Diplomarbeit, 2008
94 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Produktionslogistik und Supply Chain Management
2.1 Elemente der Logistik und ihre Entwicklung
2.1.1 Bestandteile und Aufgaben der Logistik
2.1.2 Wandel und Bedeutung der Logistik in der BWL
2.1.3 Einfluss von Megatrends auf die Logistik
2.1.4 Die organisatorische Entwicklung der Logistik
2.1.5 Logistik als Querschnittsfunktion in Unternehmen
2.2 Produktionslogistik
2.2.1 Definition und Konzeption der Produktionslogistik
2.2.2 Ziele der Produktionslogistik
2.3 Supply Chain Management
2.3.1 Grundprinzipien und Definition
2.3.2 Ziele und Erfolgspotentiale
2.3.3 Planungsstrategien in Wertschöpfungsketten
2.3.3.1 Die Gestaltung von Geschäftsprozessen
2.3.3.2 Die Schiebe-Logistik
2.3.3.3 Die Zieh-Logistik
2.3.4 Herausforderungen des Supply Chain Management
2.3.5 Entwicklung zur ganzheitlichen Prozessbetrachtung
2.4 Logistik-Netzwerke
2.4.1 Ebenen in einem Netzwerk
2.4.2 Supply Chain vs. Supply Network
3 Konzepte der Produktionslogistik
3.1 Prozesskettentransparenz
3.1.1 Identifikationssysteme
3.1.1.1 Barcode
3.1.1.2 Radiofrequenz-Identifikation
3.1.2 Tracking & Tracing
3.1.3 Ergebnisorientierte Steuerung von Prozessketten durch Supply Chain Event Management
3.2 Anlieferkonzepte
3.2.1 Just in Time
3.2.2 Just in Sequence
3.3 Versorgungskonzepte
3.3.1 Vendor Managed Inventory
3.3.2 Konsignationslager
3.3.3 Das Lieferanten-Logistik-Zentrum
3.4 Steuerungsverfahren der Produktionsversorgung
3.4.1 Material Requirements Planning
3.4.2 Fortschrittszahlen
3.4.3 Kanban
3.4.4 Conwip-Steuerung
3.4.5 Polca
3.4.6 Optimized Production Technology
3.4.7 Retrograde Terminierung
3.5 Elemente der Produktionsplanung und –steuerung
3.5.1 Die Relevanz der Produktionsplanung und -steuerung für die Logistik
3.5.2 Kennzahlensysteme zur Steuerung
3.5.2.1 Kennzahlen und ihre Bedeutung in der Logistik
3.5.2.2 Kennzahlen zur Bewertung von Supply Chains
3.5.2.3 Die Balanced Scorecard
4 Das Prinzip des Supply Chain Management für die Produktionslogistik
4.1 Strategische Elemente des Supply Chain Management
4.2 Operative Elemente des Supply Chain Management
4.3 Steuerungskonzepte
4.3.1 Hierarchische Supply-Chain-Steuerung
4.3.2 Heterarchische Supply Chain Collaboration
4.4 Übertragbarkeit der SCM-Konzepte auf die Produktionslogistik
4.5 Produktionsplanung und Steuerungssysteme in der Produktionslogistik und ihre Verwendbarkeit für das Supply Chain Management
4.5.1 Enterprise Resource Planning
4.5.2 Advanced Planning and Scheduling
4.5.3 Data Warehouse System
4.6 Make or buy in der Produktionslogistik
4.6.1 Make-or-buy-Entscheidungen im Unternehmen
4.6.2 Segmente der Logistics Service Provider und ihre Rolle im Markt
4.6.3 Supplier Integration
5 Supply Chain Collaboration als Konzept für die Unterstützung der Ziele der Produktionslogistik
5.1 Begriff und Merkmale einer Collaboration
5.2 Collaboration in der Supply Chain
5.3 Elemente der Collaboration
5.4 Voraussetzungen für die Implementierung von Supply Chain Collaboration
5.5 Bewertung der Supply Chain Collaboration hinsichtlich der Produktionslogistik
5.6 Erfolgspotenziale der Supply Chain Collaboration
5.7 Entwicklung der Supply Chain Collaboration
5.8 Grenzen der kollaborativen Zusammenarbeit
6 Fazit
Die vorliegende Diplomarbeit analysiert die veränderte Rolle der Produktionslogistik und des Supply Chain Managements (SCM) in modernen Logistik-Netzwerken. Dabei wird untersucht, wie Unternehmen durch eine ganzheitliche Prozessbetrachtung, verbesserte Transparenz und kollaborative Steuerungsansätze Wettbewerbsvorteile erzielen können, um den Herausforderungen globaler Märkte zu begegnen.
2.3.4 Herausforderungen des Supply Chain Management
Das Supply-Chain-Management-Konzept ist durch eine hohe Vielschichtigkeit, d.h. durch die Vernetzung von Lieferanten, Material, Teilen, Produkten und Kunden geprägt. Prozesse und Lieferketten werden jedoch in vielen Unternehmen nicht eingegliedert betrachtet. Die einzelnen Unternehmen entlang der Supply Chain verfolgen ihre eigenen Interessen, wodurch sich Nachfrageschwankungen entlang der Lieferkette verstärken. Dieses Phänomen ist als „Bullwhip-Effekt“ bekannt und liegt in der Tatsache begründet, dass alle Unternehmen der Lieferkette einen eigenen Sicherheitsbestand aufbauen und der Zeitverzug im Informationsfluss vom Kunden zum Zulieferer zu einer Überreaktion in der Bestellpolitik führt, wenn zu einem früheren Zeitpunkt getätigte Bestellungen noch nicht eingetroffen sind, der Bestand aber weiter sinkt.
