Diplomarbeit, 2007
105 Seiten, Note: 2,7
Einleitung
1 Begriffsabgrenzung
1.1 Begriffsdefinition „Mittelstand“
1.2 Eigenkapital- und Fremdkapitalbeschaffung mittels „traditioneller“ Finanzmittel
1.2.1 Herausforderung an die Finanzierung des Mittelstandes
1.2.2 Eigenkapital und Eigenkapitalbeschaffung
1.2.3 Fremdkapital, Bedeutung und Beschaffung
1.2.4 Traditionelle vs. alternative Finanzierung
1.3 Was ist Mezzanine Kapital?
1.4 Formen und Abgrenzungen des Mezzanine Kapitals
1.4.1 Vorteile für Kapitalgeber und Kapitalnehmer
1.4.2 Nachteile für Kapitalgeber und Kapitalnehmer
2 Rechtliche Gestaltung und Einordnung von Mezzanine Kapital
2.1 Eigenkapitalähnliche Finanzierung - Equity Mezzanine
2.1.1 Genussrechte
2.1.2 Atypisch stille Beteiligung
2.2 Hybride Finanzierung - Hybride Mezzanine
2.2.1 Wandel- und Optionsanleihen
2.3 Fremdkapitalähnliche Finanzierung - Debt Mezzanine
2.3.1 Typisch stille Beteiligung
2.3.2 Partiarische Darlehen
2.3.3 Nachrangdarlehen
3 Bilanzierung von Mezzanine Kapital nach HGB und IFRS
3.1 Bilanzierung nach HGB
3.1.1 Genussrechte
3.1.2 Typisch und atypisch stille Gesellschaft
3.1.3 Wandel- und Optionsanleihen
3.1.4 Nachrangdarlehen
3.1.5 Partiarisches Darlehen
3.2 Bilanzierung nach IFRS
4 Rechtliche Betrachtung des Mezzanine Kapitals in der Insolvenz
4.1 Eigenkapitalähnliche Finanzierung - Equity Mezzanine
4.1.1 Genussrechte
4.1.2 Atypisch stille Beteiligung
4.2 Hybride Finanzierung - Hybride Mezzanine
4.2.1 Wandel- und Optionsanleihen
4.3 Fremdkapitalähnliche Finanzierung - Debt Mezzanine
4.3.1 Nachrangdarlehen
4.3.2 Partiarische Darlehen
4.3.3 Typisch stille Beteiligung
Schlussbetrachtung
Ziel der Arbeit ist die Untersuchung mezzaniner Finanzinstrumente vor dem Hintergrund des steigenden Kapitalbedarfs mittelständischer Unternehmen (KMU) und der restriktiveren Kreditvergabe nach Basel II, um zu klären, ob und warum diese Instrumente als Finanzierungsalternative sinnvoll sind.
1.3 Was ist Mezzanine Kapital?
Neben Eigen- und Fremdkapital gibt es noch eigenkapitalnahe Finanzierungsinstrumente, die durch Übernahme einzelner Merkmale beider Instrumente zu hybriden Finanzierungsformen kombiniert werden, die in der Mitte (mezzanine) von EK und FK liegen. Der Begriff Mezzanine ist eine Ableitung des italienischen „il mezzanino“ und bezeichnet das aus der Architektur bekannte Zwischenstockwerk, das zwischen zwei Hauptgeschossen liegt. Die Finanzierung von Leverage Buy-Out und M & A Transaktionen sind der Ursprung des Mezzanine Marktes in Deutschland, neben denen hauptsächlich durch Banken und Fremdkapitalgeber ein reichhaltiges Angebot von mehr oder weniger standardisierten Produkten entwickelt wurden. Mezzanine Kapital zielt als hybrides Finanzinstrument auf die Beseitigung bestehender oder sich abzeichnender EK-Lücken ab. Sie werden oft als „Innovationen“ klassifiziert, obwohl bei genauer Betrachtung der Produkte der Wirkungsmechanismus, auf dem sie basieren, althergebracht ist. Innovativ hingegen sind die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten des Mezzanine Kapitals, da sie sich die Vorteile des EK und des FK zu Eigen machen und sie flexibel kombinierbar sind. Dies kann sich vornehmlich auf die Gestaltung der Volumina, der Laufzeit, der Rückzahlungsmodalitäten und die vom Kapitalgeber erwartete Rendite beziehen. Trotz Vielzahl der Gestaltungsformen ist das Mezzanine Kapital hauptsächlich durch die folgenden Merkmale gekennzeichnet:
- Nachrangstellung im Insolvenzfall gegenüber anderen Gläubigern
- Vorrangstellung gegenüber Gesellschaftern
- Laufzeit befristet auf 5 bis 10 Jahre
- Vertragsgestaltung ist flexibel und vielseitig
- Zinszahlungen als handels- und steuerrechtlicher Aufwand abzugsfähig mit Ausnahme der atypisch stillen Beteiligung.
1 Begriffsabgrenzung: Definitorische Einordnung des Mittelstands (KMU) und Abgrenzung traditioneller Finanzierungsformen zum Mezzanine-Kapital.
2 Rechtliche Gestaltung und Einordnung von Mezzanine Kapital: Detaillierte Darstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen und Gestaltungsoptionen für Equity, hybrides und Debt Mezzanine.
3 Bilanzierung von Mezzanine Kapital nach HGB und IFRS: Analyse der bilanziellen Ausweis- und Bewertungsregeln nach nationalem (HGB) und internationalem (IFRS) Standard.
4 Rechtliche Betrachtung des Mezzanine Kapitals in der Insolvenz: Prüfung der insolvenzrechtlichen Behandlung der verschiedenen Formen und deren Rangrücktritt bzw. Haftungswirkung.
Mezzanine Kapital, Mittelstand, KMU, Basel II, Finanzierungsalternativen, Eigenkapital, Fremdkapital, Genussrechte, stille Beteiligung, Wandelanleihen, Optionsanleihen, Nachrangdarlehen, Bilanzierung, HGB, IFRS, Insolvenzrecht.
Die Arbeit untersucht das Finanzinstrument „Mezzanine Kapital“ als alternative Finanzierungsmöglichkeit für mittelständische Unternehmen.
Die Arbeit deckt die Definition des Mittelstands, die rechtliche Gestaltung, die Bilanzierung nach HGB und IFRS sowie die rechtliche Behandlung im Falle einer Unternehmensinsolvenz ab.
Das Ziel ist es zu analysieren, ob und warum mittelständische Unternehmen Mezzanine-Kapital als Finanzierungsalternative nutzen sollten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Untersuchung gesetzlicher Regelungen, Bilanzierungsvorschriften und rechtlicher Rahmenbedingungen.
Im Hauptteil werden die einzelnen Erscheinungsformen (Genussscheine, stille Beteiligungen, Wandelanleihen, Nachrangdarlehen) rechtlich definiert, bilanziell eingeordnet und ihre Wirkung in einer Insolvenz analysiert.
Zentrale Begriffe sind Mezzanine Kapital, KMU, Eigenkapitalersatz, Bilanzierung und Insolvenzrisiko.
Die Eigenkapitalrichtlinien von Basel II erhöhen den Druck auf den Mittelstand, die Eigenkapitalbasis zu stärken, was Mezzanine-Kapital als Instrument zur Ratingverbesserung attraktiv macht.
Während das HGB vor allem an vertraglichen Details ansetzt, fokussiert sich der IFRS stärker auf die wirtschaftliche Substanz und die Kündigungsrechte bzw. Rückgabemöglichkeiten der Kapitalgeber.
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