Bachelorarbeit, 2020
58 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
I. EXEGETISCHE ANALYSE DER PERIKOPE MT 18, 21-35
2. VORÜBERLEGUNGEN UND TEXTSICHERUNG
2.1. PERSÖNLICHER ZUGANG ZUM TEXT
2.2. WIRKUNGSGESCHICHTLICHE REFLEXION
2.3. ABGRENZUNG DER PERIKOPE
2.4. ÜBERSETZUNGSVERGLEICH
3. SPRACHLICH-SACHLICHE ANALYSE DES TEXTES
3.1. SOZIALGESCHICHTLICHE UND HISTORISCHE FRAGEN, REALIEN
3.2. TEXTLINGUISTISCHE FRAGESTELLUNGEN
a. Basisopposition und Gegensatzpaare
b. Spannungsbögen
c. Tragende Begrifflichkeiten und semantische Felder
d. Akteure
e. Quantitäten
f. Wiederholungen & Proformen
g. Verknüpfungen
h. Tempora
i. Erzählbrüche
j. Textgliederung
k. Kohärenz
l. Strukturskizze: Mt 18,21-35
4. DIE AUSSAGEABSICHT DES AUTORS
4.1. FORM- UND GATTUNGSANALYSE
4.2. TEXTPRAGMATISCHE ANALYSE
5. KONTEXTUELLE ANALYSE
5.1. TRADITIONSGESCHICHTE
5.2. RELIGIONSGESCHICHTLICHER VERGLEICH
5.3. SYNOPTISCHER VERGLEICH IM WEITEREN UND ENGEREN SINN
6. DER TEXT ALS TEIL EINES THEOLOGISCHEN GESAMTKONZEPTS
6.1. KOMPOSITIONSKRITIK
6.2. REDAKTIONSKRITIK
7. ERGEBNIS DER EXEGETISCHEN ANALYSE
II. KRITISCHER VERGLEICH DER PERIKOPE MIT IHRER UMSETZUNG IM ADONIA-MUSICAL „77 – WIE GOTT MIR, SO ICH DIR!“
8. ADONIA DEUTSCHLAND
8.1. GESCHICHTE, ORGANISATION UND VISION
8.2. PERSÖNLICHER BEZUG
9. DAS MUSICAL
9.1. AUFBAU DES MUSICALS
9.2. INHALTLICHE ZUSAMMENFASSUNG DES MUSICALS
10. KRITISCHER VERGLEICH DES MUSICALS MIT DER EXEGETISCHEN ANALYSE
10.1. LIED 1, PROLOG (S. 4-6)
10.2. SZENE 1, LIED 2 (S. 6-9)
10.3. SZENE 2, LIED 3 (S. 9-12)
10.4. SZENE 3, LIED 4 (S. 13-14)
10.5. SZENE 4, LIED 5 (S. 15-17)
10.6. SZENE 5, LIED 6, SZENE 6 (S. 18-20)
10.7. SZENE 7, LIED 7 (S. 21-25)
10.8. SZENE 8, LIED 8 (S. 26-29)
10.9. SZENE 9, LIED 9 (S. 29-31)
10.10. SZENE 10, LIED 10 (S. 32-33)
10.11. SZENE 11A, LIED 11 (S. 34-36)
10.12. SZENE 11B, LIED 12, LIED 13 (S. 36-41)
10.13. SZENE 12, SZENE 13, LIED 14, SZENE 14 (S. 42-45)
10.14. SZENE 15, LIED 15, LIED 16 (S. 46-50)
11. FAZIT
11.1. PERSÖNLICHES FAZIT
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das "Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht" (Mt 18,21-35) durch eine exegetische Analyse und vergleicht diese Ergebnisse kritisch mit der inhaltlichen und musikalischen Umsetzung im Adonia-Musical "77 – Wie Gott mir, so ich dir!". Ziel ist es, die Intention des biblischen Autors zu ergründen und aufzuzeigen, wie das Musical diese theologischen Aspekte aufnimmt, ergänzt oder verändert.
2.1. Persönlicher Zugang zum Text
Im Laufe meines Lebens begegnete mir die vorliegende Bibelstelle bereits einige Male, jedoch beschäftigte ich mich nie intensiv mit den Inhalten. Durch das aktuelle Adonia-Musical wurde ich erneut auf die Perikope aufmerksam und stellte durch die szenische Umsetzung und Interpretation fest, dass sich bei genauerem Betrachten mehr hinter dem Gleichnis verstecken könnte, als bisher von mir angenommen. Dies zu entdecken, stellt eine meiner Motivationen für diese Bachelorarbeit dar.
Bevor ich die Bibelstelle näher betrachte, ist wichtig, zu benennen, dass ich die Bibel als von Gott inspiriert und von Menschen verschriftlicht verstehe. Somit hat sie auch heute noch Bedeutung für unser Leben. Mir ist es ein Anliegen, zu bedenken, dass jeder Autor der Bibel eigene Interpretationen mit einfließen ließ, welche im Kontext der damaligen Zeit möglicherweise andere Bedeutungen hatten als heute. Daher ist ein kritisches und reflektiertes Hinterfragen wichtig, welches nicht jedes Wort kontextlos als uneingeschränkte Wahrheit bewertet.
