Diplomarbeit, 2007
89 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Rassebeschreibung: Duroc Schwein
3 Die Bedeutung des Durocs in Deutschland
3.1 Die aktuelle Diskussion um Duroc-Kreuzungen in Deutschland
3.2 Der Einsatz von Duroc-Schweinen in der deutschen Schweineproduktion
3.3 Diskussion zur Bedeutung des Durocs in Deutschland
4 Der Einsatz von Duroc-Schweinen in der Schweineproduktion anderer Länder
4.1 Kanada
4.1.1 Art und Umfang des Duroc-Einsatzes in Kanada
4.1.2 Das Kanadische Duroc und seine züchterische Bearbeitung
4.2 Dänemark
4.2.1 Art und Umfang des Duroc-Einsatzes in Dänemark
4.2.2 Das Dänische Duroc und seine züchterische Bearbeitung
4.3 Schweiz
4.3.1 Art und Umfang des Duroc-Einsatzes in der Schweiz
4.3.2 Leistungsstand, Zuchtziele und Selektion in der Schweiz
4.4 Spanien
4.5 Diskussion zum Duroc-Einsatz in der Schweineproduktion anderer Länder
5 Ausgewählte Qualitätsmerkmale von Duroc-Kreuzungen im Vergleich zu Kreuzungen anderer Rassen
5.1 Mastleistung
5.2 Schlachtkörperzusammensetzung
5.2.1 Muskelfleischanteil
5.2.2 Fleisch-Fett-Verhältnis
5.3 Fleischbeschaffenheit
5.3.1 Intramuskulärer Fettgehalt
5.3.2 Tropfsaftverlust, pH-Wert und Leitfähigkeit
5.4 Diskussion zu ausgewählten Qualitätsmerkmalen von Duroc-Kreuzungen
6 Eigene Ergebnisse
6.1 Material und Methoden
6.2 Ergebnisse
6.2.1 Mastleistung
6.2.2 Schlachtkörperzusammensetzung
6.2.3 Fleischbeschaffenheit
6.2.4 Ökonomische Kennzahlen
6.3 Diskussion der eigenen Ergebnisse
7 Abschließende Diskussion
8 Ausblick
9 Zusammenfassung
Die Diplomarbeit untersucht die Eignung der Schweinerasse Duroc für die Mastschweineerzeugung, insbesondere im Hinblick auf deren Auswirkungen auf Qualitätsmerkmale wie Fleischbeschaffenheit und die daraus resultierende ökonomische Rentabilität für Schweinemäster im Vergleich zu konventionellen Rassen wie Piétrain.
3.1 Die aktuelle Diskussion um Duroc-Kreuzungen in Deutschland
In Deutschland hat Schweinefleisch den höchsten Anteil am Gesamtfleischaufkommen. Ungefähr die Hälfte des erschlachteten Schweinefleisches wird als Frischfleisch vermarktet, die restlichen 50 % zu Fleisch- und Wurstwaren verarbeitet. Das Produktionsziel der landwirtschaftlichen Schweinehaltung orientiert sich stets an den Marktansprüchen und Erzeugerkosten. Die Bestimmung der Marktansprüche erfolgt über den Konsumenten. Diese spiegeln sich in der Bewertung der Schlachtschweine durch den Abnehmer (Schlachthöfe) wieder und werden so dem Erzeuger signalisiert (LENGERKEN und WICKE 2006).
Seit Ende des Zweiten Weltkrieges stieg zunächst die Nachfrage nach energiereichen Nahrungsmitteln, also tierischen Fetten und Fleisch. Später wurde zunehmend mageres Fleisch nachgefragt. Dadurch stieg auch der Bedarf an wertvollen Fleischstücken, die sich zum Kurzbraten eignen, wie z.B. Kotelett oder Schnitzel, welches aus dem Schinken geschnitten wird (KALLWEIT 1978). Infolgedessen kam es zu einer Umzüchtung vom Fett-Fleischschwein (ca. 40 bis 50 % Fettanteil) zu Fleischschweinen mit weniger als 30 % Fettanteil am Schlachtkörper. Dieser enorme Druck auf die Schweinezucht zur Erhöhung des Magerfleischanteils brachte jedoch einen Merkmalsantagonismus hervor. So wurden die Fleischschweine empfindlicher gegenüber verschiedenen Umweltbedingungen, wie zum Beispiel hohe Umgebungstemperaturen und psychische Belastungen wie Stress durch Rangordnungskämpfe, Umstallungsaktionen oder Transporte. Die genetische Prädisposition für „Stressempfindlichkeit“ bringt Verluste während Aufzucht und Transport sowie Fleischqualitätsmängel im Sinne von PSE- und DFD-Fleisch mit sich, die vom Abnehmer bzw. Konsumenten nicht erwünscht sind (LENGERKEN und WICKE 2006).
