Fachbuch, 2021
127 Seiten
1 Einleitung
1.1 Relevanz für den Förderschwerpunkt Lernen
1.2 Zielsetzung
1.3 Fragestellung
2 Methodisches Vorgehen
2.1 Inhaltlicher Ablauf
3 Das Konzept Schulfähigkeit
3.1 Theorien und Perspektiven
3.1.1 Historische Entwicklung
3.1.2 Konzept der Schulreife nach Artur Kern
3.1.3 Eigenschaftstheoretischer Ansatz
3.1.4 Lerntheoretischer Ansatz
3.1.5 Ökosystemischer Ansatz
3.1.6 Transitionsansatz
3.2 Individuelle Voraussetzungen / Schulfähigkeitskriterien
3.2.1 Aktueller Forschungsstand
3.3 Zwischenfazit
3.4 Wichtigste Erkenntnisse
4 Übergang Kindergarten – Grundschule
4.1 Einschulung – rechtliche Rahmenbedingungen (BW)
4.2 Schuleingangsdiagnostik
4.2.1 Vorschulische Sprachstandsdiagnostik
4.3 Kooperation Kindergarten – Schule
4.3.1 Akteurinnen und Akteure der Kooperation
4.3.2 Grundprinzipien der Kooperation
4.3.3 Probleme und Herausforderungen der Kooperation
4.3.4 Projekte und Maßnahmen in Baden-Württemberg
4.3.4.1 Verwaltungsvorschrift Kooperation Kindertageseinrichtungen – Grundschulen
4.3.4.2 Pakt für gute Bildung und Betreuung und Gute-KiTa-Gesetz
4.3.4.3 Orientierungsplan
4.3.4.4 Bildungshaus 3 – 10
4.3.4.5 Projekt „Schulreifes Kind“
4.4 Rolle / Auftrag der Sonderpädagogik (Förderschwerpunkt Lernen)
4.4.1 Sonderpädagogisches Bildungs-, Beratungszentrum Lernen
4.4.2 Sonderpädagogischer Dienst
4.5 Anschlussfähigkeit
4.5.1 Methodisch-didaktische Konzepte der Grundschule
4.6 Wichtigste Erkenntnisse
5 Schulische Lernschwierigkeiten
5.1 Definition
5.2 Ursachen
5.2.1 Risikokinder
5.3 Übergänge – potenziell riskante Situationen
5.4 Prävention gravierender Lernschwierigkeiten
5.4.1 Ebenen der Prävention
5.4.1.1 Primäre Prävention
5.4.1.2 Sekundäre Prävention
5.4.1.3 Tertiäre Prävention
5.5 Vorschulische Förderung
5.5.1 Wirksamkeit vorschulischer Lernförderung
5.6 Wichtigste Erkenntnisse
6 Synthese
6.1 Konzept Schulfähigkeit und Übergang Kindergarten – Grundschule
6.1.1 Aktuelles Konzept der Schulfähigkeit
6.1.1.1 Verknüpfung Konzept Schulfähigkeit und Übergang Kindergarten – Grundschule
6.2 Übergang Kindergarten – Grundschule und Prävention Lernschwierigkeiten
6.2.1 Der Übergang als potenziell riskante Situation
6.2.2 Berücksichtigung der Risikokinder im Übergang
6.2.2.1 Umsetzung der Prävention in der Einschulungspraxis
6.3 Konzept Schulfähigkeit und Prävention Lernschwierigkeiten
6.4 Rolle und Auftrag sonderpädagogischer Förderung
6.4.1 Sonderpädagogische Förderung und Konstrukt der Schulfähigkeit
6.4.2 Sonderpädagogische Förderung und Prävention von Lernschwierigkeiten
6.4.2.1 Sonderpädagogische Förderung und Übergang Kindergarten – Grundschule
7 Beantwortung der Fragestellungen
7.1 Beantwortung der Hauptfragestellung 1
7.1.1 Beantwortung der Unterfragen
7.1.2 Beantwortung der Hauptfragestellung 1
7.2 Beantwortung der Hauptfragestellung 2
8 Reflexion
8.1 Arbeitsprozess und forschungsmethodisches Vorgehen
8.2 Grenzen und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung, inwiefern sonderpädagogische Förderung zur Prävention von schulischen Lernschwierigkeiten beitragen kann, indem die Themenfelder „Konzept der Schulfähigkeit“, „Übergang Kindergarten – Grundschule“ und „Prävention von Lernschwierigkeiten“ miteinander verknüpft werden. Die Masterarbeit analysiert die theoretischen Grundlagen und Strukturen, um daraus Ansatzpunkte für die sonderpädagogische Praxis im Förderschwerpunkt Lernen abzuleiten.
3.1.2 Konzept der Schulreife nach Artur Kern
Der Studienrat Artur Kern erregte 1951 mit seinem Buch „Sitzenbleiberelend und Schulreife – ein psychologisch-pädagogischer Beitrag zu einer inneren Reform der Grundschule“ (Kern, 1951) großes Aufsehen und entfachte eine bildungspolitische Diskussion. Anlass für seine Überlegungen war die zu der Zeit sehr hohe Quote der Sitzenbleiber. Gut ein Drittel aller Schülerinnen und Schüler wurde während seiner achtjährigen Schullaufbahn nicht versetzt. Die Zahlen in der ersten Klasse waren dabei besonders hoch. Kern sah als Ursache nicht die mangelnde Begabung, was bis anhin als Grund angenommen wurde, sondern eine fehlende Reife zum Zeitpunkt des Schuleintritts.
