Bachelorarbeit, 2019
54 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlage
2.1 Begriffsdefinition nonverbale Kommunikation
3 Kommunikationsmodelle
3.1 Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun
3.2 Maximen der Kommunikation nach Grice
3.3 Regeln für gelingende Kommunikation nach Rogers
3.4 Kommunikationsmodell nach Watzlawick
4 Radikaler Konstruktivismus
5 Habitus nach Bourdieu
5.1 Ökonomisches Kapital
5.2 Kulturelles Kapital
5.3 Soziales Kapital
5.4 Symbolisches Kapital
6 Der Kulturbegriff
7 Interkulturelle Differenzen
7.1 Mimik
7.2 Gestik
7.3 Proxemik
8 Lösungsansätze
9 Folgerung und Ausblick
10 Verweise
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Bedeutung nonverbaler Kommunikation innerhalb interkultureller Lerngruppen, um kulturell bedingte Differenzen in der Körpersprache zu identifizieren und daraus resultierende Fehldeutungen zu minimieren.
3.1 Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun
Das Modell, welches auch als vier-Ohren-Modell bekannt ist, beschreibt einen Sender mit einer zu sendenden Botschaft. Ziel ist die Erwerbung dieser durch den Empfänger. Dabei enthält ein und dieselbe Äußerung vier zu gleicher Zeit und gemeinsam stattfindende Botschaften (vgl. Schulz von Thun 1981, 25 f.). Es wird unterteilt in:
1. Sachinhalt: Sachinformation, die durch den Sender an den Empfänger vermittelt werden sollen. Bei der Überbringung einer Nachricht mit Sachinformationen, steht „die Sache“ (ebd., 26) im Vordergrund.
2. Selbstoffenbarung: Die sendende Person geriert neben der Nachricht auch Botschaften über sich. Schulz von Thun wählt den Begriff der „Selbstoffenbarung“, welcher die „gewollte Selbstdarstellung“ und „unfreiwillige Selbstenthüllung“ einschließt (ebd., 27).
3. Beziehungsaussage: Wie innig oder distanziert die Beziehung zwischen Sender und Empfänger ist und was von der gegenüberstehenden Person gehalten wird, geht oft mit einer Nachricht und enthaltenen Elementen wie „ de[n] gewählten Formulierungen, […] [dem] Tonfall und anderen nichtsprachlichen Begleitsignalen“ (ebd., 27) einher.
4. Appell: Mit jeder Botschaft wird ein bestimmtes Ziel verfolgt, mit dem der Sender „Einfluß“ (ebd., 29) auf den Gegenüber nehmen möchte und welches durch die Appellinformationen einer Nachricht erreicht werden soll. Welche Absicht hat die sendende Person? Soll der Kommunikationspartner gewisse Tätigkeiten unterlassen, oder wird das gezielte Ausführen bestimmter Aktionen gewünscht (vgl. ebd., 29)?
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der nonverbalen Kommunikation in interkulturellen Kontexten ein und stellt das Ziel dar, durch Sensibilisierung kulturelle Missverständnisse zu verringern.
2 Theoretische Grundlage: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der nonverbalen Kommunikation und verweist auf die Schwierigkeit einer einheitlichen wissenschaftlichen Definition.
3 Kommunikationsmodelle: In diesem Teil werden verschiedene theoretische Modelle (Schulz von Thun, Grice, Rogers, Watzlawick) vorgestellt, die den Kommunikationsprozess und potenzielle Störquellen beleuchten.
4 Radikaler Konstruktivismus: Dieses Kapitel beschreibt die Annahme, dass menschliches Wissen subjektiv konstruiert ist und die Welt individuell wahrgenommen wird.
5 Habitus nach Bourdieu: Das Kapitel verknüpft Sozialisation, Kapitalsorten und Habitus, um zu verdeutlichen, wie vergangene Erfahrungen und gesellschaftliche Stellung das menschliche Handeln prägen.
6 Der Kulturbegriff: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über verschiedene Definitionen von Kultur und stellt die sechs Kulturdimensionen nach Hofstede zur Charakterisierung länder- und arbeitsrelevanter Werte vor.
7 Interkulturelle Differenzen: Dieses Hauptkapitel analysiert konkret Unterschiede in Mimik, Gestik und Proxemik sowie deren Auswirkungen auf zwischenmenschliche Interaktionen.
8 Lösungsansätze: Hier werden Lösungswege diskutiert, wie durch Reflexion und interkulturelle Kompetenz Missverständnisse in heterogenen Lerngruppen gemindert werden können.
9 Folgerung und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass interkulturelle Konflikte durch Wertschätzung und Empathie bewältigt werden können, auch wenn sie nie vollständig vermeidbar sind.
10 Verweise: Das Literaturverzeichnis listet alle verwendeten Quellen der Arbeit auf.
nonverbale Kommunikation, interkulturelle Lerngruppen, Kommunikationsmodelle, Habitus, Bourdieu, Konstruktivismus, Kulturdimensionen, Körpersprache, Mimik, Gestik, Proxemik, interkulturelle Kompetenz, Sozialisation, Missverständnisse, kulturelle Differenzen.
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Bedeutung nonverbaler Kommunikation innerhalb interkultureller Gruppen.
Zu den zentralen Themen gehören Kommunikationsmodelle, die Theorie des Konstruktivismus, das Habitus-Konzept nach Bourdieu, Kulturdimensionen sowie spezifische Aspekte der Körpersprache wie Mimik, Gestik und Proxemik.
Das Ziel ist es, durch die Analyse kultureller Unterschiede in der Körpersprache das Verständnis für fremde Kulturen zu erhöhen, um Fehldeutungen zu minimieren und eine reibungslose Zusammenarbeit zu ermöglichen.
Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Kommunikations- und Lerntheorien sowie eine Analyse interkultureller Differenzen auf Basis existierender Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch Kommunikations- und Sozialisationsmodelle und eine detaillierte Untersuchung kultureller Ausdrucksweisen in Mimik, Gestik und räumlichem Verhalten.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen nonverbale Kommunikation, interkulturelle Kompetenz, Habitus, kulturelle Differenzen und Kommunikationsmodelle.
Der Habitus dient als Erklärungsmodell dafür, wie individuelle Erfahrungen und soziale Herkunft das tägliche Handeln, die Sprache und das Verhalten prägen und somit Kommunikation beeinflussen.
Proxemik behandelt das kulturell abhängige Empfinden von Nähe und Distanz; Missverständnisse entstehen hier oft, wenn Menschen aus individualistischen Kulturen auf Menschen aus kollektivistischen Kulturen treffen.
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