Diplomarbeit, 2007
130 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Herausforderungen an die Mittelstandsfinanzierung
2.1 Begriffserklärung KMU
2.1.1 Definitorische Abgrenzung von KMU
2.1.2 Abgrenzungsmethodik durch quantitative und qualitative Merkmale
2.1.3 Bedeutung der KMU für den Standort Deutschland
2.2 Insolvenzentwicklung
2.2.1 Insolvenzgeschehen BRD
2.2.2 Folgen von Insolvenzen
2.3 Eigenkapitalquoten deutscher Unternehmen
2.3.1 Historische Entwicklung
2.3.2 Gründe für mangelndes Eigenkapital
2.4 Bedeutung EK-Quote für die Bonität
2.4.1 Basel II
2.4.2 Rating
2.4.3 Verzinsung von Fremdkapital
2.5 Zwischenfazit
3 Mezzanine Finanzierungsinstrumente
3.1 Definition Mezzanine-Finanzierung
3.2 Unterschiede zwischen Fremdkapital (debt) und Eigenkapital Mezzanine (equity)
3.3 Renditekomponente
3.3.1 Equity Kicker
3.3.2 Non-Equity Kicker
3.4 Individual- und Standard-Mezzanine
3.4.1 Unterschiede / Motive
3.4.2 Anbieter
3.4.3 Finanzierungskosten
3.5 Mezzanine-Kapital mit EK-Ausrichtung (equity Mezzanine)
3.5.1 Genussrechte
3.5.2 Stille atypische Beteiligungen
3.6 Mezzanine-Kapital mit FK-Ausrichtung (debt Mezzanine)
3.6.1 Nachrangdarlehen
3.6.2 Partiarisches Darlehen
3.7 Hybride Formen von Mezzanine Kapital
3.7.1 Wandel- und Optionsanleihen
3.7.2 Going-Public-Anleihen
3.8 Exkurs: Idealtypischer Auswahlprozess einer Mezzanine Kapitalaufnahme
3.8.1 Vorprüfung
3.8.2 Letter of Intent
3.8.3 Due Diligence
3.8.4 Vertragsverhandlungen
3.8.4.1 Covenants
3.8.4.2 Nachrangabrede
3.8.4.3 Equity Kicker
3.8.4.4 Vergütungskomponente
3.8.5 Vertragsabschluss
4 Die Abgrenzung vergleichbarer Finanzierungsformen nach praxisrelevanten Bestimmungsgrößen
4.1 Mitbestimmungsrechte
4.1.1 Mezzanine Finanzierung
4.1.2 Venture Capital & Private Equity
4.1.3 Hausbankdarlehen
4.2 Finanzierungskosten
4.2.1 Mezzanine Finanzierung
4.2.2 Venture Capital & Private Equity
4.2.3 Hausbankdarlehen
4.3 Besicherung
4.3.1 Mezzanine Finanzierung
4.3.2 Venture Capital & Private Equity
4.3.3 Hausbankdarlehen
4.4 Liquidität
4.4.1 Mezzanine Finanzierung
4.4.2 Venture Capital & Private Equity
4.4.3 Hausbankdarlehen
4.5 Bonitätsauswirkung
4.5.1 Mezzanine Finanzierung
4.5.2 Venture Capital & Private Equity
4.5.3 Hausbankdarlehen
5 Einsatzgebiete anhand ausgewählter Praxisbeispiele
5.1 Management Buy Out / Management Buy In
5.2 Gesellschafterwechsel
5.3 Brückenfinanzierung
5.4 Wachstumsfinanzierung
5.5 Refinanzierung
6 Schlussbetrachtung
6.1 Notwendigkeit für KMU
6.2 Vorteile und Nachteile von Mezzanine
6.3 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit analysiert die Bedeutung von Mezzanine-Finanzierung als innovative Finanzierungsalternative für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland, insbesondere unter Berücksichtigung verschärfter Kreditvergabebedingungen durch Basel II und der Notwendigkeit zur Stärkung der Eigenkapitalbasis, und grenzt diese Form von Venture Capital, Private Equity und klassischen Hausbankdarlehen ab.
3.1 Definition Mezzanine-Finanzierung
Für den Begriff Mezzanine-Kapital oder Mezzanine Finanzierungen existiert weder in der Ökonomie noch in der Rechtswissenschaft eine Definition. Das Wort „Mezzanino“ (italienisch) ist ein Begriff aus der Architektur und beschreibt ein Zwischengeschoss zwischen Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss. Stellt dieses Gebäude nun also sinnbildlich die Passivseite einer Bilanz dar, so stellt das Eigenkapital das Fundament dar. Aus Sicht der Banken bedeutet dies, dass sie nur bereit sind Fremdkapital auf dieses Fundament zu vergeben, wenn dieses entsprechend stabil ist.
