Diplomarbeit, 2008
74 Seiten, Note: 2,3
Einleitung
1 Allgemeine Definitionen
1.1 Persönlichkeitsstörung
1.2 Borderline-Persönlichkeitsstörung
2 Zahlen und Statistiken zur Borderline-Persönlichkeitsstörung
2.1 Häufigkeit der Borderline-Persönlichkeitsstörung
2.2 Vergleich Borderline-Patienten – Gesamtpopulation
2.3 Borderline-Persönlichkeitsstörung mit anderen Erkrankungen
3 Ursachen der Borderline-Persönlichkeitsstörung
3.1 Der Umweltfaktor
3.1.1 Kindheitserfahrungen von Missbrauch oder Misshandlung
3.1.2 Trennung / Scheidung / Verlust eines Elternteils in früher Kindheit
3.1.3 Gestörte Beziehung zu den Eltern
3.2 Der Konstitutionelle Faktor
3.2.1 Familiäre Neigung zu bestimmten psychiatrischen Störungen
3.2.2 Temperamentsbedingte Vulnerabilität
3.2.3 Fehlregulationen der Neurotransmittersysteme und neurologische Dysfunktionen
3.3 Der Triggering-Faktor
3.4 Fazit
3.5 Der soziale Faktor eine zusätzliche Ursache
4 Die Kategorisierung der Persönlichkeitsstörungen und die Klassifikation der Borderline-Störung nach DSM- IV und ICD-10
4.1 Kategorisierung und Erläuterung der unterschiedlichen Persönlichkeitsstörungen
4.2 Die Klassifikation der Borderline-Persönlichkeitsstörung nach ICD-10 und DSM-IV
4.2.1 Klassifikation der Borderline-Persönlichkeitsstörung nach dem ICD-10
4.2.2 Klassifikation der Borderline-Persönlichkeitsstörung nach dem DSM-IV
4.3 Unterteilung der Kriterien des DSM-IV
4.3.1 Affektivität
4.3.1.1 Unangemessene, heftige Wut
4.3.1.2 Affektive Instabilität
4.3.1.3 Chronisches Gefühl von Leere
4.3.2 Impulsivität
4.3.2.1 Impulsivität in mindestens zwei potentiell selbstschädigenden Bereichen
4.3.2.2 Wiederkehrende Suiziddrohungen, -andeutungen oder -versuche oder selbstschädigendes Verhalten
4.3.3 Wahrnehmung / Kognitionen
4.3.3.1 Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome
4.3.3.2 Schwere Identitätsstörungen
4.3.4 Zwischenmenschlicher Bereich
4.3.4.1 Verzweifeltes Bemühen, ein tatsächliches oder vermutetes Verlassen werden zu vermeiden
4.3.4.2 Ein Muster instabiler, aber intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen
4.4 Erläuterung der Symptome und Verhaltensmuster
5 Folgen und Auswirkungen diagnostischer Zuordnung
5.1 DSM-IV und ICD-10
5.2 BPS – eine Verlegenheitsdiagnose?
5.3 Reaktionen auf die Diagnose Borderline
5.3.1 Reaktionen des Hilfspersonals
5.3.2 Reaktionen der Betroffenen
5.3.3 Reaktionen der Eltern
6 Berühmte Borderliner
7 Schlussbemerkung
Die vorliegende Diplomarbeit befasst sich mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung unter Berücksichtigung ihrer Ursachen, ihrer klinischen Klassifizierung sowie den Folgen, die eine solche diagnostische Zuordnung für Betroffene und ihr Umfeld mit sich bringt. Die Forschungsarbeit geht dabei der zentralen Frage nach, wie sich Entstehungsfaktoren wie Umweltbedingungen, konstitutionelle Faktoren und soziale Einflüsse auf die Entwicklung der Störung auswirken und inwieweit die operationalen Klassifikationssysteme (DSM-IV und ICD-10) eine valide Diagnose ermöglichen.
