Bachelorarbeit, 2019
71 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Das Eurosystem und die Europäische Zentralbank
2.1 Europäische Wirtschafts- und Währungsunion
2.1.1 Historische Entwicklung
2.1.2 Konvergenzkriterien
2.2 Organisatorischer Aufbau der Europäischen Zentralbank
2.2.1 EZB-Rat
2.2.2 EZB-Direktorium
2.2.3 Erweiterter EZB-Rat
2.3 Grundsätze, Ziele und Aufgaben der EZB
2.3.1 Unabhängigkeit
2.3.2 Preisniveaustabilität
2.3.3 Grundlegende Aufgaben
3. Federal Reserve System
3.1 Historische Entwicklung des Federal Reserve Systems
3.2 Organisatorischer Aufbau der Federal Reserve
3.2.1 Board of Governors
3.2.2 Federal Open Market Committee (FOMC)
3.2.3 Federal-Reserve-Banken (FRB)
3.3 Ziele und Aufgaben der Federal Reserve
3.3.1 Zielvorstellungen und Unabhängigkeit im Vergleich zum Eurosystem
3.3.1 Aufgabenfelder
4. Instrumente der Geldpolitik
4.1 Mindestreserven im Vergleich
4.1.1 Mindestreserve der EZB
4.1.1 Mindestreserve der Fed
4.2 Offenmarktpolitik im Vergleich
4.2.1 Offenmarktpolitik der EZB
4.1.2 Offenmarktpolitik der Fed
4.3 Ständige Fazilitäten der EZB
4.4 Diskontpolitik der Fed
5. Geldmarktsteuerung der Zentralbanken
5.1 Tagesgeldsatz als operatives Ziel
5.2 Die Taylor-Regel
5.3 Transmissionsmechanismen der Geldpolitik
5.3.1 Zinskanal
5.3.2 Wechselkurskanal
5.3.3 Vermögenskanal
5.3.4 Kreditkanal
5.4 Transmissionsprobleme in der Europäischen Währungsunion
6. Die Weltfinanzkrise ab 2008
6.1 Die US-amerikanische Geldpolitik Anfang der 2000er Jahre – Ursprung der Weltfinanzkrise ab 2008
6.2 Der US-amerikanische Immobilienboom – Ursache der Weltfinanzkrise ab 2008
6.3 Der Ausbruch der Weltfinanzkrise ab 2008
7. Die Geldpolitik der EZB und Fed von 2008 bis 2018 im Vergleich
7.1 Die Geldpolitik der EZB
7.1.1 Unkonventionelle Maßnahmen der EZB
7.1.2 Konventionelle Maßnahmen der EZB
7.2 Geldpolitische und volkswirtschaftliche Kennzahlen
7.3 Die Geldpolitik der Fed
7.3.1 Unkonventionelle Maßnahmen der Fed
7.3.2 Konventionelle Maßnahmen der Fed
7.4 Zusammenfassung der geldpolitischen Auswirkungen im Zeitreihenvergleich
8. Ergebnisdarlegung
8.1 Strukturelle Unterschiede der EZB und der Fed
8.2 Geldpolitische Unterschiede in der Zeitreihe von 2008 bis 2018
8.3 Zukunftsausblick der Geldpolitik beider Zentralbanken
9. Quellen
9.1 Literaturverzeichnis
9.2 Internetquellen
Die vorliegende Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, einen kritischen Vergleich zwischen dem Eurosystem der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Federal Reserve System (Fed) der USA im Hinblick auf deren Handlungen während der Finanzkrise ab 2008 bis zum Jahr 2018 zu ziehen. Dabei werden sowohl die organisatorischen Strukturen und Grundsätze als auch die operativen geldpolitischen Maßnahmen untersucht, um zu analysieren, wie effektiv die Zentralbanken auf die Krise reagiert haben und welche Auswirkungen dies auf die jeweiligen Volkswirtschaften hatte.
2.3.2 Preisniveaustabilität
Die Preisniveaustabilität ist, wie bereits eingangs erwähnt, das vorrangige Ziel des Eurosystems. Dieses übergeordnete Ziel soll verhindern, dass es zu deflationären oder stark inflationären Entwicklungen kommt, die negative Auswirkungen auf die Volkswirtschaften der Europäischen Union mit sich brächten. Eine hohe Inflation führt zu einer Aufwärtsspirale der Preise und einem Vertrauensverlust in die Währung, die dementsprechend schnell an Wert verliert. Eine Deflation ist ein lang anhaltender Rückgang des Preisniveaus über jegliche Wirtschaftsgüter hinweg. Aus volkswirtschaftlicher Sicht führt diese Abwärtsspirale zu einer Abnahme der Investitionen, da weitere Rückgänge erwartet werden und eine Investition in der Zukunft günstiger erscheint. Die sinkende Nachfrage nach Gütern führt dazu, dass die Arbeitslosigkeit steigt und sich das Wirtschaftswachstum verlangsamt. Dementsprechend sind die Folgen für eine Volkswirtschaft bei deflationären Entwicklungen verheerend. Darüber hinaus ist der Handlungsspielraum der Geldpolitik asymmetrisch, was Gegenmaßnahmen in einer Deflation erschwert. Bei einer Inflation können die Zinssätze theoretisch unbegrenzt angehoben werden, wohingegen bei einer Deflation die Null-Linie eine Grenze darstellt und die Gegenmaßnahmen einer Zentralbank limitiert. Aufgrund dessen muss die Zentralbank bei einer Deflation auf unkonventionelle Maßnahmen, wie Quantitative Easing und längerfristige Refinanzierungsgeschäfte, zurückgreifen.
