Diplomarbeit, 2008
118 Seiten, Note: 2
1 Mittelständische Unternehmen in Deutschland
1.1 Quantitative Definition des Mittelstandes
1.1.1 EU Definition
1.1.2 IfM Bonn Definition
1.2 Qualitative Definition des Mittelstandes
1.2.1 EU Definition
1.2.2 IfM Bonn Defintion
1.3 Allgemein gültig vertretene Meinungen zur Einteilung von KMU´s
1.4 Gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Mittelstandes in Deutschland
1.5 Gegenwärtige Situation des Mittelstandes
2 Die Baseler Eigenkapitalanforderungen und deren Auswirkungen auf die Unternehmensfinanzierung bei KMU´s
2.1 Die 3 Säulen
2.1.1 Mindesteigenkapitalanforderungen
2.1.1.1 Der Standard Ansatz
2.1.1.2 Der IRB Ansatz
2.1.1.3 Anmerkungen
2.1.2 Überprüfungsverfahren
2.1.3 Marktdisziplin
2.2 Die Mittelstandskomponente
2.2.1 „Retail – Portfolio“
2.2.2 „Size Factor“
2.2.3 Der gehobene Mittelstand
2.3 Allgemeines zum heutigen Stand von Basel II
3 Rating als Notwendigkeit für Unternehmen zur Beschaffung von Fremdkapital und Banken zur Vergabe von Krediten
3.1 Arten von Ratings
3.1.1 Bankinternes Rating
3.1.1.1 Das Rating der Genossenschaftsbanken
3.1.1.2 Berücksichtigung von Sicherheiten
3.1.2 Externes Rating
3.1.2.1 Interne Nutzenpotentiale
3.1.2.2 Externe Nutzenpotentiale
3.1.3 Internationale Ratingagenturen
3.1.4 Nationale Mittelstands Ratingagenturen
3.2 Internes vs. Externes Rating
3.3 Der Ratingprozess
3.3.1 Vorbereitungsphase
3.3.2 Ratingphase
3.3.3 Kommunikationsphase
3.3.4 Wiederholungsphase
4 Optimierungsmöglichkeiten zur Ratingverbesserung
4.1 Transparenz und Kommunikation
4.2 Optimierung des Jahresabschlusses
4.3 Verbesserung der Risikolage
4.3.1 Risikomanagement
4.4 Controlling
4.5 Kennzahlensystem
4.6 Selbstrating
4.7 Steigerung des Unternehmenswerts
4.8 Allgemeines
5 Fremd- und Beteiligungsfinanzierung durch Rating
5.1 Leasing
5.2 Factoring
5.3 Weitere Neuartige Finanzierungsstrategien
5.3.1 Asset Backed Securities
5.3.2 Netting
5.3.3 Unternehmensanleihen (Corporate Bonds/Hybrid Bonds)
5.3.4 Beteiligungsfinanzierung
5.3.5 Private Equity
5.3.6 Venture Capital
5.3.7 Business Angels
5.4 Hybride Finanzierungsformen
5.4.1 Mezzaninefinanzierung
5.4.1.1 Nachrangdarlehen
5.4.1.2 Verkäuferdarlehen
5.4.1.3 Stille Beteiligung
5.4.1.4 Partiarisches Darlehen
5.4.1.5 Genussrechte
5.4.1.6 Wandelanleihen
Die Diplomarbeit hat zum Ziel, die Relevanz von Ratings für mittelständische Unternehmen im Kontext der Basel II-Anforderungen zu analysieren. Dabei wird untersucht, wie Unternehmen ihr Rating durch Transparenz, Risikomanagement und geeignete Finanzierungsstrategien aktiv optimieren können, um den Zugang zu Fremdkapital zu sichern.
3.1.2 Externes Rating
Im Gegensatz zum oben beschriebenen Bank internen Rating gibt es noch das sog. externe Rating. Dies darf aber keineswegs als konkurrierend gesehen werden, sondern vielmehr als Ergänzung. Dabei wird unterschieden zwischen kapitalmarktorientierte Ratings durch international tätige Ratingagenturen und mittelständischen orientierten Unternehmensratingagenturen. Da in dieser Diplomarbeit die Sicht des mittelständischen Kunden bearbeitet werden soll bleibt das kapitalmarktorientierte Rating außen vor. Es ist aber ein sehr großer positiver Aspekt zur Beschaffung für die in den späteren Kapiteln vorgestellten Finanzierungsalternativen.
