Diplomarbeit, 2007
149 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Interkulturelle Führungsforschung
2.1 Begriffsklärung
2.2 Forschungsbereiche
3. Methodische Probleme
3.1 Dichotomie von Emic und Etic
3.2 Response Bias
3.2.1 Formen von Response Bias
3.2.2 Folgen von Response Bias
3.2.3 Umgang mit Response Bias
3.3 Probleme des Sampledesigns
3.3.1 Sampleabhängigkeit
3.3.2 Repräsentativität und Vergleichbarkeit
3.3.3 Residuale Kausalität
3.3.4 ‚Gelegenheitssampling’
3.4 Ethnozentrismus
3.5 Probleme des ‚Hofstede-Paradigmas’
3.5.1 Die Typologie von Hofstede
3.5.2 Methodische Probleme
4. GLOBE-Projekt
4.1 GLOBE-Ziele
4.2 GLOBE-Theorie
4.3 GLOBE-Konstrukte – Definition, Konzeption und Operation
4.3.1 Definition und Konzeption von (Landes-) Kultur und Organisationskultur
4.3.2 Operation von (Landes-) Kultur und Organisationskultur
4.3.3 Definition und Konzeption von Führung
4.3.4 Operation von Führung
4.4 GLOBE-Phasen
4.5 GLOBE-Organisation
4.6 GLOBE-Sampledesign
4.7 GLOBE-Fragebogen
5. GLOBE-Ergebnisse
5.1 Totalwerte der Practices und Values
5.2 Klassifikation der 112 Leadership Items
5.3 Totalwerte der CLT-Attribute
5.4 Zusammenhänge zwischen CLT-Dimensionen und GLOBE-Dimensionen
5.5 Mittelwerte der GLOBE-Cluster
5.5.1 Sub-Saharan Cluster
5.5.2 Southern Asia CLuster
5.5.3 Confucian Asia Cluster
5.5.4 Arabic Cluster
5.5.5 Latin America Cluster
5.5.6 Latin Europe Cluster
5.5.7 Eastern Europe Cluster
5.5.8 Anglo Cluster
5.5.9 Germanic Europe Cluster
5.5.10 Nordic Europe Cluster
5.6 GLOBE-Publikationen
6. Kritische Analyse der GLOBE-Methodik
6.1 Umgang mit Emic- und Etic-Aspekten
6.2 Response Bias Analyse
6.2.1 Statistische Bereinigung der GLOBE-Daten
6.2.2 Kritik an der statistischen Bereinigung
6.2.3 Universal auftretende ‚Verzerrungen’
6.3 Analyse der GLOBE-Samples
6.3.1 Repräsentativität und Vergleichbarkeit
6.3.2 Abhängigkeit der Samples
6.3.3 Residuale Kausalität
6.3.4 ‚Gelegenheitssample’
6.3.5 Weitere Probleme des Sampledesigns
6.4 Ethnozentrismus
6.4.1 Theoretischer Ethnozentrismus
6.4.2 Organisationaler Ethnozentrismus
6.5 Die Überwindung des ‚Hofstede-Paradigmas’?
6.6 Weitere Kritiken
6.6.1 Beeinflussung semantischer Assoziationen
6.6.2 Die Gleichsetzung von Nation und Kultur
7. Schlussbetrachtungen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist eine kritische methodische Analyse des GLOBE-Projektes, um die methodische Qualität und Validität der bisherigen Ergebnisse zu beurteilen und Implikationen für zukünftige interkulturelle Studien abzuleiten.
3.1 Dichotomie von Emic und Etic
Dieser Problembereich beinhaltet den Umgang mit Emic- und Etic-Aspekten von Führung. Diese Dichotomie wurde bereits angesprochen. Universelle Aspekte von Kulturen werden als Etic und kulturspezifische Aspekte als Emic bezeichnet.
„Emics are things that are unique to a culture, whereas etics are things that are universal to all cultures. Emics are by definition not comparable across cultures. One task to cross-cultural researchers, hence, is to identify emics and etics.” (Grean et al. 1997, S. 162).
