Magisterarbeit, 2007
134 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Elektronische Programmführer: Teilbereich des digitalen Fernsehens
2.1 Der Teletext als Ursprung des Elektronischen Programmführers
2.2 Von der anlogen Signalverbreitung zur digitalen Fernsehtechnik
2.3 Entwicklung und Einführung neuer Standards, Geräte und Dienste
2.4 Status Quo des Digitalisierungsprozesses
2.5 Bedeutung der Digitalisierung für Fernsehsender
3. Elektronische Programmführer: Differenzierung und Funktionalitäten
3.1 Begriffsklärung
3.2 Typen elektronischer Benutzerführungssysteme
3.2.1 Basis- oder SI-Navigator
3.2.2 EPG-Navigator
3.2.3 Bouquet- oder Programm-EPG
3.2.4 Portal/Walled Garden
3.2.5 EPGs unabhängiger Dritter
3.2.6 Interactive Programme Guide (IPG)
3.3 Technische Übertragung und Funktionsweise
3.4 Features und Funktionalitäten
3.5 Design und Benutzerführung
4. Elektronische Programmführer: Ökonomische Perspektive
4.1 Geschäfts- und Erlösmodelle
4.2 Marktakteure
4.2.1 Plattform- und Netzbetreiber
4.2.2 Pay-TV-Anbieter
4.2.3 Gerätehersteller
4.2.4 Unabhängige Dritte
4.2.5 Free-TV-Veranstalter
5. Elektronische Programmführer: Nutzer und Nutzungsverhalten
5.1 Nutzung ausgewählter Programminformationsmedien
5.1.1 Programmzeitschriften
5.1.2 Teletext
5.2 EPGs als Faktor der Programmauswahlentscheidung
5.3 Internationale Erfahrungen zur Nutzung und Bewertung von EPGs
5.4 In Deutschland zu erwartendes Nutzungsverhalten
6. Elektronische Programmführer: Regulierungsansätze
6.1 Rechtlicher Rahmen der EPG-Regulierung
6.2 Am Regulierungsprozess beteiligte Akteure und Institutionen
6.3 Regulierungsansätze vor dem Hintergrund potenzieller Diskriminierung
6.3.1 Zugang zum Navigationssystem
6.3.2 Platzierung innerhalb der Programmliste
6.3.3 Navigation und Benutzerführung
6.3.4 Features & Funktionalitäten
6.4 Kritische Würdigung des Regulierungskonzepts
7. Free-TV: EPG-bedingte Wettbewerbssituation
7.1 Risiken
7.2 Chancen
7.3 Wettbewerbsstrategien
7.3.1 Formulierung konkreter Anforderungen an Navigatoren
7.3.2 Kostenpflichtigkeit und Zustimmung bei der Nutzung von Programmankündigungsmaterialen
7.3.3 Eigene EPG-Applikationen
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen von Elektronischen Programmführern (EPG) auf die Wettbewerbssituation im deutschen Free-TV-Markt. Dabei liegt der Fokus auf der Identifikation der Chancen und Risiken, die sich für Rundfunkveranstalter durch die zunehmende Bedeutung dieser Navigationssysteme bei der Programmauswahl ergeben.
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
Hat ein Fernsehzuschauer nur wenige Programme zur Auswahl schaut er meist was gerade läuft. Mehr als 30 Kanäle im Angebot erlauben bereits eine gezieltere Auswahl, doch steigert ein größeres Angebot gleichzeitig das Bedürfnis nach Orientierung.
Was kommt jetzt? Was läuft gleich? Wer spielt mit?
Antworten auf diese Fragen geben eine der vielen am Markt erhältlichen Programmzeitschriften, der Teletext und die Programmseite der Tageszeitung. Doch wie wählt der Zuschauer aus, wenn die Zahl der verfügbaren Kanäle und Dienste bald auf mehrere hundert Kanäle steigt? Klar ist, selbst die umfangreichste Programmzeitschrift kann bei so viel Vielfalt kaum mehr eine umfassende Orientierungshilfe bieten.
Die Begriffe Electronic Programme Guide (EPG), Elektronischer Programmführer, TV-Guide, Navigationssystem, Navigator, Navigationshilfe, Benutzerführungssystem bezeichnen alle die gleiche, neue Art von Programmzeitschrift, welche zukünftig auf elektronischem Weg die Aufgabe der Programminformation übernehmen soll. Noch sind Elektronische Programmführer in deutschen Haushalten unterrepräsentiert, doch werden sie spätestens, wenn das analoge Fernsehen gemäß den Vorgaben der Bundesregierung bis zum Jahr 2010 abgeschaltet ist, eine an Bedeutung gewinnende Rolle im Rahmen der öffentlichen Kommunikation spielen.
