Masterarbeit, 2019
91 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Erkenntnisinteresse und (persönlicher) Hintergrund
1.2 Struktur der Arbeit
2 Grundlagen und Hintergründe von Wissensmanagement
2.1 Wissen
2.1.1 Abgrenzung des Wissensbegriffs
2.1.2 Arten bzw. Kategorien von Wissen
2.1.3 Wissensträger und die organisationale Wissensbasis
2.2 Management
2.3 Wissensmanagement
2.3.1 Organisationales Lernen, Lernformen und Lernebenen
2.3.2 Wissensmanagement-Generationen
2.3.3 Der ganzheitliche Wissensmanagementansatz
2.3.4 Baustein- bzw. Kreislaufmodell des Wissensmanagements
2.3.5 Wissensumwandlung nach Nonaka und Takeuchi
2.4 Wirtschaftliches Verwaltungshandeln
2.5 Der öffentliche Dienst und seine Kommunalverwaltungen
3 Herausfordernde Rahmenbedingungen und Entwicklungen
3.1 Die Notwendigkeit der Ressource Wissen als Erfolgsfaktor
3.2 Begleitumstände von vorhandenem Wissen
3.2.1 Fehlender Überblick über vorhandenes Wissen
3.2.2 Lokale Wissensbasen bzw. Kompetenzinseln
3.2.3 Speicherprobleme bei implizitem Wissen und Kontext
3.2.4 Informations- und Kommunikationsflut
3.2.5 Veränderte Anforderungen an Organisationsmitglieder
3.3 Persönliche und organisationale Wissensflusshemmnisse
3.3.1 Herrschaftswissen
3.3.2 Ängste und Unsicherheiten der Organisationsmitglieder
3.3.3 Fehlende Motivation der Organisationsmitglieder
3.3.4 Organisationskultur und Hierarchie
3.4 Personalwirtschaftlich bedeutsame Entwicklungen
3.4.1 Die demografische Entwicklung
3.4.1.1 Ansteigender Altersdurchschnitt
3.4.1.2 Ausscheiden von Mitarbeitern
3.4.2 Veränderungen der Arbeitsbiografien
3.4.3 Neue Vielfalt der Arbeitsformen
3.4.4 Erfordernisse von Vertretung
3.5 Besonderheiten des Bereichs der Kommunalverwaltungen
3.5.1 Eine Vielzahl an Einzelorganisationen
3.5.2 Diverse individuelle Erscheinungsformen
3.5.3 Stetiger Wandel und Reformen
3.5.4 Finanzielle Restriktionen
4 Chancen und Grenzen des Wissensmanagementeinsatzes
4.1 Praxisnahe Darstellung eines ganzheitlichen Ansatzes
4.2 Berücksichtigung (theoretischer) Grundlagen
4.3 Einbeziehung der Politik und Einigung auf Messkriterien
4.4 Umsetzung im Innenverhältnis
4.4.1 Erfüllung elementarer Voraussetzungen sicherstellen
4.4.2 Sicherung von implizitem Wissen
4.4.3 Einsatz technologiebasierter Wissensmanagementtools
4.4.4 Technikunterstützung durch Menschen und Organisation
4.4.5 Wissensflussoptimierung
4.4.6 Förderung der Wissensnutzung
4.5 Benchmarking und Wissensnetzwerke
5 Handlungsempfehlung für kommunales Wissensmanagement
Die Masterarbeit untersucht die Chancen und Grenzen des Wissensmanagements als Beitrag zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit in der öffentlichen Verwaltung, insbesondere mit Fokus auf die heterogene Struktur der deutschen Kommunalverwaltungen. Ziel ist es, Lösungsansätze aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Nutzung der Ressource Wissen den Herausforderungen des demografischen Wandels und der zunehmenden Komplexität begegnet werden kann.
3.1 Die Notwendigkeit der Ressource Wissen als Erfolgsfaktor
Um die Notwendigkeit von Wissensmanagementmaßnahmen nachvollziehen zu können, ist die Klärung der Frage, warum Wissen überhaupt so wichtig ist, essentiell.
In praktisch allen Organisationen wurden seit Jahrhunderten Erfahrungen gesammelt und weitergegeben. Dies ist allerdings lange Zeit ohne eine bewusste Reflexion und methodische Unterstützung erfolgt, was sich nunmehr geändert hat, da Informationen und Wissen zu entscheidenden Faktoren geworden sind. In der heutigen Wissensgesellschaft ist Wissen, welches sowohl in der Wissenschaft als auch in den Berufen und Alltagssituationen vorhanden ist und bei steigender Tendenz für mindestens 60 % der Gesamtwertschöpfung verantwortlich gilt, als wichtige Ressource anerkannt. Neben Individuen sind auch Organisationen gezwungen, sich der wandelnden Gesellschaft anzupassen und dazuzulernen. Auch im Bereich der öffentlichen Verwaltung bildet Wissen die Grundlage für nahezu sämtliche Leistungsangebote, wird hier allerdings nach wie vor selten als erfolgskritische Ressource angesehen.
