotokolle dienen als Grundlage, um die Handlungsstränge des Films präzise zu erfassen und die Entwicklung von Luke Skywalker durch Dialoge und Schlüsselszenen methodisch nachvollziehbar zu machen.
Mythische Topoi, wie etwa Artus-Merlin oder Herkules-Atlas, werden als Analogien herangezogen, um das Heldenbild von Luke Skywalker in einen größeren kulturgeschichtlichen Kontext einzuordnen und seine pädagogische Relevanz zu verdeutlichen.
Die Arbeit beleuchtet die Ufologie als moderne Ersatz- oder Erlösungsreligion und untersucht, wie Science-Fiction-Filme diese religiösen Bedürfnisse aufgreifen und transformieren.
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