Bachelorarbeit, 2020
51 Seiten, Note: 1,0
I. Einleitung
II. Begriffsklärung
1. „ältere“
2. „deutsche“
3. „Literatur“
III. Ausgangslage
1. (Zukünftige) Lehrer
2. SuS
3. Fachanforderungen
4. Relevanz für den kompetenzorientierten Unterricht
IV. Ansätze
1. Sprachgeschichtlicher Ansatz
2. Literaturdidaktischer Ansatz - Exemplarisch: Thema des Helden
3. Genderansatz
4. Regionalitätsansatz
V. Fazit
Die Arbeit untersucht kritisch die Möglichkeiten und Methoden, ältere deutsche Literatur erfolgreich in den modernen Deutschunterricht der Sekundarstufen I und II zu integrieren, um deren vermeintlich veralteten Ruf entgegenzuwirken und das Interesse der Schülerinnen und Schüler zu fördern.
I. Einleitung
Das Mittelalter an sich ist in unserer Zeit erstaunlich beliebt. Das gilt sowohl für die Erwachsenen als auch für die Schüler und Schülerinnen. Filme, Computerspiele, Mittelaltermärkte, Brettspiele und noch vieles mehr mit dieser Thematik erfreut sich großer Beliebtheit. Der Kontakt damit fängt schon im frühen Kindesalter an, mit Spielzeugen wie Ritterfiguren, Prinzessinnenkostümen, u.ä., kurzum: „Überall ist Mittelalter“, wie der Historiker Horst Fuhrmann es in einem einprägenden Titel formulierte. Doch wenn es schon so beliebt und geradezu allgegenwärtig ist, warum ist dann ausgerechnet die mittelalterliche Literatur so rar im Schulunterricht geworden?
Bereits 2006 wurde gewarnt, dass nicht nur die literarischen Texte, sondern Mediävistik an sich völlig aus dem schulischen Kontext verschwinden könnten. Interessanterweise gab es eine ähnliche Lage in den 1960ern. Selbst nachdem ein Jahrzehnt später zunehmend ältere deutsche Literatur in die Lehrpläne eingeführt wurden, so blieb sie dennoch unbeliebt, mit Einwänden wie „zu aufwendig“, „zu uninteressant“, „zu schwierig“. Neben diesen Gründen werden heutzutage häufig auch der Mangel des Fachwissens der Lehrkräfte und Mangel an Unterrichtsmaterial als Argumente gegen den Einsatz älterer Literatur in der Schule benutzt.
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Diskrepanz zwischen der Beliebtheit des Mittelalters in der Populärkultur und dessen seltener Präsenz im Deutschunterricht.
II. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe „ältere“, „deutsche“ und „Literatur“, um den Untersuchungsgegenstand präzise einzugrenzen.
III. Ausgangslage: Die aktuelle Situation in Schulen wird analysiert, wobei die Einstellungen von Lehrkräften und Schülern sowie die Anforderungen der Lehrpläne kritisch beleuchtet werden.
IV. Ansätze: Es werden vier didaktische Methoden vorgestellt – sprachgeschichtlich, literaturdidaktisch, Gender- und Regionalitätsansatz –, die einen gewinnbringenden Einsatz älterer Texte ermöglichen.
V. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass ältere deutsche Literatur im Unterricht hochrelevant und motivierend einsetzbar ist, sofern die Skepsis gegenüber der Thematik abgebaut wird.
Ältere deutsche Literatur, Mittelalter, Deutschunterricht, Literaturdidaktik, Sprachgeschichte, Genderansatz, Regionalitätsansatz, Lesekompetenz, Mediävistik, Unterrichtsmaterial, Kompetenzorientierter Unterricht, Schülerinteresse, Lehrpläne, Schulische Praxis, Literaturunterricht
Die Arbeit befasst sich mit der Integration und Vermittlung älterer deutscher Literatur im modernen Deutschunterricht der Sekundarstufen I und II.
Im Fokus stehen die Analyse der aktuellen schulischen Rahmenbedingungen, die Identifikation von Hürden beim Einsatz mittelalterlicher Texte sowie die Erarbeitung didaktischer Konzepte.
Ziel ist es, die Relevanz und Umsetzbarkeit älterer deutscher Literatur nachzuweisen und konkrete Ansätze für einen modernen, schülerorientierten Unterricht zu liefern.
Die Autorin stützt sich auf eine Analyse einschlägiger Fachliteratur, aktueller empirischer Studien zu Schüler- und Lehrerinteressen sowie didaktischer Handreichungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme zur Ausgangslage an Schulen und die detaillierte Vorstellung vier verschiedener didaktischer Ansätze.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Mittelalter, Literaturdidaktik, Sprachgeschichte, Lesekompetenz und schülerorientierten Unterricht charakterisiert.
Empirische Daten zeigen, dass Schüler nach einer erfolgreichen Unterrichtsreihe das Interesse und die Qualität der vermittelten Inhalte zumeist als „gut“ bis „sehr gut“ bewerten.
Kombinationen, etwa zwischen Sprachgeschichte und dem Heldenansatz, steigern die Flexibilität und erlauben es, unterschiedliche Kompetenzen und Interessenslagen der Schüler gezielt anzusprechen.
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