Examensarbeit, 2005
38 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
1.1. Begründung der Themenwahl.
1.2. Konzept und Aufbau der vorliegenden Arbeit.
2. Schülermotivation durch handlungsorientierten Umgang mit Filmmusik im Musikunterricht.
2.1. Handlungsorientierung im Musikunterricht.
2.2. Definition des Begriffes „Motivation“ für die vorliegende Arbeit.
2.3. Möglichkeiten der Schülermotivation durch handlungsorientierten Umgang mit Filmmusik.
3. Planung der handlungsorientierten Phase der Unterrichtssequenz „Filmmusik“.
3.1. Bedingungsanalyse.
3.1.1. Allgemeine Bedingungen.
3.1.2. Personelle Bedingungen (Lernvoraussetzungen).
3.1.3. Räumliche Bedingungen.
3.1.4. Technische Bedingungen.
3.1.5. Institutionelle Bedingungen.
3.2. Sachanalyse.
3.2.1. Zur Entstehung des Films „The Gold Rush“.
3.2.2. Kurze Inhaltsangabe des Films „The Gold Rush“.
3.2.3. Beschreibung der zu vertonenden Filmszene aus „The Gold Rush“.
3.2.4. Das Filmprotokoll.
3.2.5. Systematisierung der Funktionen von Musik im Film.
3.3. Didaktische Analyse.
3.3.1. Begründung des Unterrichtsgegenstands und Rahmenplanbezug.
3.3.2. Bezug zu anderen Themen im Bereich Musik.
3.4. Lernziele.
3.5. Methodische Entscheidungen für die handlungsorientierte Phase.
4. Durchführung der handlungsorientierten Phase der Unterrichtssequenz „Filmmusik“.
4.1. Vorbereitung und Durchführung der Vorübung.
4.2. Analyse der Probenarbeit der Gruppen.
4.3. Analyse der Aufnahmesituationen.
5. Kritische Reflexionen zu Planung und Durchführung der handlungsorientierten Phase.
5.1. Analyse der Schülerprodukte.
5.2. Schlussfolgerungen für die Probenphase.
5.3. Reflexion durch die Schüler mittels Evaluation.
5.3.1. Auswertung der Evaluation.
5.3.2. Schlussfolgerungen zu den Ergebnissen der Evaluation.
5.4. Reflexion durch den Lehrer.
5.4.1. Allgemeine Schlussfolgerungen.
5.4.2. Schlussfolgerungen zur Planung.
5.4.3. Schlussfolgerungen zur Durchführung.
5.4.4. Schlussfolgerungen in Bezug auf Schülermotivation.
5.4.5. Ausblick auf einen möglichen Projekttag zum Thema „Filmmusik“.
6. Schlussbemerkung.
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Ergründung der Schülermotivation durch handlungsorientierten Musikunterricht, konkret am Beispiel einer selbstständigen Filmmusikproduktion zu einem Ausschnitt aus Charles Chaplins „The Gold Rush“. Die zentrale Forschungsfrage untersucht dabei, ob und wie der Prozess der aktiven Gestaltung und Vertonung dazu beiträgt, Schülern ein tieferes Verständnis für die komplexe Wirkung von Musik auf das Filmbild zu vermitteln und ihre intrinsische Motivation zu steigern.
3.2.3. Beschreibung der zu vertonenden Szene aus „The Gold Rush“
Im Folgenden möchte ich meine Entscheidung für die Szene, die ich für die Vertonung durch die Schüler ausgewählt habe, begründen und diese kurz beschreiben. Die Szene hat eine Länge von ungefähr 3 Minuten und 43 Sekunden, was für den ersten Versuch einer Vertonung durch Schüler durchaus eine lange Sequenz darstellt. In der Szene finden sich verschiedene Motive und Handlungsstränge wieder, die sich meiner Meinung nach gut zum Vertonen mit verschiedenen filmmusikalischen Mitteln eignen. Zum einen enthält die Szene typische Slapstick-Elemente wie z.B. die Schneeballschlacht zu Anfang, bei der Chaplin mehrfach versehentlich getroffen wird; zum anderen gibt es ein schwelendes Liebesmotiv; eine Liebe, die sich ankündigt. Weiterhin erfährt die Szene eine dramaturgische Steigerung bis hin zum Anbrennen von Chaplins Schuhersatz. All diese Momente lassen sich musikalisch recht einfach und plakativ darstellen.
Chaplin hat sich bei seinem Besuch in der Stadt in eine Tänzerin des lokalen Clubs, Georgia, verliebt. Einige Tage später kommt Georgia mit ihren Freundinnen zufällig an der Hütte, in der Chaplin lebt, vorbei. Sie machen direkt vor seiner Haustür eine Schneeballschlacht. Ein kleines, aber später wichtiges Detail: beim Eingießen von Petroleum in seine Dochtlampe verschüttet der ungeschickte „little fellow“ etwas Petroleum auf seinen Schuhersatz.
