Examensarbeit, 2007
96 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
2. Zielsetzungen und Fragestellungen
2.1 Entwicklung der Fragestellung
2.2 Methodik und Repräsentativität
3. Aspekte des Naturbegriffs
3.1 Epochale Unterscheidungen des Naturbegriffs
3.2 Heutige Bedeutungen des Naturbegriffs
4. Stadtnatur
4.1 Definition des Begriffs `Stadtnatur´
5. Die Bedeutung von Natur für die physische und psychische Entwicklung des Kindes
5.1 Das dreidimensionale Persönlichkeitsmodell
5.2 Ausgewählte Untersuchungsergebnisse
5.2 Der psychologische Aspekt der Natur aus stadtökologischer Sicht
5.3 Der physische Entwicklungsbeitrag, den Natur leisten kann
5.4 Fazit:
6. Stadtnatur in Dortmund Bövinghausen
6.1 Fläche, Bevölkerung und Sozialstruktur des Stadtteils Bövinghausen
6.2 Grünflächen in Bövinghausen
6.2.1 Das Naturschutzgebiet Ölbachtal
6.2.1.1 Die Namensgebung
6.2.1.2 Die Vegetation
6.2.2 Der Volksgarten
7. Präsentation der Erhebung und ihrer Ergebnisse
7.1 Beschreibung der Wohnumgebung der befragten Kinder
7.2 Beschreibung der Erhebung
7.3 Auswertung des Fragebogens
7.3.1 Frage 1
7.3.2 Frage 2
7.3.3 Frage 3
7.3.4 Frage 4
7.3.5 Frage 5
7.3.6 Frage 6
7.3.7 Frage 7
7.3.8 Frage 8
7.3.9 Frage 9
7.3.10 Frage 10
7.3.11 Frage 11
7.3.12 Frage 12
7.3.13 Frage 13
7.3.14 Frage 14
7.3.15 Frage 15
7.3.16 Frage 16
7.3.17 Frage 17
7.3.18 Frage 18
7.4 Auswertung der gesamten Erhebung
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Grundschulkindern zur Natur im städtisch geprägten Umfeld von Dortmund-Bövinghausen. Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie Kinder Natur in ihrem Wohnumfeld wahrnehmen, nutzen und bewerten, sowie mögliche Gründe für eine Naturentfremdung zu identifizieren und pädagogische sowie planerische Lösungsansätze zu diskutieren.
3.1 Epochale Unterscheidungen des Naturbegriffs
Antike: Natur als abstrakter Erkenntnisbegriff
Bei den Griechen war `Natur´ (physis) ein extensives Schlagwort gesellschaftlicher und moralischer Diskussionen. Sie beinhaltete noch nicht die Natur in Form von Flora und Fauna. Die Römer setzten die naturphilosophischen Forschungen nicht fort. Bei ihnen wurde die geordnete Natur als Richtlinie für die technische und rechtliche Ordnung angesehen. (vgl. KEIL 2002, S. 15)
Mittelalter: Natur im theologischen Sinnzusammenhang
In der Feudalordnung des Mittelalters, bei der der Mensch abhängiger Teil des Naturkreislaufs der göttlichen Ordnung war, wurde die Natur als Beweis für Gottes Größe genutzt und dargestellt. Sie wird erst im Hochmittelalter als Betätigungsfeld für die menschliche Vernunft genutzt, nachdem eine Trennung von Glauben und Wissen statt gefunden hatte. Das war die Basis, aus der sich später die Naturwissenschaft entwickelte. (vgl. KEIL 2002, S. 15)
Renaissance: Natur als konkrete Landschaft
Als sich im Mittelalter durch die Trennung von Stadt und Land Städtenetze bildeten, entdeckten die Menschen die Natur als konkrete Landschaft. Die Bedeutung von `Natur´ in der Renaissance wird vor allem in der Kunst aus dieser Zeit deutlich. Die Maler aus dieser Epoche zeichnen sie als einen Ort der Sinn- und Indentitätsfindung für den Menschen, der nicht weiterhin untergeordnetes Objekt der von Gott geschaffenen Welt ist, sondern beherrschendes Subjekt der Natur sein kann. (vgl. KEIL 2002, S. 15)
16. Jh.: Anfang der modernen Naturwissenschaften
Den Anfang dieses Zeitgeistes bildet die kopernikanische Wende. Als das geozentrisch-ptolemäische Weltbild vom heliozentrischen Weltbild abgelöst wurde, erforschte man die Natur in Bereichen der Astronomie, Optik und Mechanik. Die Natur wurde als großer Mechanismus betrachtet, den es zu erschließen galt. Durch neue naturwissenschaftliche Erkenntnisse verstärkte sich der Drang, immer neue Erkenntnisse aus ihr zu gewinnen und sie für die Menschheit zu erobern. (vgl. KEIL 2002, S. 15)
Aufklärung: Natur als Vorbild für die menschliche Ordnung
Nachdem man durch naturwissenschaftliche Forschungen entdeckt hatte, dass im Universum vieles einer festen Ordnung entspricht, bildete die Natur die Grundlage für das damalige Streben nach einem ursprünglichen, unverfälschten Leben. Das Natürliche stand für das Gute und wurde mit großem Respekt betrachtet. (vgl. KEIL 2002, S. 15)
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle von Natur im Leben von Stadtkindern und begründet die Fokussierung auf den Untersuchungsraum Dortmund-Bövinghausen.