Anders sieht es in der Privatwirtschaft aus. Hier scheint mit Wissen eine neue Ressource, die bisher übersehen worden ist, als anerkannter Produktions- und Wettbewerbsfaktor identifiziert worden zu sein. Die klassischen betriebswirtschaftlichen Produktionsfaktoren Arbeit, Werkstoffe und Betriebsmittel lassen sich um den vierten Faktor „Informationen“, der zur Gewährleistung von deren zielgesteuerter Kombination notwendig ist, sowie den fünften Faktor „Wissen“, welches wiederum erforderlich ist, um Informationen zweckorientiert einsetzen und vernetzen zu können, ergänzen.
Um zu gewährleisten, dass auch der fünfte Produktionsfaktor in Form von richtigem Wissen zur richtigen Zeit in der richtigen Menge am richtigen Ort in der erforderlichen Qualität bereitsteht, bedarf dieser eines eigenständigen Managements. Die Erfordernisse für den Faktor Informationen beschreibt Siegfried Augustin mit seinem logistischen Prinzip, das, wie in Abbildung 3.1 dargestellt, auch auf Wissen angewendet werden kann.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Ressource Wissen für ein wirtschaftliches Verwaltungshandeln ein und erläutert den persönlichen sowie inhaltlichen Hintergrund.
2 Grundlagen und Hintergründe von Wissensmanagement: Dieses Kapitel schafft das theoretische Fundament, definiert zentrale Begriffe wie Wissen und Wissensmanagement und stellt wichtige Modelle wie das Bausteinmodell oder die Wissensspirale vor.
3 Herausfordernde Rahmenbedingungen und Entwicklungen: Es werden die vielfältigen Barrieren und äußeren Einflüsse analysiert, die einen effizienten Wissensfluss hemmen, darunter demografische Veränderungen und die speziellen Strukturen der Kommunalverwaltung.
4 Chancen und Grenzen des Wissensmanagementeinsatzes: Dieses Kapitel erörtert praktische Lösungsansätze, die sowohl technologische als auch humanorientierte Aspekte einbeziehen, und beleuchtet die strategischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung.
5 Handlungsempfehlung für kommunales Wissensmanagement: Als Fazit werden konkrete Schritte für die Einführung eines kommunalen Wissensmanagements formuliert, die einen ganzheitlichen und auf die individuellen Bedürfnisse der Kommunen abgestimmten Prozess betonen.
Wissensmanagement, Kommunalverwaltung, Wirtschaftlichkeit, Verwaltungshandeln, Wissenstransfer, demografischer Wandel, Wissensressource, Wissensfluss, organisatorisches Lernen, ganzheitlicher Ansatz, Personalentwicklung, Wissensbasis, technologische Tools, Wissenslogistik, Erfolgsfaktor.
Die Arbeit untersucht, wie Wissensmanagement als strategisches Instrument dazu beitragen kann, das Verwaltungshandeln in deutschen Kommunen wirtschaftlicher und effizienter zu gestalten.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements, die Herausforderungen durch den demografischen Wandel, der Umgang mit implizitem Wissen und die Besonderheiten der kommunalen Verwaltungsstruktur.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Kommunen durch Wissensmanagement Verluste an wertvoller Ressource Wissen minimieren und die Wirtschaftlichkeit ihrer Prozesse steigern können.
Die Arbeit basiert primär auf einer systematischen Literaturanalyse, um ein theoretisches Fundament zu schaffen, das mit praktischen Anforderungen und Gegebenheiten der Verwaltungspraxis verknüpft wird.
Der Hauptteil analysiert bestehende Probleme wie Kompetenzinseln und Informationsflut, untersucht Wissensflusshemmnisse in Hierarchien und leitet daraus konkrete Maßnahmen sowie Lösungsansätze ab.
Wissensmanagement, Kommunalverwaltung, Wirtschaftlichkeit, Verwaltungshandeln, Wissenstransfer, demografischer Wandel und Wissensressource.
Es bildet den betriebswirtschaftlichen Rahmen, vor dessen Hintergrund der Bedarf an einer effizienteren Ressourcensteuerung – insbesondere im Bereich des Wissensmanagements – in Kommunalverwaltungen diskutiert wird.
Der Autor betont, dass Technik allein nicht ausreicht; der Erfolg hängt maßgeblich davon ab, die Mitarbeiter zu motivieren, ihre Ängste abzubauen und eine Kultur des Wissens zu etablieren.
Aufgrund der hohen Heterogenität der Kommunen und der föderalen Struktur existiert kein einheitliches Regelwerk, weshalb jede Verwaltung eigene, auf ihre Größe und Aufgaben zugeschnittene Ansätze verfolgen muss.
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