Durch das Gelächter wird Chaplin auf sie aufmerksam und öffnet die Tür, um nachzusehen, was dort vor sich geht. In diesem Moment wird aus dem Hintergrund ein Schneeball geworfen, der Chaplin im Gesicht trifft. Als er sich wieder gefangen hat, steht die Dame seiner Träume direkt vor ihm.
1. Einleitung: Die Einleitung begründet das Thema Filmmusik als hochmotivierenden und identitätsstiftenden Gegenstand im Musikunterricht und skizziert den Aufbau der Dokumentation über eine schülerzentrierte Filmmusikproduktion.
2. Schülermotivation durch handlungsorientierten Umgang mit Filmmusik im Musikunterricht: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Handlungsorientierung und Motivation im Kontext des Musikunterrichts und stellt verschiedene handlungsorientierte Möglichkeiten der Filmmusikbehandlung vor.
3. Planung der handlungsorientierten Phase der Unterrichtssequenz „Filmmusik“: Hier werden die organisatorischen, personellen, räumlichen und technischen Bedingungen analysiert sowie der gewählte Filmausschnitt und die didaktische Begründung der Unterrichtssequenz dargelegt.
4. Durchführung der handlungsorientierten Phase der Unterrichtssequenz „Filmmusik“: Dieser Teil dokumentiert den praktischen Unterrichtsprozess, beginnend bei der Vorübung über die Gruppenarbeitsphasen bis hin zur tatsächlichen Aufnahme der produzierten Filmmusik durch die Schülergruppen.
5. Kritische Reflexionen zu Planung und Durchführung der handlungsorientierten Phase: In diesem Kapitel werden die erstellten Schülerprodukte analysiert, die Evaluationsergebnisse der Schüler reflektiert und die Planung sowie Durchführung aus Sicht des Lehrers kritisch gewürdigt.
6. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung des Versuchs ab, bei dem trotz widriger Umstände ein motivierender und lehrreicher Zugang zur filmmusikalischen Gestaltung erreicht wurde.
Filmmusik, Schülermotivation, Handlungsorientierung, Musikunterricht, The Gold Rush, Charles Chaplin, Filmmusikproduktion, Filmprotokoll, Musikpädagogik, Unterrichtssequenz, Gruppenarbeit, Mediale Kompetenz, Filmmusikanalyse, Didaktik der Filmmusik, Kreatives Musizieren.
Die Arbeit untersucht, wie durch einen handlungsorientierten Unterrichtsansatz – konkret die selbstständige Vertonung einer Filmszene durch Schüler – die Motivation im Musikunterricht gesteigert und ein bewussterer Umgang mit Filmmusik gefördert werden kann.
Im Zentrum stehen die Konzepte von Motivation und Handlungsorientierung im Fach Musik, die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit der Funktion von Filmmusik sowie die methodische Planung und Reflexion einer Unterrichtssequenz.
Das Hauptziel ist die Dokumentation und Evaluation des Unterrichtsprozesses, in dem Schüler aktiv Filmmusik produzieren, um deren Wirkung auf das Filmbild sowie die komplexen Produktionsbedingungen praktisch zu erfahren.
Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus fachdidaktischer Literatur, eine detaillierte Bedingungs- und Sachanalyse, die Dokumentation des praktischen Unterrichtsverlaufs sowie eine qualitative Auswertung der Schüler-Evaluation.
Der Hauptteil gliedert sich in die Planung der Unterrichtssequenz (Bedingungs-, Sach- und didaktische Analyse), die konkrete Durchführung mit Vorübungen und Gruppenarbeitsphasen sowie die kritische Reflexion der Ergebnisse aus Sicht der Schüler und des Lehrers.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Filmmusik, Schülermotivation, Handlungsorientierung, Filmmusikproduktion, Filmprotokoll und fachdidaktische Reflexion beschreiben.
Sie dient als zentrales Anschauungs- und Arbeitsmaterial, an dem die Schüler in Gruppenarbeit die Techniken der Filmmusik wie Mickeymousing oder den Einsatz von Leitmotiven praktisch erproben und eine eigene Vertonung entwickeln.
Herausforderungen waren insbesondere die knappe Zeit für Kompositionsübungen im wöchentlichen Rhythmus, die begrenzte Verfügbarkeit der DVD und technischer Geräte sowie die anfängliche Hemmung der Schüler gegenüber dem freien Komponieren.
Das Filmprotokoll diente als unverzichtbares Arbeitsinstrument zur Analyse der Szenenabläufe, um die musikalischen Einsätze präzise zu planen und die Musik sekundengenau mit dem Geschehen im Film zu synchronisieren.
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