Masterarbeit, 2006
158 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
1.3 Gang und Aufbau der Arbeit
1.4 Begriffsabgrenzung
1.5 Entwicklung und aktuelle Betrachtung zum Thema Offshoring
2 Mittel- und Osteuropa der EU im Überblick
2.1 Politische Situation
2.2 Wirtschaftliche Situation
2.3 Infrastruktur
2.4 Humankapital
3 Die Länder im Einzelnen und ihre Softwaremärkte
3.1 Allgemeine Landesinformationen
3.1.1 Polen
3.1.2 Ungarn
3.1.3 Tschechien
3.1.4 Litauen
3.1.5 Lettland
3.1.6 Estland
3.1.7 Slowakei
3.1.8 Slowenien
3.2 Informationen zur Softwareindustrie der neuen EU-Staaten
4 Empirische Analyse
4.1 Gesamtbetrachtung Osteuropa
4.2 Vergleichende Ergebnisbetrachtung der untersuchten Länder
5 Schlussbemerkungen
Diese Arbeit analysiert die Eignung der neuen EU-Staaten (Polen, Tschechien, Ungarn, Litauen, Lettland, Estland, Slowenien und Slowakei) als Standorte für das Offshoring von Softwareentwicklung. Dabei wird untersucht, inwieweit diese Länder eine attraktive Alternative zu klassischen Offshore-Destinationen wie Indien darstellen können.
1.1 Problemstellung
Das aktuelle wirtschaftliche Umfeld schafft für die IT-Verantwortlichen eine herausfordernde Aufgabe: Auf der einen Seite sollen massive Kostenreduzierungen realisiert werden, auf der anderen Seite muss gleichzeitig den steigenden Anforderungen bezüglich Verfügbarkeit, Integration, Aktualität und Sicherheit nachgekommen werden.1
Um diesem Druck gerecht zu werden, greifen immer mehr Unternehmen auf das sogenannte Offshoring2, dem Auslagern von Dienstleistungen in Niedriglohnländer, zurück. Durch die ständig fortgeschrittene Standardisierung der IT-Prozesse und das dadurch vermehrt nachlassende Differenzierungspotential durch die eigene IT-Kompetenz, verliert dieser Bereich zunehmend an strategischer Bedeutung innerhalb vieler Firmen. Gepaart mit den heutigen Möglichkeiten durch weltweit verfügbare Daten- und Kommunikationsnetze entsteht damit eine Konstellation, die wissensbasierte Tätigkeiten wie z.B. das Programmieren von Geschäftsapplikationen an räumlich getrennten Orten ermöglicht.3
Die Anfänge des Offshoring finden sich in den USA, wo zu Beginn bis Mitte der 90er Jahre der Fachkräftemangel überwiegend durch Bodyshopping und anfängliches Verlagern einfacher IT-Tätigkeiten insbesondere nach Indien oder auch Israel kompensiert wurde. Durch die schwache wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre rückte bei vielen Unternehmen ein weiteres Motiv verstärkt in den Blickpunkt: Man lagert Leistungen nach Billiglohnländer aus, um Kosteneinsparpotentiale realisieren zu können und weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.4
In jedem Zielland existieren unterschiedliche Voraussetzungen für eine Auslagerung. Entscheidende Differenzen sind hier hierbei beispielsweise die Lohnkosten,
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung des Offshoring ein, definiert die Zielsetzung der Arbeit und beschreibt das methodische Vorgehen bei der Länderanalyse und der empirischen Erhebung.
2 Mittel- und Osteuropa der EU im Überblick: Dieses Kapitel bietet eine vergleichende Analyse der politischen, wirtschaftlichen und infrastrukturellen Gegebenheiten der acht untersuchten EU-Beitrittsländer.
3 Die Länder im Einzelnen und ihre Softwaremärkte: Hier werden allgemeine Landesinformationen sowie spezifische Daten zur Softwareindustrie für die acht einzelnen Staaten bereitgestellt.
4 Empirische Analyse: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer eigenen Anbieterbefragung unter Softwareunternehmen in der EU-8-Region und führt einen detaillierten Ländergruppenvergleich durch.
5 Schlussbemerkungen: Hier werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengefasst und die Eignung der Region als Offshore-Zielland kritisch bewertet.
Offshoring, Nearshoring, Softwareentwicklung, EU-Beitrittsländer, IT-Outsourcing, Länderanalyse, Humankapital, Kostenreduktion, Osteuropa, Empirische Untersuchung, IT-Services, Prozessmanagement, Softwareanbieter, Wirtschaftliche Stabilität, Standortbewertung.
Die Master Thesis analysiert die neuen EU-Beitrittsländer Mittel- und Osteuropas hinsichtlich ihrer Attraktivität als Standort für das Offshoring von Softwareentwicklung.
Die Untersuchung deckt die Bereiche Politik, Wirtschaft, Infrastruktur, Humankapital sowie die Ergebnisse einer empirischen Befragung lokaler Softwareanbieter ab.
Ziel ist es zu beurteilen, ob die Region EU-8 eine geeignete Alternative zu etablierten Offshore-Destinationen wie Indien darstellt.
Die Arbeit kombiniert eine fundierte sekundärstatistische Länderanalyse mit einer eigenen, quantitativen Online-Befragung von Softwareanbietern in der untersuchten Region.
Im Hauptteil werden sowohl die makroökonomischen Bedingungen der einzelnen Länder detailliert dargestellt als auch die Resultate aus der Befragung hinsichtlich Leistungsportfolio, Verrechnungsmodellen und Kooperationserfahrungen ausgewertet.
Wichtige Begriffe sind Offshoring, Nearshoring, EU-Erweiterung, IT-Services und standortspezifische Kennzahlen wie BIP oder Humankapital.
Der Autor stellt fest, dass die geografische und kulturelle Nähe der neuen EU-Staaten zu Deutschland ein wesentlicher Vorteil für Nearshore-Auslagerungen ist.
Die Befragten planen mehrheitlich den Ausbau ihres Leistungsangebots, beispielsweise durch verstärktes IT-Consulting, um sich gegen lohnkostengünstigere Konkurrenten aus Übersee zu behaupten.
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