Bachelorarbeit, 2019
55 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Zielsetzung der Arbeit
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Lebenslanges Lernen
2.1. Begriffsbestimmung: Lebenslanges Lernen
2.2. Lebenslanges Lernen als bildungspolitisches Konzept
2.3. Erste programmatische Ansätze des Europarates, der OECD und der UNESCO in den 1970er Jahren
2.4. Die 1990er Jahre - Lebenslanges Lernen in der europäischen und internationalen Bildungspolitik
2.4.1. Konzepte Lebenslanges Lernen der OECD und der UNESCO
2.4.2. Konzepte Lebenslangen Lernens der Europäischen Union und der Weltbank
2.5. Formelles, informelles Lernen und non-formales Lernen
2.5.1. Formales Lernen
2.5.2 Nonformales Lernen
2.5.3. Informelles Lernen
3. Berufliche/Betriebliche Weiterbildung
3.1. Begriffsbestimmung: Berufliche Weiterbildung
3.2. Begriffsbestimmung: Betriebliche Weiterbildung
3. 3. Rahmenbedingungen der beruflichen Weiterbildung
3.4. Träger und Institutionen der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung
3.5. Exkurs: Aktueller Stand in Deutschland
4. Diskussion der Beruflichen Weiterbildung
4.1. Lernen am Arbeitsplatz
4.2. Wo ist Lebenslanges Lernen in der beruflichen Weiterbildung verortet?
4.3. Wo ist das Individuum in der beruflichen Weiterbildung verortet
4.4. Die Subjektperspektive des Lebenslangen Lernens
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der betrieblichen Weiterbildung innerhalb des Konzepts des Lebenslangen Lernens und analysiert, inwieweit dabei die persönliche Weiterentwicklung des Individuums berücksichtigt wird oder ob der Mensch lediglich als Mittel zum Zweck für wirtschaftliche Interessen dient.
2.4.1. Konzepte Lebenslanges Lernen der OECD und der UNESCO
Das Jahr 1996 stellt ein „Schlüsseljahr für bildungpolitische und bildungstheorethische Innovationen“ (Gerlach 2000, S. 99) dar. In diesem Jahr erschienen zahlreiche Veröffentlichungen wie das OECD-Konzept „Lifelong Learning for All“ so wie der „Delors-Bericht“ der UNESCO, die auf der nationalen wie internationalen Ebene auf Anerkennung stieß (vgl. Óhidy 2009, S. 25).
Den Ausgangspunkt bildet der OECD-Bericht aus dem Jahre 1996, in dem Lebenslanges Lernen als notwendige Absicherung gegen gesellschaftliche Ausgrenzung und Mittel sozialer Integration behandelt wird (vgl. Hof 2009, S. 39). Laut dem Bericht stellt Lernen eine soziale Absicherung des Individuums in der Wissens- und Informationsgesellschaft dar (vgl. ebd., S. 39). So wird Mitte der 1990er Jahre durch die OECD dem Lernen nicht mehr eine rein ökonomische Rolle zugewiesen, sondern nach Hofs Ansicht erstmals wird Lernen als Fundament für die soziale Integration gesehen (vgl. ebd). In diesem Kontext legt der OECD-Bericht nahe, lifelong learning als „attitude“ zu begreifen (OECD 1996, S. 90), da es für die Weiterentwicklung des Gemeinwesens in politischer, ökonomischer so wie sozialer Hinisicht besonders bedeutsam ist (vgl. Hof 2009, S. 39).
„(…) learning while working and working while learning“ (OECD 1996, S. 100) stellt nach Dewe und Weber den Paradigmenwechsel dar, denn der Lernprozess fließt direkt in die Arbeit mit ein und ist mit dieser nicht voneinander zu trennen (vgl. Dewe / Weber 2007, S. 67).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Strukturwandel und die damit verbundene Notwendigkeit von Wissen und lebenslangem Lernen, um die Forschungsfrage nach der Rolle des Individuums in der betrieblichen Weiterbildung zu motivieren.
2. Lebenslanges Lernen: Dieses Kapitel erläutert die Genese und bildungspolitische Instrumentalisierung des Konzepts des Lebenslangen Lernens durch internationale Organisationen seit den 1970er Jahren und differenziert verschiedene Lernformen.
3. Berufliche/Betriebliche Weiterbildung: Hier werden die Begrifflichkeiten, institutionellen Träger sowie die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung in Deutschland dargestellt.
4. Diskussion der Beruflichen Weiterbildung: Das Kapitel diskutiert das Lernen am Arbeitsplatz, die Verortung von Lebenslangem Lernen im betrieblichen Kontext sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Rolle und Selbstentfaltung des Individuums in der Weiterbildung.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Hypothese, dass die betriebliche Weiterbildung stark von einer ökonomischen Humankapitalorientierung geprägt ist, die die individuellen Bedürfnisse des Menschen oft vernachlässigt.
Lebenslanges Lernen, betriebliche Weiterbildung, berufliche Weiterbildung, Wissensgesellschaft, Individuum, Humankapital, Lernen am Arbeitsplatz, informelles Lernen, Bildungspolitik, Qualifizierung, Kompetenzentwicklung, Selbstverwirklichung, Arbeitsmarkt, OECD, UNESCO.
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen betrieblicher Weiterbildung als ökonomisches Instrument zur Produktivitätssteigerung und dem Anspruch auf persönliche Selbstverwirklichung des Einzelnen im Kontext des Lebenslangen Lernens.
Die Arbeit behandelt die Entwicklung des Konzepts „Lebenslanges Lernen“ in der internationalen Bildungspolitik, die Unterscheidung verschiedener Lernformen sowie die spezifischen Rahmenbedingungen und Ziele betrieblicher Weiterbildung.
Das Ziel ist es, multiperspektivisch darzustellen, ob das Individuum durch betriebliche Weiterbildung tatsächlich gefördert wird oder ob die Beschäftigten für Unternehmen lediglich Mittel zum Zweck darstellen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und -auswertung bildungspolitischer Dokumente und wissenschaftlicher Fachliteratur sowie einer ergänzenden fallbezogenen Analyse.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Diskussion der betrieblichen Weiterbildung, das Lernen am Arbeitsplatz als deren Variante und die kritische Hinterfragung der Subjektperspektive innerhalb dieses Systems.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Lebenslanges Lernen, betriebliche Weiterbildung, Wissensgesellschaft, Humankapitalorientierung und Subjektperspektive charakterisiert.
Die Autorin nutzt das Beispiel des „Teamtalks“ in einem mittelständischen Schuh-Einzelhandel, um zu illustrieren, wie betriebliche Weiterbildung primär auf Umsatzvorgaben und ökonomischen Erfolg ausgerichtet ist.
Die Autorin schließt, dass das Individuum in einer Gesellschaft mit starker Humankapitalorientierung dazu gedrängt wird, sich einem ständigen Zwang zur Anpassung und Selbstoptimierung zu unterwerfen, wobei die echte Freiheit zur Selbstentfaltung kaum Raum findet.
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