Wie die Abb. 5 bildlich veranschaulicht, bildet das Mezzanine-Kapital somit als Zwischengeschoss eine Zwischenform von EK und FK. Trotz der rechtlich eindeutigen Zuordnung von EK bzw. FK besitzen Mezzanine Finanzierungen auch Merkmale der jeweils anderen Art. So lässt sich durch entsprechende vertragliche Gestaltung also EK schaffen, das ökonomisch alle Attribute von FK hat. Hierzu zählen bspw. feste Zinszahlungen, fester Rückzahlungsbetrag oder eine Laufzeitbegrenzung. Auf der anderen Seite kann so auch FK entstehen, welches ökonomisch alle Merkmale von EK, wie Kontroll- u. Entscheidungsbefugnisse aufweist.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die schwierige Finanzierungssituation für deutsche KMU aufgrund von Kreditverknappung und neuen regulatorischen Anforderungen durch Basel II.
2 Herausforderungen an die Mittelstandsfinanzierung: Dieses Kapitel analysiert die Finanzierungsprobleme des Mittelstands unter Berücksichtigung von Insolvenzentwicklungen, Eigenkapitalquoten und den Auswirkungen von Rating-Verfahren.
3 Mezzanine Finanzierungsinstrumente: Hier werden die verschiedenen Arten des Mezzanine-Kapitals, deren Definition sowie die spezifischen Renditekomponenten und Instrumente detailliert erläutert.
4 Die Abgrenzung vergleichbarer Finanzierungsformen nach praxisrelevanten Bestimmungsgrößen: Das vierte Kapitel vergleicht Mezzanine-Finanzierungen mit Venture Capital, Private Equity und Hausbankdarlehen anhand von Kriterien wie Mitbestimmungsrechten, Kosten und Besicherung.
5 Einsatzgebiete anhand ausgewählter Praxisbeispiele: Praxisbeispiele, darunter Management Buy-Outs und Wachstumsfinanzierungen, veranschaulichen die konkrete Anwendung und den Nutzen von Mezzanine-Kapital in der Unternehmensrealität.
6 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel bewertet die Ergebnisse und diskutiert die Notwendigkeit sowie Vor- und Nachteile von Mezzanine-Kapital für etablierte KMU.
Mezzanine-Finanzierung, Mittelstand, KMU, Eigenkapitalquote, Basel II, Rating, Nachrangdarlehen, Genussrechte, Venture Capital, Private Equity, Finanzierungsinstrumente, Fremdkapital, Unternehmensfinanzierung, Eigenkapital, Bonität.
Die Diplomarbeit untersucht die Bedeutung und Eignung von Mezzanine-Finanzierungen als alternative Finanzierungsquelle für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland, insbesondere um die Abhängigkeit von Bankkrediten zu verringern.
Die Arbeit behandelt die finanzwirtschaftlichen Herausforderungen des Mittelstands, die rechtliche und betriebswirtschaftliche Ausgestaltung von Mezzanine-Instrumenten und den Vergleich zu anderen Finanzierungsformen.
Ziel ist es, den Nutzen von Mezzanine-Kapital als Instrument zur Stärkung der Eigenkapitalquote aufzuzeigen, ohne dabei die unternehmerische Freiheit durch Mitspracherechte Dritter einzuschränken.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Studien und Praxisbeispielen, um die theoretischen Aspekte mit der Realität der Unternehmensfinanzierung zu verzahnen.
Der Hauptteil analysiert Instrumente wie Genussrechte, Nachrangdarlehen, Wandelanleihen sowie die Kriterien zur Abgrenzung zu Venture Capital, Private Equity und klassischen Bankkrediten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mezzanine-Finanzierung, KMU, Eigenkapitalquote, Basel II, Rating und Unternehmensfinanzierung charakterisiert.
Mezzanine-Kapital bietet KMU die Möglichkeit, die Bilanzstruktur zu verbessern und das Rating bei Banken zu erhöhen, ohne dass die Altgesellschafter Mitspracherechte abgeben müssen.
Aufgrund von Basel II bestimmt die Bonität maßgeblich die Kreditkonditionen; da Mezzanine-Kapital wirtschaftlich als Eigenkapital gewertet wird, hilft es bei der Stärkung der Bonität und führt potenziell zu günstigeren Finanzierungskosten bei klassischen Krediten.
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