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Problemstellung und die Zielsetzung der Arbeit vor, welche einen Vergleich der Handlungen von EZB und Fed von 2008 bis 2018 beinhaltet.
2. Das Eurosystem und die Europäische Zentralbank: Dieses Kapitel behandelt die historische Entwicklung, den organisatorischen Aufbau sowie die Ziele und Aufgaben der EZB und des Eurosystems.
3. Federal Reserve System: Hier werden die historische Entwicklung, der Aufbau sowie die Ziele und Aufgaben der amerikanischen Federal Reserve dargestellt.
4. Instrumente der Geldpolitik: Das vierte Kapitel vergleicht die operativen Instrumente der beiden Zentralbanken, insbesondere Mindestreserven, Offenmarktgeschäfte und Fazilitäten.
5. Geldmarktsteuerung der Zentralbanken: Es wird die Steuerung über den Tagesgeldsatz, die Taylor-Regel sowie die Transmissionsmechanismen und damit verbundene Probleme erläutert.
6. Die Weltfinanzkrise ab 2008: Dieses Kapitel analysiert die Ursachen und den Ausbruch der Weltfinanzkrise ab 2008, ausgehend von der vorangegangenen US-Geldpolitik.
7. Die Geldpolitik der EZB und Fed von 2008 bis 2018 im Vergleich: Es folgt ein detaillierter Vergleich der konventionellen und unkonventionellen Maßnahmen beider Zentralbanken im Krisenzeitraum sowie der Kennzahlen.
8. Ergebnisdarlegung: Das Fazit stellt die strukturellen und geldpolitischen Unterschiede zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Geldpolitik.
9. Quellen: Das Kapitel führt das vollständige Literaturverzeichnis und die verwendeten Internetquellen auf.
Geldpolitik, Europäische Zentralbank, EZB, Federal Reserve, Fed, Weltfinanzkrise, Zinspolitik, Quantitative Easing, Preisniveaustabilität, Transmissionsmechanismen, Taylor-Regel, Offenmarktpolitik, Krisenmanagement, Leitzins, Konvergenzkriterien.
Die Arbeit befasst sich mit einem kritischen Vergleich der geldpolitischen Entscheidungen und Handlungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Federal Reserve Systems (Fed) in der Zeitspanne von 2008 bis 2018.
Zentrale Themen sind die organisatorischen Strukturen der Zentralbanksysteme, die operativen Instrumente der Geldpolitik, die Rolle der Zentralbanken bei der Bewältigung der Weltfinanzkrise ab 2008 sowie der Vergleich der verschiedenen konventionellen und unkonventionellen Maßnahmen.
Das Hauptziel ist zu analysieren, wie sich die EZB und die Fed in ihrem Krisenmanagement unterscheiden, welche spezifischen Maßnahmen ergriffen wurden, wie erfolgreich diese waren und welche volkswirtschaftlichen Auswirkungen sich daraus ergaben.
Der Autor stützt sich auf eine umfassende Literaturanalyse, wertet geldpolitische Beschlüsse und wissenschaftliche Artikel aus und führt einen Zeitreihenvergleich der geldpolitischen Entscheidungen sowie eine Gegenüberstellung relevanter volkswirtschaftlicher Kennzahlen durch.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Strukturen (Kapitel 2 & 3), die operativen Instrumente (Kapitel 4 & 5), die Entstehung der Weltfinanzkrise (Kapitel 6) und den detaillierten Zeitreihenvergleich der Maßnahmen (Kapitel 7).
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Geldpolitik, Krisenmanagement, Quantitative Easing, Preisniveaustabilität, Leitzins und Transmissionsmechanismen geprägt.
Die Arbeit beschreibt die Forward Guidance als ein Instrument der Kommunikation, das insbesondere von der Fed frühzeitig (2008) und später von der EZB (2013) genutzt wurde, um Erwartungen zu lenken und für mehr Planbarkeit in der Geldpolitik zu sorgen.
Während die EZB eine klare Fokussierung auf die Preisniveaustabilität verfolgt, ist die Fed einer Mehrzielorientierung verpflichtet, die neben der Preisstabilität auch die Förderung einer hohen Beschäftigungsquote und moderate langfristige Zinsen umfasst.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

