Forschungsarbeit, 2008
20 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. „East-west differences in german abortion opinion!”
2. Operationalisierung
Die abhängige Variable (AV
Die unabhängigen Variablen (UV
3. Daten und Ergebnisse
R²
Beta
Fazit
Literatur
Die vorliegende Forschungsarbeit befasst sich mit einer quantitativen Replikationsstudie der Analyse von Lee Ann Banaszak aus dem Jahr 1998, um aktuelle Tendenzen in den Einstellungen zum Schwangerschaftsabbruch in Deutschland unter Verwendung der ALLBUS 2006 Datengrundlage zu untersuchen und dabei insbesondere Unterschiede zwischen den Geschlechtern sowie ost- und westdeutschen Bürgern zu beleuchten.
2. Operationalisierung
Die wichtigste Komponente der Operation ist die abhängige Variable. Da der ALLBUS der untersuchten Erhebungen (1991, 1996, 2006) kein entsprechendes Element aufweist, ist die Erzeugung dieses Objektes erforderlich. Banaszak generierte die Variable für 1991 aus zwei Komponenten, sowie für ihre 1996er Replikation aus 6 themenbezogenen Variablen, welche für 2006 genauso vorhanden sind, und somit einen sinnvollen Vergleich ermöglichen. Bei den Variablen handelt es sich um Fragen, welche die Abbruchbereitschaft aus unterschiedlichen Situationen heraus hinterfragt.
Sie lauten wie Folgt: „Bitte sagen Sie mir, ob es Ihrer Meinung nach einer Frau gesetzlich möglich sein sollte oder nicht, einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen zu lassen oder nicht – (a) wenn das Baby mit hoher Wahrscheinlichkeit eine ernsthafte Schädigung haben wird? – (b) wenn die Frau verheiratet ist und keine Kinder mehr haben möchte? – (c) wenn die Gesundheit der Frau durch die Schwangerschaft ernsthaft gefährdet ist? – (d) wenn die Familie nur über ein geringes Einkommen verfügt und sich keine Kinder mehr leisten kann? – (e) wenn die Schwangerschaft Folge einer Vergewaltigung ist? – (f) wenn die Frau unverheiratet ist und den Vater des Kindes nicht heiraten möchte?“
Als Antwortmöglichkeiten ergaben sich dem Probanden folgende Alternativen: „Ja, Nein, Weiß nicht, Keine Angabe.“ Aus diesen sechs Kategorien galt es nun eine Skala zu erzeugen, welche die Befürwortung des Schwangerschaftsabbruches (engl. abortion support) in besonderem Maße widerspiegelt. Als erster Schritt wurden die Variablen einheitlich umcodiert, um eine Berechnung sinnvoll vorzubereiten. Dabei wurde nach dem Schema 1(Ja), 0(Nein), SYSMIS (weiß nicht, keine Angabe) vorgegangen.
Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob es geschlechts- oder regionalspezifische Unterschiede bei der Einstellung zum Schwangerschaftsabbruch gibt und erläutert die Zielsetzung der Replikation der Banaszak-Studie auf Basis des ALLBUS 2006.
1. „East-west differences in german abortion opinion!”: In diesem Kapitel wird die theoretische Grundlage der Studie von Lee Ann Banaszak vorgestellt, die als Richtschnur für die vorliegende Untersuchung dient und die Relevanz der Faktoren Religion und Berufstätigkeit für den Einstellungswandel beleuchtet.
2. Operationalisierung: Hier werden die methodischen Vorbereitungen beschrieben, insbesondere die Erzeugung einer abhängigen Skala zur Messung der Befürwortung von Schwangerschaftsabbrüchen sowie die Definition der unabhängigen Variablen.
3. Daten und Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der multiplen Regressionsanalyse, wobei das Varianzaufklärungspotenzial (R²) und die Beta-Koeffizienten der einzelnen Einflussfaktoren detailliert ausgewertet werden.
Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, insbesondere die fortbestehenden regionalen Unterschiede und den Wandel der Bedeutung einzelner Variablen wie der Berufstätigkeit im Vergleich zur Basisstudie.
Literatur: Dieses Verzeichnis listet sämtliche primäre und sekundäre Quellen auf, die für die wissenschaftliche Durchführung der Analyse herangezogen wurden.
Schwangerschaftsabbruch, ALLBUS, Regressionsanalyse, öffentliche Meinung, Ost-West-Vergleich, Geschlechtsunterschiede, Religion, Konfession, Berufstätigkeit, Replikationsstudie, Varianzaufklärung, Einstellungen, Sozialwissenschaft, Soziologie, Bildung.
Die Arbeit repliziert eine soziologische Studie über die Einstellung zur Legalität von Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland, um aktuelle Trends mit älteren Daten von Lee Ann Banaszak zu vergleichen.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die öffentliche Meinung zum Schwangerschaftsabbruch und analysiert Einflüsse wie regionale Herkunft, Geschlecht, Religion und den beruflichen Status.
Das Ziel ist es, auf Basis der ALLBUS-Daten 2006 zu prüfen, inwieweit sich die Einstellungen zu Schwangerschaftsabbrüchen im Vergleich zu den Ergebnissen von 1996 verändert haben und welche Faktoren diese Einstellungen beeinflussen.
Die Arbeit nutzt quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung, namentlich eine multiple Regressionsanalyse, um den Einfluss unabhängiger Variablen auf die Befürwortung von Schwangerschaftsabbrüchen zu messen.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Operationalisierung der Daten, die Erstellung von Skalen zur Messung der Einstellungsintensität sowie die multivariate Regressionsanalyse zur Identifikation signifikanter Prädiktoren.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Schwangerschaftsabbruch, ALLBUS-Daten, Regressionsanalyse, Ost-West-Unterschiede sowie soziodemografische Einflussfaktoren wie Konfession und Berufstätigkeit.
Der Autor kritisiert die ursprüngliche Methode von Banaszak bei der Verwendung von SPSS und schlägt eine Mittelwertskala vor, um mathematische Fehler bei der Interpretation der Probandenantworten zu vermeiden.
Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass die Berufstätigkeit, die in früheren Studien noch ein stark strukturierender Faktor war, im Jahr 2006 für alle untersuchten Gruppen ihre statistische Relevanz verloren hat.
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