2. Zielsetzungen und Fragestellungen: Dieses Kapitel erläutert die methodische Herangehensweise und die wissenschaftliche Zielsetzung der Untersuchung bei Grundschulkindern.
3. Aspekte des Naturbegriffs: Hier wird die historische und begriffliche Entwicklung des Naturbegriffs von der Antike bis heute dargelegt.
4. Stadtnatur: Das Kapitel definiert den Begriff "Stadtnatur" und unterteilt ihn in vier unterschiedliche Arten, um die Komplexität des urbanen Grüns zu verdeutlichen.
5. Die Bedeutung von Natur für die physische und psychische Entwicklung des Kindes: Es werden wissenschaftliche Thesen zur Bedeutung von Naturerfahrungen für die gesunde Entwicklung von Kindern vorgestellt.
6. Stadtnatur in Dortmund Bövinghausen: Das Kapitel liefert eine detaillierte Bestandsaufnahme der Sozialstruktur und der vorhandenen Grünflächen im Untersuchungsgebiet.
7. Präsentation der Erhebung und ihrer Ergebnisse: Dieser Abschnitt wertet die empirischen Daten der Befragung an der Freiligrath-Grundschule detailliert aus.
8. Fazit: Die abschließenden Ergebnisse fassen die Bedeutung von Natur für die untersuchten Kinder zusammen und konstatieren eine gewisse Naturentfremdung.
Stadtnatur, Naturerfahrung, Grundschulkinder, Kindesentwicklung, Dortmund-Bövinghausen, Kindheit, Sozialstruktur, Freiraumpsychologie, Umweltbewusstsein, Spielraum, Kinderspielplatz, Naturverbundenheit, Aneignungstheorie, Migration, Medien.
Die Arbeit untersucht, welche Rolle Natur im Alltag von Grundschulkindern in einem städtischen Wohngebiet (Dortmund-Bövinghausen) spielt und inwieweit sie von ihnen als Spielraum wahrgenommen und genutzt wird.
Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung des Naturbegriffs, die psychologischen und physischen Auswirkungen von Naturerfahrungen auf die kindliche Entwicklung sowie eine empirische Bestandsaufnahme des tatsächlichen Nutzungsverhaltens im Untersuchungsgebiet.
Das Ziel ist zu klären, ob Kinder in städtisch geprägten Gebieten Natur aktiv nutzen, welche Naturformen sie bevorzugen oder meiden und ob Anzeichen für eine "Naturentfremdung" feststellbar sind.
Die Autorin führte eine quantitative Befragung von 84 Schülern der dritten und vierten Klassen der Freiligrath-Grundschule mittels eines speziell entwickelten Fragebogens durch, ergänzt durch eine Analyse der Sozialstruktur und des Grünflächenangebots.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung zur Bedeutung von Natur für die kindliche Entwicklung und einen empirischen Teil, der die Ergebnisse der Befragung (Nutzungshäufigkeit, Spielorte, Gründe für elterliche Verbote) detailliert auswertet.
Stadtnatur, Naturerfahrung, Grundschulkinder, Kindesentwicklung, Sozialstruktur, Naturentfremdung, Spielraum und Medien.
Die Autorin berücksichtigte den Migrationshintergrund der Kinder, um zu prüfen, ob unterschiedliche kulturelle Prägungen Einfluss auf den Naturbezug und das Freizeitverhalten haben.
Der Volksgarten wird als eines der wichtigsten lokalen Grünangebote analysiert, um zu ermitteln, ob dieser von den Kindern tatsächlich als natürlicher Spielraum oder lediglich als künstlich angelegter Spielplatz wahrgenommen wird.
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