Mit diesem Hintergrund lohnt es sich für ein mittelständisches Unternehmen erst gar nicht ab zu wägen, ob man ein externes oder internes Rating zur Kreditmittel Beschaffung vorziehen möchte. Das im Regelfall durch die Hausbank durchgeführte Rating wird somit zum Dreh- und Angelpunkt der Kreditbeziehung. Dem bankinternen Rating wird sich der Unternehmer nicht entziehen können, da in den Großbanken, Volks- und Raiffeisenbanken, Sparkassen sowie in kleineren Häusern seit einiger Zeit ein Rating geschäftspolitisch zur zwingenden Voraussetzung jeder Kreditgewährung gemacht wurde.
Ausnahme dabei gäbe es nur wenn eine Bank unter Basel II den Standardansatz für die Eigenmittelunterlegung der Kreditrisiken anwenden würde. Dies würde zur Folge haben, dass die Eigenmittelunterlegung dann direkt an das externe Ratingurteil geknüpft wäre. Der Unternehmer hätte in so einem Fall einen evidenten Vorteil gegenüber dem Kreditinstitut in seiner Verhandlungsposition. Wenn man sich aber vor Augen hält, dass das Kreditinstitut durch die Wahl des IRB – Ansatzes, bzw. des fortgeschrittenen IRB – Ansatzes mit einer geringeren Eigenmittelunterlegung belohnt wird, so kann man sich vorstellen, dass bis auf wenige Ausnahmen alle Kreditinstitute auf diese zwei Ansätze zurückgreifen werden.
1 Mittelständische Unternehmen in Deutschland: Definition und gesamtwirtschaftliche Bedeutung der KMU in Deutschland sowie Analyse ihrer aktuellen wirtschaftlichen Situation.
2 Die Baseler Eigenkapitalanforderungen und deren Auswirkungen auf die Unternehmensfinanzierung bei KMU´s: Erläuterung der Basel II-Regularien und deren Einfluss auf die Kreditvergabe und Risikobewertung von Unternehmen.
3 Rating als Notwendigkeit für Unternehmen zur Beschaffung von Fremdkapital und Banken zur Vergabe von Krediten: Detaillierte Darstellung der Ratingverfahren, der Unterscheidung zwischen internem und externem Rating sowie des Ablaufprozesses.
4 Optimierungsmöglichkeiten zur Ratingverbesserung: Strategische Ansätze für Unternehmen zur Verbesserung der Bonität durch Kommunikation, Kennzahlensysteme und Risikomanagement.
5 Fremd- und Beteiligungsfinanzierung durch Rating: Überblick über alternative Finanzierungsformen und deren Nutzen im Zusammenhang mit dem Ratingergebnis.
Basel II, Rating, Mittelstand, KMU, Kreditwürdigkeit, Eigenkapitalquote, Risikomanagement, Controlling, Jahresabschluss, Fremdkapital, Finanzierung, Bonität, Bankbeziehung, Transparenz, Mezzanine-Kapital.
Die Arbeit analysiert die Bedeutung von Ratings für mittelständische Unternehmen unter dem Einfluss der Basel II-Regularien und zeigt Möglichkeiten auf, wie Firmen ihre Bonität durch unternehmerische Maßnahmen verbessern können.
Die Schwerpunkte liegen auf den Anforderungen an KMU durch Basel II, dem Unterschied zwischen bankinternen und externen Ratings sowie verschiedenen Finanzierungsstrategien zur Stärkung der Eigenkapitalbasis.
Das Ziel ist es, mittelständischen Unternehmern einen Leitfaden zu geben, um den Ratingprozess besser zu verstehen und durch aktive Optimierung der Unternehmensführung das Rating und somit die Kreditkonditionen positiv zu beeinflussen.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse zur Bankenregulierung und Unternehmensfinanzierung sowie der Darstellung eines Praxisbeispiels zur Anwendung von Rating-Software.
Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Baseler Anforderungen, eine detaillierte Analyse der Rating-Methodik (quantitativ/qualitativ) sowie konkrete Ansätze zur Optimierung der Unternehmensfinanzierung.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Basel II, Rating, Mittelstand, KMU, Bonität, Risikomanagement, Controlling und Mezzanine-Kapital.
Das bankinterne Rating ist standardisiert und dient internen Bankzwecken zur Risikobewertung, während ein externes Rating individuell durch eine Ratingagentur erfolgt und eine neutrale, oft zukunftsorientierte Sichtweise bietet.
Ein systematisches Risikomanagement verbessert die Transparenz und Stabilität eines Unternehmens. Da Banken die Angemessenheit dieses Systems prüfen, wirkt sich dessen Vorhandensein positiv auf die Bonitätsnote aus.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

