Examensarbeit, 2014
27 Seiten, Note: 1
1. Bedingungsanalyse
1.1 Situation der Klasse
1.2 Einbettung der Stunde
2. Didaktische Reflexion
2.1 Kompetenzen und Inhalte des Bildungsplans
2.1.1 Sprechen
2.1.2 Schreiben
2.1.3 Lesen / Umgang mit Texten
2.2 Sachanalyse – Fachwissenschaftliche Aspekte
2.2.1 Der Songtext „Held für einen Tag“
2.2.2 Inhalt „Nennt mich nicht Ismael“
2.2.3 Inhalt „Kapitel 11: Im Fleischwolf“
2.2.4 Verhältnis zwischen Ismael und Barry
2.2.5 Themen und Wirklichkeitsbezug
2.3 Kompetenzen
2.4 Stundenziel
3. Methodische Reflexion
3.1 Methodische Planung mit Alternativen und Begründung
3.1.1 Begrüßung & Einstieg
3.1.2 Hinführung
3.1.3 Erarbeitung I
3.1.4 Präsentation + Sicherung
3.1.5 Erarbeitung II
3.1.5 Sicherung + Rückkopplung
3.2 Verlaufsplan
Die vorliegende Unterrichtseinheit verfolgt das Ziel, dass die Schülerinnen und Schüler die Kategorie „Heldentum“ auf kommunikative und produktive Weise in Beziehung zu dem Protagonisten Ismael aus der Lektüre „Nennt mich nicht Ismael“ setzen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Auseinandersetzung mit literarischen Charakteren und die Reflexion von Handlungsweisen in Bezug auf eigene Wertvorstellungen.
2.2.3 Inhalt „Kapitel 11: Im Fleischwolf“
Im elften Kapitel der Lektüre wird beschrieben, wie Ismael, der seinem Feind Barry Bagley und dessen Freunden für gewöhnlich aus dem Weg geht, durch Zufall auf dem Heimweg auf diese trifft. In dieser Situation ärgern die drei Jungen gerade einen kleinen, schwachen Grundschüler. Ismael überlegt kurz, ob er weglaufen soll, wird aber während des Nachdenkens schon von Bagsley entdeckt, wodurch es kein Zurück mehr gibt.
Nun hat Ismael keine andere Möglichkeit und ergreift Partei für den kleinen Jungen, indem er die Jungen auffordert, ihm die Kappe, mit der sie gespielt hatten, zurückzugeben. Daraufhin fordert Barry Ismaels Mütze als Gegenleistung dafür, die Kappe des kleinen Jungen zurückzugeben. Ismael händigt diese aus, woraufhin Barry die Mützen der beiden Jungen ins Wasser wirft und mit seinen Freunden verschwindet. Im weiteren Verlauf der Handlung spielt Ismael sich vor dem kleinen Jungen als dessen starker Retter auf, die beiden Jungen laufen gemeinsam nach Hause und freunden sich dabei an.
Der Zusammenhang zwischen dem oben beschriebenen Songtext und dem Kapitel wird hier besonders deutlich, da Ismael in der beschriebenen Situation viele Dinge tut, die für die Band „Unheilig“ ein Held tun würde.
1. Bedingungsanalyse: Diese Sektion beschreibt die Zusammensetzung der Klasse, ihre sozialen Dynamiken sowie die Einbettung der Unterrichtsstunde in den laufenden Lektüreprozess.
2. Didaktische Reflexion: Hier wird der Bezug zum Bildungsplan hergestellt und dargelegt, welche Sprech-, Schreib- und Lesekompetenzen durch die spezifische Aufgabenstellung gefördert werden sollen.
3. Methodische Reflexion: Dieser Abschnitt erläutert die Planung der einzelnen Unterrichtsphasen von der Begrüßung über die Erarbeitung bis zur Ergebnissicherung sowie die Begründung der gewählten Methoden.
4. Anhang: Der Anhang enthält sämtliche Arbeitsmaterialien, wie Arbeitsaufträge, Vorlagen für die Gruppenarbeit, die „Held-Antiheld“-Tabelle und das Facebook-Post-Arbeitsblatt.
5. Quellen: Hier sind die verwendeten Fachliteratur sowie die Internetlinks zur methodischen und inhaltlichen Fundierung der Lehrprobe aufgeführt.
Ismael Leseur, Held, Antiheld, Nennt mich nicht Ismael, Mobbing, Zivilcourage, Heldentum, Deutschunterricht, Literaturdidaktik, Gruppenarbeit, Facebook-Post, Kapitel 11, Identitätsfindung, Unterrichtsentwurf, Produktionsorientierung.
Die Arbeit stellt einen Entwurf für eine Deutschstunde in einer 7. Klasse dar, in der die Schülerinnen und Schüler den Protagonisten Ismael aus der Lektüre „Nennt mich nicht Ismael“ hinsichtlich seines Verhaltens in einer spezifischen Situation analysieren.
Die zentralen Themen sind Heldentum, Zivilcourage, der Umgang mit Mobbing und die Charakterisierung literarischer Figuren im Vergleich zu den eigenen Lebenswelten der Jugendlichen.
Das Ziel ist, dass die Lernenden die Kategorie „Heldentum“ kritisch und produktiv auf Ismael beziehen und eine begründete Einschätzung seines Handelns vornehmen können.
Es werden methodisch verschiedene Ansätze des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts kombiniert, darunter kooperative Gruppenphasen (Swap-and-Talk) und ein adressatenbezogener Schreibauftrag.
Im Hauptteil wird die methodische Planung detailliert dargelegt, die von einer Einstiegsphase mit einem Song von „Unheilig“ bis hin zur abschließenden Reflexion auf einer „Heldenskala“ reicht.
Wichtige Begriffe sind Ismael Leseur, Heldentum, Zivilcourage, Literaturdidaktik, Produktionsorientierung und Medienintegration (Facebook-Post).
Dieses Kapitel markiert einen Wendepunkt in der Entwicklung des Protagonisten, da Ismael erstmals Zivilcourage zeigt und sich entgegen seinem sonstigen zurückhaltenden Verhalten für einen Schwächeren einsetzt.
Die Skala dient der Visualisierung der unterschiedlichen Rezeption der Schülerinnen und Schüler und macht deutlich, dass die Frage nach der Heldenhaftigkeit einer literarischen Figur nicht immer eindeutig beantwortet werden kann.
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