Bachelorarbeit, 2016
36 Seiten, Note: 2,0
1 Problemstellung
2 Theoretische Grundlagen der Unternehmensbewertungslehre
2.1 Anlässe & Funktionen
2.2 Methodenübersicht
3 Unternehmensbewertung mit Multiplikatoren
3.1 Konzeptionelle Grundprinzipien
3.2 Ablauf der Multiplikatorbewertung auf Basis von Vergleichsunternehmen
3.3 Darstellung der Multiplikatoren
3.3.1 Equity Multiplikatoren
3.3.2 Entity Multiplikatoren
4 Kritische Analyse des Multiplikatorverfahrens
4.1 Generelle Stärken und Schwächen
4.2 Spezifische Würdigung ausgewählter Multiplikatoren
4.2.1 Equity Bewertungskennzahlen
4.2.2 Entity Bewertungskennzahlen
4.3 Zusammenfassende Ableitung einer Handlungsempfehlung
5 Thesenförmige Zusammenfassung
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, das Multiplikatorverfahren in der Unternehmensbewertung einer kritischen Analyse zu unterziehen, um auf Basis der identifizierten Stärken und Schwächen Handlungsempfehlungen für deren praktische Anwendung abzuleiten.
3.1 Konzeptionelle Grundprinzipien
Die Grundidee der Unternehmensbewertung mit Multiplikatoren basiert auf dem „Law of one Price“, das auf Jevons (1871) zurückzuführen ist und besagt, dass vergleichbare Güter, in diesem Fall vergleichbare Unternehmen, den gleichen Preis haben. Dies bedeutet folglich, dass von einem vollkommenen Markt, ein Markt, indem jedem die gleichen Informationen zur Verfügung stehen, für Unternehmen und Unternehmensteile ausgegangen wird, den es jedoch in der Realität nicht gibt. Coenenberg und Schultze sind der Auffassung, dass die Marktteilnehmer im Durchschnitt richtig liegen und damit die beobachtbaren Preise eine akzeptable Annäherung an einen fairen Wert implizieren. Subjektive Nutzenvorstellungen bleiben somit unberücksichtigt. Es wird von einem bekannten Preis am Markt auf einen unbekannten Preis für Unternehmen und Unternehmensteile geschlossen. Verhältniszahlen anhand von Informationen über vergleichbare Unternehmen, sogenannte Multiplikatoren, werden gebildet und in einem Analogieschluss auf das zu bewertende Objekt übertragen. Der resultierende Unternehmenswert ergibt sich aus der Multiplikation von Bezugsgröße und Multiplikator.
1 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Unternehmensbewertung ein und stellt das Multiplikatorverfahren als eine in der Praxis bedeutende, aber wissenschaftlich umstrittene relative Bewertungsmethode vor.
2 Theoretische Grundlagen der Unternehmensbewertungslehre: Hier werden die Anlässe und Funktionen der Unternehmensbewertung erläutert sowie ein Überblick über die verschiedenen methodischen Bewertungsansätze gegeben.
3 Unternehmensbewertung mit Multiplikatoren: Dieses Kapitel erläutert die konzeptionellen Grundprinzipien des Multiplikatorverfahrens, beschreibt den typisierten Bewertungsprozess und differenziert zwischen Equity- und Entity-Multiplikatoren.
4 Kritische Analyse des Multiplikatorverfahrens: Das Kapitel bietet eine intensive Auseinandersetzung mit den generellen Stärken und Schwächen sowie eine spezifische Würdigung der wichtigsten Bewertungskennzahlen, die in eine Handlungsempfehlung mündet.
5 Thesenförmige Zusammenfassung: Die zentralen Erkenntnisse und Empfehlungen der Arbeit werden hier in prägnanter Form zusammengefasst.
Unternehmensbewertung, Multiplikatorverfahren, Market Multiples, Peer Group, Equity Multiplikatoren, Entity Multiplikatoren, KGV, PEG-Ratio, KCV, KBV, EV/EBIT, EV/EBITDA, Umsatzmultiplikator, Bewertungsanlässe, Handlungsempfehlung
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse von Multiplikatorverfahren, die zur Wertermittlung von Unternehmen auf Basis von Vergleichsdaten aus dem Markt herangezogen werden.
Die Arbeit behandelt die konzeptionellen Grundlagen der Multiplikatorbewertung, die Kategorisierung in Equity- und Entity-Kennzahlen sowie deren kritische Würdigung hinsichtlich ihrer Stärken, Schwächen und Anwendungsgebiete.
Das primäre Ziel ist es, eine fundierte Handlungsempfehlung für die Verwendung von Multiplikatoren zu erarbeiten, um die Bewertungsgenauigkeit in verschiedenen Bewertungssituationen zu optimieren.
Die Arbeit basiert auf einer intensiven Literaturrecherche und der systematischen Auswertung vorhandener wissenschaftlicher Publikationen, um eine kritische Analyse des Verfahrens zu ermöglichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Bewertungslehre, die Darstellung der methodischen Vorgehensweise und die kritische Analyse der spezifischen Multiplikatoren unter Berücksichtigung von deren Eignung für unterschiedliche Unternehmensarten.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Unternehmensbewertung, Multiplikatorverfahren, Equity- und Entity-Multiplikatoren, Peer Group, sowie spezifische Kennzahlen wie KGV, KBV und EV/EBITDA.
Junge Unternehmen weisen häufig noch keine stabilen Gewinne oder gar Verluste auf, was die Anwendung des Kurs-Gewinn-Verhältnisses, welches ein konstantes Ertragsniveau voraussetzt, sinnlos macht.
Equity-Multiplikatoren beziehen sich rein auf das Eigenkapital (z.B. KGV), während Entity-Multiplikatoren den gesamten Unternehmenswert (Enterprise Value) ins Verhältnis zu Kennzahlen wie EBIT oder EBITDA setzen, um die Kapitalstruktur einzubeziehen.
Die Auswahl einer geeigneten Vergleichsgruppe (Peer Group) ist entscheidend, da das Multiplikatorverfahren auf dem Analogieschluss basiert; die Vergleichsunternehmen müssen daher eine größtmögliche Ähnlichkeit zum zu bewertenden Unternehmen aufweisen.
Nein, der Autor empfiehlt, das Multiplikatorverfahren nicht als Substitut, sondern als ergänzende Methode zur Plausibilisierung von fundamentalen Bewertungsverfahren wie der DCF-Methode einzusetzen.
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