Magisterarbeit, 2007
160 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1. Thailand Heute
1.2 Begründung der Arbeit / Aufgabenstellung
1.3 Die Kapitel
1.4 Verwendete Quellen
2 Die urbanen Mittelschichten Thailands
2.1 Entstehung der Mittelschichten
2.2 Die diskursive Konstruktion des Charakters und des Lebensstils der Mittelschichten
2.2.1 Das politische Bewusstsein
2.2.2 Konsum: Global Consumer, Oriental Producer
2.2.3 Der Lebensstil der Mittelschichten
2.3 Studenten in Bangkok: Die junge Generation der Mittelschichten
3 Die Vorgehensweise
3.1 Der Forschungsprozess
3.2 Die untersuchte Gruppe
3.3 Interpretation des Fragebogens
3.4. Zur Vorstellung der Ergebnisse
4 Vorstellung der Ergebnisse
4.1 Das soziale Umfeld
4.1.1 Äußerungen zu Eltern und Familie
4.1.2. Äußerungen zum Freundeskreis
4.2 Selbstwahrnehmung
4.2.1 Wahrnehmung der eigenen Individualität
4.2.2 Religionszugehörigkeit und Bedeutung der Religion im alltäglichen Leben
4.2.3 Vorbilder
4.3 Bildung und Karrierevorstellungen
4.4 Politisches und soziales Bewusstsein
4.5 Freizeit und Konsum
4.5.1 Bevorzugte Freizeitaktivitäten
4.5.2 Bedeutung des Konsums im alltäglichen Leben
4.6 Gedanken zur Globalisierung
5 Abschlussbetrachtung
Diese Arbeit untersucht die Lebensstile von Studenten im heutigen Bangkok, um zu ergründen, wie der Einzug westlicher Modernisierungsprozesse die Identitätsbildung und Alltagspraxis dieser jungen Generation beeinflusst. Ziel ist es, eine Kontrastfolie zu bestehenden Theorien über thailändische Mittelschichten zu schaffen und zu analysieren, ob sich die studentische Lebenswirklichkeit von den Annahmen der Fachliteratur unterscheidet.
1.1. Thailand Heute
Len kanmueang ist eine thailändische Version, die Politik im Lande zu bezeichnen. Deutsche Übersetzungen wären dazu „irrational anmutendes Spiel“ oder „Thailands Demokratisierung: Ein Schauspiel in vielen Akten“ (Reinecke / Sander 2000: 12). Am Dienstag, den 19. September 2006, wurde das Schauspiel um einen weiteren Akt erweitert. Ein unblutiger Militärputsch entriss dem seit Februar 2001 regierenden Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra schlagartig die Macht.
Der „Administrative Reform Council“ (ARC) unter Putschistenführer Sonthi Boonyaratglin löste Parlament und Kabinet auf, setzte die Verfassung von 1997 außer Kraft und entließ die Richter des Obersten Verfassungsgerichtes aus ihren Ämtern, sämtliche andere Behörden und Ämter blieben unberührt. Der 20. September wurde zum Nationalfeiertag erklärt, Schulen, Banken und andere öffentliche Einrichtungen blieben für diesen einen Tag geschlossen. Ausgangssperren wurden nicht ausgesprochen. Mit dem Verweis darauf, dass der ARC eine schnellstmögliche Rückkehr zur zivilen parlamentarischen Demokratie anstrebe und beabsichtige, bereits innerhalb der nächsten zwei Wochen eine Übergangsregierung außerhalb des Militärs einzusetzen, sollte einer unnötigen Hysterie innerhalb und außerhalb des Landes vorgebeugt werden.
Dieser Zeitplan wurde eingehalten und das Vorhaben planmäßig umgesetzt. Am Montag, den 9. Oktober 2006, ernannte König Bhumibol Adulyadej den ehemaligen General Surayud Culanont zum vorübergehenden Premier. Sein Kabinet, aus 26 Ministern bestehend, setzt sich zusammen aus ehemaligen Beamten, Bankiers und Universitätsprofessoren; nur der Posten des Verteidigungsministers bleibt traditionell in den Händen des Militärs – wohlgemerkt in den Händen eines Ex – Militärs. Eine aus Experten bestehende Kommission, deren Besetzung in Kürze geklärt werden soll, wird mit der Aufgabe bedacht, eine neue Verfassung auszuarbeiten, deren Hauptmerkmal darauf liegen wird, Mechanismen des Check and Balance so zu strukturieren, dass sie – wie unter Thaksin üblich – nicht mehr so einfach von autoritären Karrierepolitikern ausgehebelt werden können. Spätester Termin für eine offizielle Neuwahl soll der Oktober 2007 sein.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Globalisierung und der politischen Situation in Thailand mit Fokus auf die Forschungsabsicht.
2 Die urbanen Mittelschichten Thailands: Theoretische Auseinandersetzung mit der historischen Entwicklung und der soziologischen Einordnung thailändischer Mittelschichten.
3 Die Vorgehensweise: Darstellung der methodischen Grundlagen der qualitativen Befragung thailändischer Studenten.
4 Vorstellung der Ergebnisse: Detaillierte Analyse und Interpretation der empirischen Daten zu den Lebenswelten der befragten Studenten.
5 Abschlussbetrachtung: Zusammenführung der empirischen Erkenntnisse und kritische Reflexion des Forschungsstandes zur thailändischen Mittelschicht.
Thailand, Bangkok, Studenten, Mittelschicht, Lebensstile, Globalisierung, Moderne, Demokratie, Konsum, Identität, Sozialisation, Bildung, Familie, qualitative Forschung, Binnenperspektive
Die Magisterarbeit untersucht die Lebensstile von Studenten im heutigen Bangkok und analysiert, wie diese jungen Menschen ihre Identität in einer sich rasch verändernden Gesellschaft zwischen Tradition und westlicher Moderne konstruieren.
Die Arbeit beleuchtet die soziale Einbindung, Bildung, Karrierewünsche, politisches Bewusstsein, religiöse Prägung sowie den Einfluss von Konsum und Globalisierung auf das tägliche Leben der Studenten.
Das Hauptziel ist eine Bestandsaufnahme von Lebensstilen der Studentengeneration in Bangkok, um diese mit bestehenden theoretischen Konzepten über die thailändische Mittelschicht zu kontrastieren.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf offenen Gesprächen mit Studenten basiert, welche durch einen Fragebogen gestützt wurden. Ergänzend dazu wurde umfangreiche thailändische und internationale Fachliteratur ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung des Begriffs der "thailändischen Mittelschicht" und einen umfangreichen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Befragungen detailliert vorgestellt und analysiert werden.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Thailand, Studenten, Lebensstile, Mittelschicht, Globalisierung, Identitätsbildung und Sozialisation.
Obwohl die religiöse Ausübung weniger dogmatisch geworden ist, bleibt der Buddhismus ein fundamentaler Bestandteil der Alltagskultur und Identität der Studenten, was sich unter anderem in alltäglichen Ritualen zeigt.
Die Befragten entwickeln oft eine sogenannte "Hybrid Identity", in der sie westliche Einflüsse wie westliche Medien oder Konsumgüter partiell in ihren Alltag integrieren, ohne dabei ihr Selbstverständnis als Thailänder zu verlieren.
Es zeigt sich eine ambivalente Haltung: Einerseits besteht ein Bewusstsein für Missstände wie Korruption, andererseits herrscht oft eine gewisse Politikverdrossenheit oder das Gefühl vor, dass eine politische Einflussnahme außerhalb der Familie kaum möglich oder wenig sinnvoll sei.
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