Diese Überreaktion verstärkt sich, je weiter die Lagerstufen vom eigentlichen Bedarfspunkt entfernt liegen. Ebenfalls führen nicht synchronisierte Bestellzeitpunkte zu einer Erhöhung der Nachfrage entlang der Lieferkette. In der Sichtweise von Schönsleben beschreibt der Bullwhip-Effekt „ein extremes Schwanken der Bestände am Anfang einer Versorgungskette bei gleichzeitig kleiner oder keiner Änderung des Kundenbedarfs. Großer Lieferrückstand wechselt sich zudem mit großem Überbestand ab.“ Betrachtet man Rüggebergs Ausführungen, so verdeutlicht der Bullwhip-Effekt, „dass bei lokal begrenzten Informationen und Entscheidungen kleine Nachfrageschwankungen der Endverbraucher auf jeder weiteren Stufe der Supply Chain zu immer größeren Streuungen der Bedarfsmengen führen. Es handelt sich hierbei um ein Phänomen der Distribution, das exemplarisch für die Schwierigkeit der Abstimmung von Lieferketten steht.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Dynamik der modernen Logistik ein, beleuchtet das Ziel der Arbeit, die Rolle der Produktionslogistik im SCM neu zu definieren, und skizziert den methodischen Aufbau der Untersuchung.
2 Produktionslogistik und Supply Chain Management: Das Kapitel leitet die wesentlichen Begriffe aus der Fachliteratur her und erläutert die Grundlagen der Logistik, die Rolle der Produktionslogistik sowie die Prinzipien und Herausforderungen des SCM, inklusive der Analyse von Logistik-Netzwerken.
3 Konzepte der Produktionslogistik: Hier werden zentrale Konzepte wie Prozesskettentransparenz, Anliefer- und Versorgungskonzepte sowie spezifische Steuerungsverfahren der Produktionsversorgung und Kennzahlensysteme im Detail aufgezeigt.
4 Das Prinzip des Supply Chain Management für die Produktionslogistik: Dieses Kapitel analysiert die strategischen und operativen Elemente des SCM, untersucht verschiedene Steuerungskonzepte und beleuchtet IT-Systeme sowie Make-or-buy-Entscheidungen im Kontext der Produktionslogistik.
5 Supply Chain Collaboration als Konzept für die Unterstützung der Ziele der Produktionslogistik: Der Kernteil der Arbeit widmet sich dem Konzept der Supply Chain Collaboration, beschreibt dessen Merkmale, Voraussetzungen und Erfolgspotenziale sowie die Grenzen der kollaborativen Zusammenarbeit in der Praxis.
6 Fazit: Das Fazit kritisiert die Schwierigkeiten bei der Umsetzung klassischer SCM-Theorien und stellt die Supply Chain Collaboration als realitätsnahen und notwendigen "Königsweg" für Unternehmen in einem globalen Wettbewerbsumfeld dar.
Produktionslogistik, Supply Chain Management, Logistik-Netzwerke, Bullwhip-Effekt, Supply Chain Collaboration, Prozessoptimierung, Wertschöpfungskette, Identifikationssysteme, ERP-Systeme, Advanced Planning and Scheduling, Bestandsmanagement, Prozesskettentransparenz, Make-or-buy, Supplier Integration, Logistikdienstleister
Die Diplomarbeit untersucht den Wandel der Produktionslogistik und des Supply Chain Managements (SCM) hin zu einer unternehmensübergreifenden, netzwerkbasierten Sichtweise.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der Logistik, moderne Steuerungsverfahren, IT-gestützte Planungssysteme (wie ERP und APS) und insbesondere das Konzept der kollaborativen Zusammenarbeit (Collaboration) zwischen Geschäftspartnern.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch Supply Chain Collaboration die Ziele der Produktionslogistik – maximale Versorgungssicherheit bei minimalen Kosten – auch über Unternehmensgrenzen hinweg in komplexen Netzwerken erreichen können.
Es handelt sich um eine fundierte theoretische Analyse und Literaturrecherche, die Konzepte der Produktionslogistik und des SCM systematisch herleitet, bewertet und in einen praxisnahen Lösungsrahmen überführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der wesentlichen Konzepte der Produktionslogistik (wie Anliefer- und Versorgungskonzepte), die Analyse des SCM-Prinzips, den Einsatz unterstützender Informationstechnologien und die detaillierte Beschreibung der Supply Chain Collaboration.
Wichtige Begriffe sind Produktionslogistik, Supply Chain Management, Bullwhip-Effekt, Supply Chain Collaboration, Prozesskettentransparenz und unternehmensübergreifende Wertschöpfung.
Der Bullwhip-Effekt wird als ein Kernproblem der Distribution identifiziert, bei dem kleine Nachfrageschwankungen beim Endkunden auf jeder Stufe der Lieferkette zu immer größeren Streuungen der Bedarfsmengen führen, was durch kollaborative Abstimmung reduziert werden soll.
ERP-Systeme fokussieren oft auf unternehmensinterne Prozesse und erlauben keine direkte Einbindung von Lieferanten- oder Kundeninformationen, weshalb sie durch fortgeschrittene APS-Systeme ergänzt werden müssen, um eine synchrone Planung über die gesamte Supply Chain zu ermöglichen.
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