Diplomarbeit, 2007
73 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitende Betrachtung
1.1 Ziele und Perspektiven der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Fallstudie POLIKUM
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Das Medizinische Versorgungszentrum
2.1.1 Definition
2.1.2 Ziele von MVZ
2.1.3 Gründungs- und Gestaltungsmöglichkeiten eines MVZs
2.1.4 Besonderes Interesse von Vertragsärzten, angestellten Ärzten und Krankenhäusern
2.1.5 Probleme und Risiken durch die Entstehung von MVZs
2.1.6 Bisherige Entwicklung und Überblick über MVZ
2.2 Franchising
2.2.1 Definition
2.2.2 Franchising – das Businessformat
2.2.3 Anwendung theoretischer Modelle zur Erläuterung von Franchising
2.2.4 Inhalte eines Franchising-Vertrages
2.2.5 Franchisegeber-Franchisenehmer-Beziehung
2.2.5.1 Der Franchisegeber
2.2.5.2 Der Franchisenehmer
2.2.6 Vor- und Nachteile von Franchising
2.2.6.1 Vorteile von Franchising
2.2.6.2 Nachteile von Franchising
3 Franchising von MVZ – Grundlagen und Entwicklung eines Leistungskatalogs für Franchisegeber
3.1 Verknüpfung von MVZ und Franchising
3.1.1 Theoretische Annäherung an ein Franchising-MVZ
3.1.2 Mögliche Franchisegeber eines Franchising-MVZs
3.1.3 Aufbau eines Franchising-MVZs
3.2 Leistungskatalog für Franchisegeber
3.2.1 Strategie
3.2.2 Controlling
3.2.3 Markenname
3.2.4 Marketing
3.2.5 Finanzierung
3.2.6 Training
3.2.7 Beschaffung
3.2.8 Qualitätsmanagement
3.3 Folgerungen und Konsequenzen für Franchisegeber eines Franchising-MVZs
4 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Möglichkeit, Medizinische Versorgungszentren (MVZ) mittels Franchising flächendeckend zu organisieren. Das primäre Ziel besteht in der Entwicklung eines anwendbaren Leistungskatalogs für Franchisegeber, der betriebswirtschaftliche Synergieeffekte mit den spezifischen Anforderungen des ambulanten Gesundheitssektors verknüpft, um so eine unternehmerische Weiterentwicklung von MVZ-Strukturen zu ermöglichen.
3.1.1 Theoretische Annäherung an ein Franchising-MVZ
Ein erster möglicher Ansatz für die Zusammenführung von mehreren MVZ zu einem großen Franchise-Unternehmen findet sich in der Theorie der „Shared-supply Alliances“ von DUSSAUGE und GARRETTE. Ursprünglich voneinander unabhängige Konkurrenten schließen sich zusammen, um ihre Kosten bei der Erstellung von (Vor-) Produkten zu reduzieren, diese aber anschließend unter ihrem eigenen Namen zu vertreiben. So stellen z.B. VW und Renault gemeinsam eine Automatikschaltung her. Sie bündeln also ihre Fähigkeiten an einem Ort und erzielen dadurch Größenvorteile, die sie allein nicht hätten realisieren können.
In analoger Übertragung auf MVZ bedeutet dies, dass sich mehrere vormals unabhängige (oder neu gegründete) MVZ zusammenschließen, um Skalenerträge aus dem Pooling zu erzielen:
Betriebswirtschaftlicher Bereich: In den betriebswirtschaftlichen Fachbereichen (Marketing, Beschaffung, Finanzierung, etc.) ergeben sich durch das Pooling von mehreren MVZ Größenvorteile. Diese werden in Kapitel 3.2 ausführlich beschrieben.
Prozesse: Wiederkehrende Arbeitsschritte, Behandlungsmethoden und Therapieformen werden analysiert und anschließend standardisiert. Qualitative Verbesserungen erzielen die einzelnen MVZ durch die Übertragung dieser standardisierten Prozessabläufe.
Steigende Verhandlungsmacht: Gegenüber Wettbewerbern und Lieferanten verfügt das Franchising-MVZ über eine stärkere Wettbewerbs- und Verhandlungsposition.
Angrenzende Dienstleistungen: Angrenzende Dienstleistungen wie z.B. Laboruntersuchungen werden in die MVZ integriert oder können in bundesweiter Kooperation mit einer Laborkette kostengünstiger durchgeführt werden.
1 Einleitende Betrachtung: Einführung in die Thematik der MVZ-Vernetzung und Erläuterung des Ziels der Arbeit, ein Franchising-Konzept für den ambulanten Sektor zu entwickeln.
2 Theoretische Grundlagen: Definition und Darstellung der Konzepte von MVZ und Franchising unter Einbeziehung relevanter ökonomischer Theorien.
3 Franchising von MVZ – Grundlagen und Entwicklung eines Leistungskatalogs für Franchisegeber: Kernstück der Arbeit, welches die Verknüpfung der Konzepte analysiert und den Leistungskatalog in einzelnen Fachbereichen detailliert ausarbeitet.
4 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse und Aufzeigen der Anwendungsmöglichkeiten des entwickelten Tools sowie der Notwendigkeit weiterer Forschung.
Medizinisches Versorgungszentrum, MVZ, Franchising, Franchisegeber, Franchisenehmer, Unternehmensentwicklung, Leistungskatalog, Ambulante Versorgung, Qualitätsmanagement, Skalenerträge, Prozessmanagement, Betriebswirtschaft, Vernetzung, Gesundheitswesen, Conversion Franchising
Die Arbeit untersucht die Übertragbarkeit des Franchise-Konzepts auf die Organisationsform der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), um Effizienzsteigerungen und eine unternehmerische Weiterentwicklung zu erzielen.
Im Zentrum stehen die betriebswirtschaftlichen Grundlagen des Franchising, die Strukturen des ambulanten Gesundheitssektors sowie die Entwicklung spezifischer Service- und Unterstützungsleistungen für Franchisegeber in MVZ-Strukturen.
Das Hauptziel ist die Formulierung eines Leistungskatalogs für Franchisegeber, der als Rahmenkonzept dient, um die Besonderheiten des ambulanten Gesundheitsmarktes mit den Standards eines Franchise-Systems zu verbinden.
Die Arbeit nutzt theoretische Modelle wie die "Shared-supply Alliances" und die Portfolio-Theorie sowie eine Fallstudienanalyse der POLIKUM-Gruppe, um den Transfer in die Praxis zu begründen.
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Verknüpfung von MVZ und Franchising sowie der systematischen Entwicklung des Leistungskatalogs in Bereichen wie Strategie, Marketing, Controlling, Finanzierung und Personalentwicklung.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), Franchising, Leistungskatalog, Prozessmanagement und Qualitätsmanagement erschließen.
Es bezeichnet die Integration bereits bestehender, eigenständiger Arztpraxen in ein Franchise-System, um schneller zu wachsen und auf etablierte Kundenstämme zurückzugreifen.
Da medizinische Leistungen schwer messbar sind, dienen standardisierte Prozessabläufe und Qualitätskontrollen als notwendiges Instrument, um Vertrauen zu schaffen und eine einheitlich hohe Behandlungsqualität zu gewährleisten.
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