Allerdings beschränken sich Navigationssysteme nicht in ihrer Aufgabe als Such- und Auswahlhilfe. Wesentlich ist, dass diese Systeme eine ganz und gar neue Rezeptionsebene in der Rundfunkkommunikation darstellen. Eine Ebene, die der Fernsehzuschauer zunächst durchschreiten muss, bevor er Zugang zum gewünschten Programmangebot erhält. Aus diesem Umstand wird die Schlüsselrolle, die ein Anbieter von Navigationssystemen künftig einnimmt bereits deutlich, denn Navigationssysteme verkörpern „(…) einen Flaschenhals, [dem] aus zwei Perspektiven große Relevanz zukommt.“ Zum einen sind sie das Tor durch das der Zuschauer Zugang zu den Fernseh-, Hörfunk- und Datendiensten des Programmveranstalters bekommt, zum anderen sind sie der Weg den Rundfunk- und Diensteveranstalter zu ihren Rezipienten durchlaufen müssen.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der steigenden Programmvielfalt und Darstellung der Zielsetzung der Arbeit.
2. Elektronische Programmführer: Teilbereich des digitalen Fernsehens: Analyse der technischen Rahmenbedingungen und der Entwicklung digitaler Übertragungsstandards.
3. Elektronische Programmführer: Differenzierung und Funktionalitäten: Systematische Einordnung verschiedener EPG-Typen und Erläuterung ihrer technischen Funktionsweise sowie Features.
4. Elektronische Programmführer: Ökonomische Perspektive: Untersuchung der Geschäftsmodelle und der Interessen der beteiligten Marktakteure.
5. Elektronische Programmführer: Nutzer und Nutzungsverhalten: Analyse des Einflusses von EPGs auf das Auswahlverhalten der Zuschauer im Vergleich zu traditionellen Medien.
6. Elektronische Programmführer: Regulierungsansätze: Diskussion des rechtlichen Rahmens und potenzieller Gefahren einer Benachteiligung von Inhalten durch EPG-Betreiber.
7. Free-TV: EPG-bedingte Wettbewerbssituation: Zusammenfassende Bewertung der Risiken und Chancen sowie Ableitung konkreter Wettbewerbsstrategien für Free-TV-Anbieter.
8. Fazit: Zusammenfassende Einordnung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Thematik.
Elektronischer Programmführer, EPG, Digitalfernsehen, Free-TV, Wettbewerbssituation, Programmauswahl, Navigationssystem, Benutzerführung, Medienregulierung, DVB, Programmveranstalter, Internet Protocol Television, Pay-TV, Senderloyalität, Zuschauerverhalten
Die Arbeit untersucht, wie elektronische Programmführer (EPG) die Wettbewerbsverhältnisse auf dem deutschen Free-TV-Markt verändern, insbesondere im Hinblick auf ihre Funktion als Navigationsinstrumente für den Zuschauer.
Die Themen umfassen technische Grundlagen, ökonomische Geschäftsmodelle, psychologische Aspekte des Zuschauerverhaltens, medienrechtliche Regulierungsfragen und strategische Optionen für Fernsehsender.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, welche Chancen und Risiken für Free-TV-Anbieter durch die Nutzung von EPGs entstehen und wie diese Anbieter auf die veränderte Marktsituation reagieren können.
Die Arbeit nutzt eine umfassende Literatur- und Quellenanalyse, bezieht internationale Erfahrungen (insbesondere aus den USA und Großbritannien) ein und verknüpft diese mit dem theoretischen Modell der Fernsehprogrammauswahl von Webster und Wakshlag.
Im Zentrum steht die detaillierte Analyse der Schnittstelle zwischen der EPG-Technik (Navigation, Features) und deren Auswirkungen auf die Auffindbarkeit von Sendern sowie die Diskussion über notwendige regulatorische Eingriffe, um eine faire Chancengleichheit zu gewährleisten.
Wichtige Begriffe sind EPG, Digitalisierung, Navigationssysteme, Medienregulierung, Zuschauerbindung, Programmvielfalt und Wettbewerbsstrategien.
Die Arbeit betont, dass die Platzierung eines Kanals in der Programmliste maßgeblich den publizistischen Erfolg beeinflusst, da Zuschauer dazu neigen, sich auf das zu konzentrieren, was einfach und prominent auffindbar ist.
Diese werden als geschlossene Portale innerhalb digitaler Plattformen beschrieben, die das Potenzial haben, den Zugriff auf externe Inhalte zu steuern und somit Wettbewerber diskriminieren können.
Es wird festgestellt, dass Free-TV-Anbieter ihre Strategien anpassen müssen, um nicht an Relevanz zu verlieren, und dass die EPG-Entwicklung für sie eine strategische Chance zur direkten Kundenbeziehung darstellt.
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