Tayeb (1994) weist auf die Bedeutung dieser Unterscheidung für die interkulturelle Forschung hin:
„It is very important to make such a distinction, because (a) it helps one understand organizations better and (b) it has implications for the way one designs research into organizations cross-culturally - a point to which sufficient attention has not been paid by researchers.“ (ebd., S. 439).
Emic- und Etic-Perspektiven sind jedoch nicht als inkompatibel, sondern als komplementär zu sehen (vgl. Dorfman 2003, S. 336). Es gilt folglich, immer beide Aspekte zu fokussieren. Nur dann ist es möglich, gehaltvolle Forschungsergebnisse zu generieren.
„Using both etic constructs and emic measures has the advantage of more precise measurement. It allows investigators to relate emic items to etic constructs and to describe leadership as it is uniquely manifested in each cultural unit studied.” (House, Wright & Aditya 1997, S. 589).
Die Fokussierung beider Aspektbereiche induziert wiederum (a) den Einsatz qualitativer und quantitativer Methoden und (b) eine multikulturelle Forschungsbeteiligung. Jede Kultur, die die Forscher beabsichtigen zu untersuchen, sollte im Ensemble der Forscher vertreten sein.
1. Einleitung: Einführung in das GLOBE-Projekt, Darlegung der Forschungsfrage und Erläuterung des Aufbaus der Diplomarbeit.
2. Interkulturelle Führungsforschung: Definition der Disziplin sowie Vorstellung ihrer zentralen Forschungsbereiche.
3. Methodische Probleme: Detaillierte Betrachtung methodischer Herausforderungen in der interkulturellen Forschung wie Emic/Etic-Problematik, Response Bias und Ethnozentrismus.
4. GLOBE-Projekt: Umfassende Darstellung der Ziele, theoretischen Grundlagen, Phasen und des methodischen Designs des GLOBE-Projektes.
5. GLOBE-Ergebnisse: Zusammenfassende Präsentation der wichtigsten Ergebnisse, Mittelwerte der Cluster und Übersicht über relevante Publikationen.
6. Kritische Analyse der GLOBE-Methodik: Eingehende methodische Prüfung der GLOBE-Studie hinsichtlich der zuvor definierten Problemfelder.
7. Schlussbetrachtungen: Zusammenfassung der Analyseergebnisse und Diskussion der methodischen Qualität des Projektes.
GLOBE-Projekt, interkulturelle Führungsforschung, Methodenkritik, Emic und Etic, Response Bias, Sampledesign, Ethnozentrismus, Hofstede-Paradigma, Leadership Items, kulturvergleichende Studien, Validität, quantitative Forschung, qualitative Forschung, Führungsverhalten, Organisationskultur.
Die Arbeit befasst sich mit einer kritischen wissenschaftlichen Untersuchung der Methodik des GLOBE-Projektes im Kontext der interkulturellen Führungsforschung.
Die Analyse konzentriert sich auf fünf methodische Problembereiche: die Dichotomie von Emic- und Etic-Aspekten, Response Bias, Sampledesign, Ethnozentrismus und die Probleme des Hofstede-Paradigmas.
Das Ziel ist es, die methodische Qualität und Validität der GLOBE-Ergebnisse zu beurteilen und daraus Implikationen für zukünftige interkulturelle Forschungsstudien abzuleiten.
Der Autor führt eine literaturgestützte kritische Analyse durch, wobei er existierende Reviews und methodische Standards auf das GLOBE-Projekt anwendet und dessen methodische Defizite aufdeckt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition methodischer Probleme, die detaillierte Darstellung des GLOBE-Projektes, eine Zusammenfassung seiner Ergebnisse sowie die eigentliche kritische Analyse der Methodik in den fünf genannten Problemfeldern.
Schlüsselwörter sind unter anderem GLOBE-Projekt, interkulturelle Führungsforschung, methodische Validität, Response Bias, Sampledesign und Ethnozentrismus.
Das Hofstede-Paradigma dient als Referenzpunkt, um die theoretische Fundierung und die methodischen Schwächen von GLOBE einzuordnen, da GLOBE stark auf dieses Paradigma aufbaut.
Der Autor steht der statistischen Bereinigung kritisch gegenüber, da sie auf Annahmen beruht, welche die Validität der Daten nicht garantieren und möglicherweise erst Verzerrungen erzeugen können.
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