Diplomarbeit, 2008
82 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
2 Begriffsbestimmung und Themenabgrenzung
3 Unternehmensbewertung von Akquisitionsobjekten
3.1 Der Shareholder-Value-Ansatz
3.2 Analyse der Wertsteigerung
3.2.1 Einzelbewertungsverfahren
3.2.2 Gesamtbewertungsverfahren
3.2.2.1 Ertragswertverfahren
3.2.2.2 DCF-Verfahren
3.2.2.3 Weitere managementorientierte Wertansätze
3.2.2.4 Multiplikator-Verfahren
3.2.3 Börsenwert
3.3 Bestimmung der Wertsteigerung und Interpretation
4 Strategische Akquisitionen als Wertsteigerungsinstrument
4.1 Motive von Unternehmensakquisitionen
4.1.1 Effizienzorientierte Theorien
4.1.2 Monopoltheorie
4.1.3 Risikominderung durch Diversifikation
4.1.4 Finanzielle Motive
4.1.5 Persönliche Motive
4.1.6 Abschließende Bemerkungen
4.2 Phasen und Ebenen des strategischen Akquisitionsprozesses
4.2.1 Vorbereitungsphase und Strategieentwicklung
4.2.1.1 Strategische Analyse
4.2.1.2 Strategieformulierung
4.2.1.3 Strategiebewertung und -auswahl mittels Wertsteigerungsansatz
4.2.1.4 Formulierung der Akquisitionsstrategie
4.2.2 Transaktionsphase
4.2.3 Integrationsphase
5 Zusätzliche Einflussfaktoren auf das Wertsteigerungspotential strategischer Akquisitionen
5.1 Vertragsgestaltung und finanzielle Auswirkungen
5.2 Synergiepotentiale
5.3 Die menschliche Komponente
5.4 Post-Akquisitionsplan
6 Resümee
Die Arbeit untersucht, inwieweit strategische Akquisitionen als Instrument zur nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts dienen können. Dabei wird analysiert, welche Bewertungsverfahren geeignet sind, um Akquisitionsobjekte zu beurteilen und wie diese durch eine wertorientierte Unternehmensführung in den Strategieprozess integriert werden.
3.2.1 Einzelbewertungsverfahren
Die EBV werden untergliedert in das Substanz- und Liquidationswertverfahren. Der Substanzwert eines Unternehmens stellt den Wert dar, der im Falle der Fortführung (Going Concern) für eine identische Reproduktion des Unternehmens zu entrichten wäre und wird aus der Bilanz des Unternehmens ermittelt, indem eine Summierung aller betriebsnotwendigen Vermögensgegenstände bewertet zu Marktpreisen erfolgt. Von dieser Summe werden die Marktwerte des FKs abgezogen. Dieser Betrag wird um das zu Liquidationspreisen bewertete nicht betriebsnotwendige Vermögen erhöht, um den Unternehmenswert zu ermitteln.
Der Substanzwert drückt die Untergrenze für den Wert eines Unternehmens aus, jedoch ist seine Ermittlung in der Praxis schwer, da die Wiederbeschaffungswerte der einzelnen Aktiva oft nur geschätzt werden können. Es werden weder zukünftige Zahlungsströme noch Wachstumspotentiale berücksichtigt und es erfolgt keine Aussage über die Rentabilität einer möglichen Investition. Somit wird eine für die Zukunftsorientierung realistische Wertermittlung verhindert.
Im Falle einer Geschäftsaufgabe oder einer Sanierung kann der Liquidationswert herangezogen werden. Hier ist der fiktive Preis entscheidend, den ein potentieller Käufer bereit ist, für Vermögensgegenstände des Unternehmens zu zahlen. Je kürzer der Zeitraum einer Liquidation ist, umso niedriger gestaltet sich der mögliche Veräußerungserlös. Das FK zu Nominalwerten und mögliche Kosten, die bei einer Unternehmenszerschlagung entstehen können, werden von der Summe der Liquidationswerte aller Vermögenswerte abgezogen. Das daraus resultierende Ergebnis ist der Liquidationswert, der die absolute Wertuntergrenze eines Unternehmens darstellt.
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Mergers & Acquisitions im Kontext des Shareholder-Value-Gedankens und hinterfragt deren Eignung als Instrument zur Wertsteigerung.
2 Begriffsbestimmung und Themenabgrenzung: Es erfolgt eine Definition der zentralen Begriffe wie Unternehmenswert, Shareholder Value und M&A, um ein gemeinsames Verständnis für die weitere Untersuchung zu schaffen.
3 Unternehmensbewertung von Akquisitionsobjekten: Dieser Abschnitt vergleicht verschiedene Bewertungsmethoden, wobei der Fokus auf dem DCF-Verfahren liegt, welches als Grundlage für die Analyse der Wertsteigerung dient.
4 Strategische Akquisitionen als Wertsteigerungsinstrument: Hier werden die Motive für Akquisitionen, von Effizienztheorien bis hin zu persönlichen Managerinteressen, analysiert und der Prozess von der Strategieentwicklung bis zur Integration detailliert dargestellt.
5 Zusätzliche Einflussfaktoren auf das Wertsteigerungspotential strategischer Akquisitionen: Der Fokus liegt auf praktischen Faktoren wie der Vertragsgestaltung, dem Synergiepotential, menschlichen Komponenten und der Bedeutung eines strukturierten Post-Akquisitionsplans.
6 Resümee: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und die zentrale Bedeutung einer strategisch fundierten, wertorientierten Unternehmensführung für den Erfolg von Akquisitionen betont.
Unternehmensbewertung, Shareholder Value, Akquisitionen, Mergers & Acquisitions, DCF-Verfahren, Wertsteigerung, Strategische Planung, Synergiepotenziale, Due Diligence, Unternehmensführung, Kapitalkosten, Integrationsmanagement, Marktwert, Unternehmensstrategie, Werttreiber
Die Diplomarbeit untersucht, wie strategische Akquisitionen den Unternehmenswert nachhaltig steigern können und welche Rolle dabei eine wertorientierte Strategieplanung spielt.
Die zentralen Felder umfassen Methoden der Unternehmensbewertung, Motive für M&A-Transaktionen, die Phasen des Akquisitionsprozesses sowie die Analyse von Werttreibern und Synergieeffekten.
Das Ziel ist es aufzudecken, unter welchen Voraussetzungen Akquisitionen tatsächlich den Unternehmenswert für die Eigentümer erhöhen können, anstatt diesen zu vernichten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich finanzwirtschaftlicher Bewertungsverfahren, insbesondere dem Shareholder-Value-Ansatz nach Rappaport.
Der Hauptteil analysiert Bewertungsverfahren, die Motive für Akquisitionen (z.B. Monopoltheorie, Diversifikation) und den gesamten Prozess einer Übernahme von der Vorbereitungsphase bis zur Integration.
Wichtige Begriffe sind Unternehmensbewertung, Shareholder Value, M&A, DCF-Verfahren, Wertsteigerung und Synergiepotenziale.
Das DCF-Verfahren ist für die Arbeit zentral, da es eine wertorientierte Steuerung ermöglicht und die tatsächlichen zukünftigen Zahlungsmittelüberschüsse stärker in den Fokus rückt als buchhalterische Gewinngrößen.
Die Arbeit betont, dass der Faktor Mensch (Humankapital, Ängste, Unternehmenskultur) über den Erfolg oder Misserfolg der Integration entscheidet und somit einen kritischen Risikofaktor darstellt.
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