3 Ursachen der Borderline-Persönlichkeitsstörung
Heute ist man noch weit davon entfernt, die Borderline-Persönlichkeitsstörung in ihrer Entstehung zu verstehen und zu erklären. Auch über die tatsächliche Ursache dieser psychischen Störung kann keine eindeutige Aussage getroffen werden. Als gesichert gilt aber, dass es wohl selten nur eine Ursache gibt, die zur Borderline-Persönlichkeitsstörung führt. Viele Faktoren müssen zusammenkommen, vor allem das psychosoziale Umfeld und die biologische Veranlagung spielen hierbei eine große Rolle. (vgl. Niklewski; Rieke-Niklewski 2006; 58)
3.1 Der Umweltfaktor
Man weiß heute, aufgrund vieler Studien und Untersuchungen, dass die Menschen, die heute an den Symptomen einer Borderline-Persönlichkeitsstörung leiden, oft über sehr schwierige Bedingungen in ihrer Kindheit berichten. Deshalb spielt die psycho-soziale Dimension, auch der Umweltfaktor genannt, bei der Entstehung einer Borderline-Persönlichkeitsstörung eine große Rolle. Diese unterschiedlichen Faktoren der psycho-sozialen Dimension werden im Folgenden näher erklärt. (vgl. Niklewski; Rieke-Niklewski 2006; 59)
1 Allgemeine Definitionen: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe wie Persönlichkeitsstörung und Borderline-Persönlichkeitsstörung unter Einbezug psychologischer und historischer Aspekte.
2 Zahlen und Statistiken zur Borderline-Persönlichkeitsstörung: Hier werden statistische Daten zur Häufigkeit, zum Vergleich mit der Gesamtbevölkerung sowie zur Komorbidität mit anderen Erkrankungen analysiert.
3 Ursachen der Borderline-Persönlichkeitsstörung: Dieses Kapitel untersucht die Entstehungsfaktoren der Störung, unterteilt in Umweltfaktoren, konstitutionelle Faktoren, den Triggering-Faktor sowie soziale Einflüsse.
4 Die Kategorisierung der Persönlichkeitsstörungen und die Klassifikation der Borderline-Störung nach DSM- IV und ICD-10: Hier erfolgt die systematische Einordnung der Störung anhand der gängigen diagnostischen Kriterien inklusive einer detaillierten Erläuterung der Symptomkategorien.
5 Folgen und Auswirkungen diagnostischer Zuordnung: Dieser Abschnitt behandelt die diagnostischen Herausforderungen, die Frage nach der "Verlegenheitsdiagnose" sowie die Reaktionen von Betroffenen, Angehörigen und Hilfspersonal.
6 Berühmte Borderliner: Dieses Kapitel betrachtet prominente Beispiele, um die Zusammenhänge zwischen Berühmtheit, Kreativität und Borderline-Störung zu hinterfragen.
7 Schlussbemerkung: Die Autorin fasst hier ihre Thesen zusammen und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung zur Borderline-Störung.
Borderline-Persönlichkeitsstörung, DSM-IV, ICD-10, Diagnostik, Persönlichkeitsstörung, Komorbidität, Psychologie, Traumata, Affektive Instabilität, Impulsivität, Identitätsstörung, Umweltfaktor, Soziale Faktoren, Psychiatrie, Klinische Psychologie.
Die Arbeit befasst sich mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung und untersucht deren Ursachen, die klinische Klassifizierung sowie die soziopsychologischen Auswirkungen der Diagnose.
Die Arbeit deckt die Definitionen, statistische Verbreitung, ätiologische Faktoren (Umwelt, Konstitution, Gesellschaft), diagnostische Kriterien nach DSM-IV und ICD-10 sowie die therapeutische und soziale Praxis ab.
Das Ziel ist es, einen tiefen Einblick in die Entstehungsgeschichte und die diagnostischen Herausforderungen der Störung zu geben und die These zu klären, ob klassifizierende Diagnosesysteme für eine verlässliche Einstufung ausreichen.
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, kombiniert mit der Betrachtung von Fallbeispielen und statistischen Daten aus psychologischen und psychiatrischen Fachquellen.
Der Hauptteil analysiert die Ursachen (biologisch/psychosozial), die diagnostische Klassifikation sowie die Folgen der Diagnose für das soziale Umfeld und die Betroffenen selbst.
Wesentliche Begriffe sind Borderline-Persönlichkeitsstörung, Komorbidität, diagnostische Klassifikation, Affektregulation und psychosoziale Belastungsfaktoren.
Die Autorin argumentiert, dass der gesellschaftliche Wandel, geprägt durch schwindende Strukturen und "Heimatlosigkeit", als mitursächlich für den Anstieg der Borderline-Störung angesehen werden kann.
Die Diagnose kann zur Entlastung beitragen, jedoch auch Stigmatisierung und Überforderung auslösen, weshalb eine Einbeziehung der Angehörigen in den therapeutischen Prozess als essenziell erachtet wird.
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