1 Einleitung: Einführung in die Veränderung des Konsumverhaltens und die damit verbundene Bedeutung von Fleischqualität, insbesondere des intramuskulären Fetts, sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2 Rassebeschreibung: Duroc Schwein: Detaillierte Darstellung der historischen Herkunft, des Phänotyps und der rassetypischen Eigenschaften des Duroc-Schweins.
3 Die Bedeutung des Durocs in Deutschland: Analyse der aktuellen Marktsituation, der züchterischen Herausforderungen und des Einsatzes der Duroc-Rasse in der deutschen Schweineproduktion.
4 Der Einsatz von Duroc-Schweinen in der Schweineproduktion anderer Länder: Überblick über die erfolgreiche Integration des Duroc-Ebers in die Schweinezucht in Kanada, Dänemark, der Schweiz und Spanien.
5 Ausgewählte Qualitätsmerkmale von Duroc-Kreuzungen im Vergleich zu Kreuzungen anderer Rassen: Wissenschaftliche Betrachtung von Mastleistung, Schlachtkörpermerkmalen und Fleischqualitätsparametern im Rassenvergleich.
6 Eigene Ergebnisse: Darstellung und Auswertung der erhobenen Daten aus der Leistungsprüfungsanstalt Frankenforst bezüglich Mastleistung, Schlachtkörperqualität und ökonomischer Kennzahlen.
7 Abschließende Diskussion: Synthese der Ergebnisse aus Sicht von Produzent, Handel und Verbraucher sowie Einordnung in den Kontext der aktuellen Vermarktungsmasken.
8 Ausblick: Einschätzung der zukünftigen Bedeutung von Qualitätsmerkmalen in der Schweinezucht und der Rolle von Duroc-Kreuzungen.
9 Zusammenfassung: Zusammenfassende Betrachtung der Eignung des Duroc-Schweins als Kreuzungspartner in der heutigen Schweinefleischerzeugung.
Duroc, Schweinefleischqualität, Mastleistung, Magerfleischanteil, intramuskulärer Fettgehalt, Fleisch-Fett-Verhältnis, Deckungsbeitragsrechnung, Piétrain, Schlachtkörperzusammensetzung, Tropfsaftverlust, Stressempfindlichkeit, Schweineproduktion, Kreuzungszucht, Markenfleischprogramme, Ökonomische Kennzahlen
Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen der Rasse Duroc in Kreuzungsprogrammen auf verschiedene Qualitätsmerkmale des Fleisches sowie deren ökonomische Effekte in der Mastschweineerzeugung.
Im Fokus stehen die Fleischbeschaffenheit (insbesondere intramuskuläres Fett und Tropfsaftverlust), die Mastleistung, die Schlachtkörperzusammensetzung und die wirtschaftliche Rentabilität.
Das Ziel ist es, die Eignung des Duroc-Schweins als Endstufeneber zu bewerten und die Vor- und Nachteile gegenüber den in Deutschland dominierenden Piétrain-Ebern sowohl qualitativ als auch ökonomisch aufzuzeigen.
Es werden Literaturanalysen zur internationalen Zuchtsituation durchgeführt sowie eigene erhobene Daten aus einer Stationsprüfung (Leistungsprüfungsanstalt Frankenforst) mittels statistischer Tests (t-Test, Wilcoxon-Test) ausgewertet.
Der Hauptteil analysiert die rassetypischen Eigenschaften des Duroc, vergleicht internationale Zuchtmodelle, bewertet wissenschaftlich die Fleischqualitätsparameter und führt eine detaillierte Deckungsbeitragsrechnung auf Basis aktueller Abrechnungsmodelle durch.
Zu den zentralen Begriffen gehören Duroc-Kreuzungen, intramuskulärer Fettgehalt (IMF), Fleischbeschaffenheit, Muskelfleischanteil und Deckungsbeitrag.
Duroc-Nachkommen zeigen eine signifikant bessere Fleischqualität, insbesondere bei den Parametern intramuskulärer Fettgehalt und Tropfsaftverlust, während sie beim Muskelfleischanteil unterlegen sind.
Obwohl Duroc-Kreuzungen qualitative Vorteile bieten, erzielen sie aufgrund des derzeitigen Abrechnungssystems, das primär auf Muskelfleischanteil und Schlachtgewicht basiert, einen geringeren Deckungsbeitrag als die fleischbetonteren Piétrain-Kreuzungen.
Aufgrund des steigenden Anteils an Convenience-Produkten wächst der Bedarf an Fleisch mit hoher sensorischer Qualität, was den Druck erhöht, Fleischbeschaffenheitsmerkmale stärker in die Zuchtarbeit und Bezahlungssysteme zu integrieren.
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