Bachelorarbeit, 2010
40 Seiten, Note: 1,7
1 Eine andere Form des Werbens – das Sponsoring
1.1 Die Entwicklung
1.2 Der Begriff
1.3 Eigenschaften und Ziele
1.4 Erscheinungsformen
2 Eine neue Form des Sponsoring – das Politiksponsoring
2.1 Das Phänomen
2.2 Eine Eingrenzung
2.3 Entwicklung und Historie
2.4 Motive und Chancen
2.5 Fälle von Sponsoring im Bereich der Politik
2.5.1 Beispiele für Werbungsfälle
2.5.2 Beispiele für Fälle von Mäzenatentum
2.5.3 Beispiele für Beeinflussungsfälle
3 Probleme und Risiken im Umgang mit Politiksponsoring
3.1 Risiken des werbenden Sponsorings
3.2 Risiken des beeinflussenden Sponsorings
4 Vergleiche mit anderen Demokratien
4.1 Vereinigte Staaten von Amerika
4.2 Frankreich
5 Fazit
Die Bachelorarbeit untersucht die Chancen und Risiken des Politiksponsorings als zunehmend genutztes Marketinginstrument und beleuchtet dessen Auswirkungen auf die politische Meinungs- und Willensbildung.
1.2 Der Begriff
Als maßgeblich für seinen Erfolg können wohl seine beinahe durchweg positiven Attribute sowie eine Reihe positiver Nebeneffekte gesehen werden. Zunächst einmal muss hierbei geklärt werden, worum es sich bei dieser neuen Form des Werbens handelt. „Sponsern bedeutet (durch finanzielle) Unterstützung fördern. Sponsor (lat.: Bürge) kann einen Geldgeber, Gönner oder Förderer meinen“ (Duden 1999). Trotz der mittlerweile auch in diesem Bereich gereiften wissenschaftlichen Publikationen hat sich bis heute keine einheitliche Definition des Sponsorings durchgesetzt (Bagusat/Marwitz 2006, S. 5). In der Praxis hat sich deshalb, vor allem bei Medien- und Gesellschaftsvertretern, ein diffuses Verständnis des Begriffs entwickelt (Bruhn 2003, S. 5).
Aus Sicht des Marketings lässt sich das Sponsoring kennzeichnen als „die Zuwendung von Finanz-, Sach- und/oder Dienstleistungen von einem Unternehmen, dem Sponsor, an eine Einzelperson, eine Gruppe von Personen oder eine Organisation bzw. Institution aus dem gesellschaftlichen Umfeld des Unternehmens, dem Gesponserten, gegen die Gewährung von Rechten zur kommunikativen Nutzung von Personen bzw. Organisationen und/oder Aktivitäten des Gesponserten auf der Basis einer vertraglichen Vereinbarung“ (Hermanns/Marwitz 2008, S. 44).
Es gilt den Begriff von vermeintlich artverwandten Ausprägungen wie dem Mäzenatentum oder der Spende abzugrenzen. Hierbei gilt festzuhalten, dass sich Ersteres dadurch unterscheidet, dass rein altruistische Motive vorliegen, also beispielsweise die Selbstverpflichtung eines Unternehmens für einen bestimmten Gesellschaftsteil ohne das Erwarten einer Gegenleistung (Hermanns/Marwitz 2008, S. 45). Zweites ist gesetzlich an die Bedingung geknüpft, dass der Spender keinerlei Gegenleistung erfährt. Des Weiteren ist eine kommunikative Nutzung nur eingeschränkt möglich (Hermanns/Marwitz 2008, S.45). Charakteristisch für das Sponsoring ist also gerade, dass überhaupt, sowie in welcher Form und in welchem Umfang, Leistung und Gegenleistung erbracht werden, vertraglich vereinbart sind (Pflaum/Bäuerle/Laubach 2002, S. 475).
1 Eine andere Form des Werbens – das Sponsoring: Einführung in die begrifflichen Grundlagen, Zielsetzungen und die historische Entwicklung des Sponsorings als Marketinginstrument.
2 Eine neue Form des Sponsoring – das Politiksponsoring: Analyse des Phänomens Politiksponsoring, seiner Abgrenzung und der verschiedenen Erscheinungsformen inklusive konkreter Praxisbeispiele.
3 Probleme und Risiken im Umgang mit Politiksponsoring: Untersuchung der spezifischen Risiken für die beteiligten Akteure sowie der rechtlichen und demokratischen Problemstellungen.
4 Vergleiche mit anderen Demokratien: Einordnung des Politiksponsorings durch einen vergleichenden Blick auf die politischen Systeme der USA und Frankreich.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Chancen und Risiken sowie Ausblick auf die notwendige kritische wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema.
Politiksponsoring, Marketing, Sponsoring, Imagebildung, Parteifinanzierung, Demokratie, Beeinflussung, Mäzenatentum, Parteienrecht, Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Unternehmenskommunikation, Interessengruppen, politisches System, Transparenz.
Die Arbeit befasst sich mit der noch wenig erforschten Praxis des Politiksponsorings als einer speziellen Ausprägung der Unternehmenskommunikation und den damit verbundenen Herausforderungen.
Zentrale Felder sind die begriffliche Einordnung, die verschiedenen Erscheinungsformen, die Motive der Sponsoren, die Chancen für politische Parteien sowie die damit verbundenen gesellschaftlichen und rechtlichen Risiken.
Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Phänomen Politiksponsoring zu schaffen und aufzuzeigen, wie sich dieses zwischen Marketinginteressen und demokratischen Grundprinzipien bewegt.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Fachpublikationen und rechtlichen Rahmenbedingungen, ergänzt durch Fallbeispiele und einen internationalen Vergleich.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Sponsorings, die detaillierte Betrachtung des Politiksponsorings, die Risikodiskussion sowie den Ländervergleich.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Spannung zwischen ökonomischen Marketingzielen und der Notwendigkeit demokratischer Integrität und Transparenz charakterisiert.
Der wesentliche Unterschied liegt laut Arbeit im Austauschverhältnis: Beim Sponsoring erfolgt eine vertraglich vereinbarte Gegenleistung (z. B. kommunikative Nutzung), während eine Spende altruistisch erfolgt und ohne explizite Gegenleistung bleibt.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Politiksponsoring eine stärkere Sensibilität erfordert und eine kritische Beobachtung durch Öffentlichkeit und Medien notwendig ist, um demokratische Integrität zu wahren.
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