Bachelorarbeit, 2017
55 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffsdefinitionen
2.1. Migration
2.2. Bildung
3. Geschichte der Migration in Deutschland
4. Bildungsprozesse
4.1. Bildungsbeteiligung
4.2. Bildungsbeteiligung in vorschulischen Institutionen
4.3. Exkurs: Die Verpflichtung und Verantwortung des deutschen Schulsystems
4.4. Bildungsbeteiligung in der Grundschule
4.5. Der Übergang von der Primar- in die Sekundarstufe
4.6. Bildungsbeteiligung an verschiedenen Schultypen der Sekundarstufe
4.7. Schulleistungen und Schulerfolge
5. Ursachen für Bildungsbenachteiligung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund an deutschen Schulen
5.1. Überblick der möglichen Ursachen für Bildungsbenachteiligung bei Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund
5.2. Humankapitaltheoretische Erklärung
5.3. Erklärung durch kulturelle Defizite
5.3.1. Defizitäre Herkunfts- und Lernkultur
5.3.2. Unterschichtskultur als defizitäres Sozialisationsumfeld
5.4. Institutionelle Diskriminierung
6. Reformvorschläge
7. Resümee
Die Arbeit untersucht die Ursachen der Bildungsbenachteiligung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im deutschen Schulsystem. Ziel ist es, den Erklärungswert verschiedener theoretischer Ansätze zu analysieren und zu prüfen, ob neben gesellschaftlichen und politischen Faktoren auch individuelle Aspekte zur Benachteiligung beitragen.
2.1. Migration
Der Begrifft Migration stammt aus der Etymologie und beschreibt den auf eine bestimmte Dauer bzw. dauerhaften Wechsel in eine andere Gesellschaft bzw. Region von einer oder mehreren Personen. In der Migrationsforschung wird in Binnen- und Außenmigration gegliedert: Während die Binnenmigration von einem einfachen Wohnortwechsel bis hin zu umfangreichen Wanderungen von Land in die Stadt oder Vertreibungen durch Kriege innerhalb eines Landes reicht, meint die Außenmigration jegliche Wanderungen über Landesgrenzen hinaus. Allgemein lässt sich sagen, dass alle Menschen, die wandern als Migranten bezeichnet werden. Der Begriff lässt sich gleichsetzen mit den uns bekannteren Begriffen „Wanderung“ bzw. „Wanderer“. Der Begriff „Ausländer“ wird im Alltag häufig als Synonym dafür verwendet. Um einen Überblick zu schaffen, wer als Migrant gilt, lässt sich nach Ceri und Aulinger grob in sogenannte Migrationsgruppen einteilen.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund und Darlegung der Zielsetzung sowie der forschungsleitenden Fragen.
2. Begriffsdefinitionen: Definition der zentralen Begriffe Migration und Bildung unter Berücksichtigung von Partizipationskriterien.
3. Geschichte der Migration in Deutschland: Historische Einordnung der verschiedenen Zuwanderungsphasen nach 1945 und deren Auswirkungen auf die heutige Generation.
4. Bildungsprozesse: Darstellung der Bildungsbeteiligung in vorschulischen und schulischen Institutionen, inklusive der Übergänge und Schulleistungen.
5. Ursachen für Bildungsbenachteiligung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund an deutschen Schulen: Theoretische Analyse der Ursachen durch humankapitaltheoretische, kulturelle und institutionelle Erklärungsansätze.
6. Reformvorschläge: Entwicklung von Lösungsansätzen wie die Förderung der Durchlässigkeit und elementarpädagogische Bildung zur Verbesserung der Bildungschancen.
7. Resümee: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage unter Berücksichtigung der analysierten Theorien und der Ergebnisse der Arbeit.
Migration, Bildungsbenachteiligung, Migrationshintergrund, deutsche Schulen, Bildungserfolg, Humankapitaltheorie, institutionelle Diskriminierung, Schullaufbahn, Chancengleichheit, Integration, Schulsystem, Bildungsbiografie, Sozialisation, Migrationsforschung, Schulleistungsstudien
Die Arbeit analysiert die Ursachen, warum Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund in Deutschland häufiger benachteiligt sind und schlechtere Bildungschancen haben.
Die zentralen Felder sind die Bildungsbeteiligung in verschiedenen Institutionen (Vorschule, Grundschule, Sekundarstufe), die historische Entwicklung der Migration sowie theoretische Erklärungsmodelle für Bildungsungleichheit.
Das Ziel ist es, den Erklärungswert unterschiedlicher Theorien für die Bildungsbenachteiligung zu bewerten und Verbesserungsvorschläge für ein gerechteres Schulsystem zu identifizieren.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Bildungsstatistiken und Schulleistungsstudien basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Bildungsprozesse sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit drei Theorien: Humankapitaltheorie, kulturelle Defizitmodelle und institutionelle Diskriminierung.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Migrationshintergrund, Bildungschancen, institutionelle Diskriminierung, humankapitaltheoretische Erklärung und das deutsche Schulsystem.
Die Arbeit zeigt, dass das gegliederte Schulsystem und Praktiken der Selektion, wie frühe Übergangsempfehlungen, als institutionelle Barrieren wirken und Migrationskinder strukturell benachteiligen können.
Die Arbeit stellt heraus, dass sprachliche Defizite oft als entscheidender Faktor für Bildungsmisserfolge angeführt werden, wobei die sprachliche Förderung eine Schlüsselrolle für die Integration spielt.
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