Dies spiegelt sich auch in einer seiner bekanntesten Aussagen wider: „… jedes Kind, extrem schwache Begabung (Idiotie und Imbezilität ausgenommen), erreicht im Laufe seiner Entwicklung einmal eine Entwicklungsphase, der jenes Leistungsgefüge zugeordnet ist, das als Voraussetzung für ein erfolgreiches Durchlaufen der Schule angesetzt werden muss. Das eine Kind kommt lediglich früher, das andere später zu diesem Entwicklungszeitpunkt“ (Kern, 1951, S.67; zit. nach Knörzer, Grass & Schumacher, 2007, S.118) Seine Hypothese war, dass eine Verringerung der Quote der Sitzenbleiber nur möglich ist, wenn die Kinder zu einem Zeitpunkt eingeschult werden, an dem sie „reif“ für die Schule sind (Knörzer et al., 2007).
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen beim Schuleintritt und die Relevanz frühzeitiger Prävention von Lernschwierigkeiten im Förderschwerpunkt Lernen.
2 Methodisches Vorgehen: Es wird der Aufbau der Literaturarbeit beschrieben, die auf der Analyse theoretischer Grundlagen zu den Kernbereichen Schulfähigkeit, Übergang und Prävention basiert.
3 Das Konzept Schulfähigkeit: Das Kapitel beleuchtet die historische und theoretische Entwicklung vom Reifebegriff hin zu einem multidimensionalen, konstruktivistischen Konzept der Schulfähigkeit.
4 Übergang Kindergarten – Grundschule: Es werden die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Kooperation zwischen den Bildungsinstitutionen in Baden-Württemberg analysiert, inklusive relevanter Projekte und Maßnahmen.
5 Schulische Lernschwierigkeiten: Das Kapitel definiert Lernschwierigkeiten, identifiziert Ursachen und Risikokinder und stellt verschiedene Ebenen der Prävention sowie vorschulische Fördermaßnahmen vor.
6 Synthese: Die zentralen Erkenntnisse der Theoriekapitel werden verknüpft, um die Interdependenzen zwischen Schulfähigkeit, Übergangsgestaltung, Prävention und sonderpädagogischer Förderung herauszuarbeiten.
7 Beantwortung der Fragestellungen: Hier werden die Forschungsfragen auf Basis der Synthese beantwortet und die Rolle der Sonderpädagogik konkretisiert.
8 Reflexion: Der Arbeitsprozess und die Grenzen der Literaturarbeit werden reflektiert und Möglichkeiten für zukünftige Forschungsansätze aufgezeigt.
Schulfähigkeit, Übergang Kindergarten – Grundschule, Lernschwierigkeiten, Sonderpädagogik, Prävention, Frühförderung, Schulleistungsversagen, Kooperation, Inklusion, Förderschwerpunkt Lernen, Schuleingangsdiagnostik, Risikokinder, Bildungsbiografie, Transition, Bildungsstandards.
Die Arbeit untersucht, wie durch eine gezielte sonderpädagogische Förderung der Schulfähigkeit präventiv verhindert werden kann, dass Kinder beim Übergang von der Kita in die Grundschule Lernschwierigkeiten entwickeln.
Die zentralen Themenfelder sind das moderne Verständnis von Schulfähigkeit, die Gestaltung des Übergangs zwischen Kindergarten und Grundschule sowie die Möglichkeiten und Ebenen der Prävention schulischer Lernschwierigkeiten.
Das Hauptziel besteht darin, die drei Bereiche „Konzept der Schulfähigkeit“, „Übergang Kindergarten – Grundschule“ und „Prävention von Lernschwierigkeiten“ zu verknüpfen, um Ansatzpunkte für die sonderpädagogische Praxis abzuleiten.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die bestehende Konzepte, Studien und rechtliche Rahmenbedingungen analysiert, vergleicht, beschreibt und synthetisiert.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen zur Schulfähigkeit, die Übergangsstrukturen in Baden-Württemberg sowie Definitionen, Ursachen und Präventionsmöglichkeiten von Lernschwierigkeiten ausführlich dargestellt.
Wichtige Begriffe sind Schulfähigkeit, sonderpädagogische Förderung, Übergangsbewältigung, Prävention, Risikokinder und Kooperation zwischen den Bildungsinstitutionen.
Die Arbeit zeigt, dass Schulfähigkeit als ein Prozess verstanden wird, der im Zusammenspiel aller beteiligten Systeme (Kind, Eltern, Kita, Schule) ko-konstruiert wird; eine gelingende Kooperation ist daher entscheidend für die Passung und den reibungslosen Übergang.
Sie dient in der modernen Schuleingangsdiagnostik nicht der Selektion, sondern als Frühwarnsystem, um Entwicklungsgefährdungen rechtzeitig zu identifizieren und passende Fördermaßnahmen für einen gelingenden Schulstart einzuleiten.
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