Die Bibelstelle wirft zunächst einige Fragen auf, die ich mit meinem persönlichen Gottesbild in Einklang bringen möchte. Auf den ersten Blick erscheint Gott, welcher im Gleichnis von einem König repräsentiert wird, zwar anfangs gnädig, schlussendlich jedoch zornig und bestrafend. Dies löst beim ersten Lesen ein einschüchterndes Gefühl in mir aus, da ich Gott als liebevoll und gerecht sehe. Nach mehrmaliger Betrachtung erkenne ich jedoch, dass eben diese Reaktion des Königs auf das Handeln des Dieners Gerechtigkeit darstellt. Wer selbst Güte erfährt, sollte diese auch weitergeben. Alles andere wäre Egoismus und Selbstbezogenheit.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Vergebung und Vorstellung der Forschungsabsicht, bestehend aus Exegese und Musical-Vergleich.
2. VORÜBERLEGUNGEN UND TEXTSICHERUNG: Persönliche Reflexion zum Textverständnis, Klärung der Wirkungsgeschichte und Vergleich verschiedener Bibelübersetzungen zur Vorbereitung der Exegese.
3. SPRACHLICH-SACHLICHE ANALYSE DES TEXTES: Untersuchung der historischen Kontexte, Realien und textlinguistischen Merkmale, wie Basisoppositionen und Spannungsbögen.
4. DIE AUSSAGEABSICHT DES AUTORS: Analyse der Gattung und der pragmatischen Funktion des Textes, um die Intention des Autors zur Verhaltensänderung der Leserschaft zu identifizieren.
5. KONTEXTUELLE ANALYSE: Rückführung auf literarische Quellen und Traditionen sowie synoptischer Vergleich mit anderen Evangelienstellen.
6. DER TEXT ALS TEIL EINES THEOLOGISCHEN GESAMTKONZEPTS: Verortung der Perikope innerhalb des Matthäusevangeliums und Analyse der redaktionellen Absichten des Autors.
7. ERGEBNIS DER EXEGETISCHEN ANALYSE: Zusammenführung der Erkenntnisse über die Intention von Matthäus und die Bedeutung des Gleichnisses für die Gemeinde.
8. ADONIA DEUTSCHLAND: Vorstellung der Organisation Adonia e.V. sowie Reflexion des persönlichen Bezugs des Autors zur Institution.
9. DAS MUSICAL: Erläuterung des Aufbaus und der inhaltlichen Zusammenfassung des Adonia-Musicals "77 – Wie Gott mir, so ich dir!".
10. KRITISCHER VERGLEICH DES MUSICALS MIT DER EXEGETISCHEN ANALYSE: Detaillierte synchrone Gegenüberstellung der einzelnen Musicalszenen mit den exegetischen Befunden der Perikope.
11. FAZIT: Synthese der Ergebnisse aus Musical-Untersuchung und exegetischer Analyse mit Blick auf die Vergebungsbereitschaft und das Gottesbild.
Vergebung, Matthäusevangelium, Adonia, Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht, Exegese, Musical, Nächstenliebe, Schuld, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Imitatio Dei, Religionspädagogik, Bibelanalyse, Gemeindereden, christliche Erziehung
Die Arbeit untersucht das "Gleichnis vom unbarmherzigen Knecht" im Matthäusevangelium sowohl aus wissenschaftlich-exegetischer Sicht als auch durch den kritischen Vergleich mit einer modernen, musikalischen Bühnenumsetzung.
Die zentralen Themen sind das biblische Verständnis von Vergebung, das Gottesbild (Gerechtigkeit vs. Barmherzigkeit), die christliche Nachfolge sowie die Rezeptionsgeschichte biblischer Stoffe in der modernen Kinder- und Jugendarbeit.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein biblischer Text für die heutige Zeit und Zielgruppe – hier Kinder und Jugendliche in Musicalcamps – interpretiert wird und wo die Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten zwischen exegesewissenschaftlicher Auslegung und künstlerischer Adaption liegen.
Der Autor verwendet eine exegetische Methodik nach dem "Leitfaden Exegese" von Erlemann & Wagner (2013), die von einer synchronen Analyse über die Traditionsgeschichte bis zur Kompositions- und Redaktionskritik reicht.
Der Hauptteil gliedert sich in zwei große Blöcke: Erstens die fundierte wissenschaftliche Exegese der Perikope Mt 18,21-35 und zweitens den detaillierten Vergleich dieser Ergebnisse mit der Struktur und den Liedtexten des Adonia-Musicals.
Die wichtigsten Begriffe sind Vergebung, Schuld, Imitatio Dei, Gerechtigkeit, Matthäusevangelium, Adonia-Musical und religionspädagogische Praxis.
Während im biblischen Gleichnis die Zornesreaktion des Königs ein zentrales Element zur Verdeutlichung der Konsequenz mangelnder Vergebung ist, fokussiert das Musical stärker auf die unendliche Güte Gottes und interpretiert das Gericht als eine Form von Enttäuschung, um die Motivation zur Vergebung hoffnungsvoller zu gestalten.
Geld dient im Musical als moderne Metapher für alles, was der Mensch von Gott geschenkt bekommt. Der Umgang mit Geld verdeutlicht im Musical die menschliche Gier, Arroganz und den Egoismus, was den Kontrast zur bedingungslosen Vergebung durch den "Maharadscha" (Gott) schärft.
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