Diplomarbeit, 2004
91 Seiten, Note: 2,0
Einführung
1. Krankheitsbild Demenz
1.1 Allgemeine Definition
1.2 Formen der Demenz
1.2.1. Demenz vom Alzheimer-Typ (DAT)
1.2.2. Vaskuläre Demenz (Multi-Infarkt-Demenz)
1.2.3. Weitere Demenzformen
1.3 Stadien der Demenz und ihre Auswirkungen
1.4 Epidemiologie der Demenz
1.4.1 Epidemiologische Aspekte
1.4.2 Demographische Aspekte und Entwicklung des Pflegebedarfs
1.5. Anforderungen an die Pflege und Betreuung dementiell erkrankter Menschen
1.5.1 Pflegeleitbild
1.5.2 Pflegemodell/ -theorie
1.5.3 Pflegeorganisationsform Bezugspflege
1.5.4 Angehörige
1.5.5 Besondere personelle Anforderungen an die Betreuung Dementer
1.5.6 Interventionsmethoden
1.5.6.1 Biographiearbeit und biographische Grundhaltung
1.5.6.2 Milieugestaltung
1.5.6.3. Integrative Validation
1.5.6.4. Basale Stimulation
2. Dementia Care Mapping (DCM)
2.1. Definition und Vorstellung der Methode DCM
2.2. Ziele
2.3. Voraussetzungen für die Anwendung von Dementia Care Mapping
2.4. Ethische, sozialpsychologische und neurologische Bedeutung des Personseins
2.5. Maligne Sozialpsychologie (MSP)
2.6. Positive Personenarbeit (PPW) und ihre Wirkung
2.7. Studie zur Einführung von DCM am Beispiel des AWO-Feierabendheims
3. Werteorientiertes Management
3.1. Die Besonderheit der Dienstleistung Pflege
3.2. Führung
3.3. Führungsverhalten
3.4. Führungsstile
3.5. Führungstechniken
3.5.1. Management by Exceptions (MbE)
3.5.2. Management by Delegation (MbD)
3.5.3. Management by Objectives (MbO)
3.6. Instrumente des normativen Managements
3.6.1. Zielvereinbarungen
3.6.2. Unternehmensleitbild
3.6.3. Unternehmenskultur
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen des Managements bei der Implementierung von Dementia Care Mapping (DCM) in Pflegeeinrichtungen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine personenzentrierte Pflegephilosophie, die auf dem Erhalt der Identität und des Personseins basiert, die Versorgungsqualität für Menschen mit Demenz gesteigert werden kann, während gleichzeitig die professionelle Haltung der Pflegenden gestärkt wird.
1.1 Allgemeine Definition
Demenz, aus dem lateinischen de (=weg) und mens (=Geist) zusammengesetzt, heißt wörtlich übersetzt soviel wie „der Geist (oder die geistigen Fähigkeiten) ist (bzw. sind) weg“.
Betrachtet man die Definition von Demenz in einem geschichtlichen Rückblick, so lässt sich feststellen, dass sie im Laufe der Zeit, beeinflusst durch den medizinischen Fortschritt in Ätiologie und Differentialdiagnostik, umfangreicher und präziser beschrieben wird.
Wurde 1937 Demenz lediglich als Blödsinn bzw. höheren Grad von Geistesschwäche definiert, so beschrieben 1964 Zetkin et al. Demenz als eine im späteren Leben erworbene, bleibende Geistesschwäche, bei der ursächlich ein organischer Hirnprozess zunächst die Vorbedingungen der Intelligenz, dann das Gedächtnis, die Merkfähigkeit, oft auch die Sprache sowie die Urteilsfähigkeit zerstört. Dabei kommt es zum Abbau der gesamten psychischen Persönlichkeit, wie Gefühlsabstumpfung, Willensschwächung und Triebenthemmung.
1. Krankheitsbild Demenz: Dieses Kapitel erläutert die medizinischen Grundlagen, Formen und Stadien von Demenz sowie die epidemiologischen Daten und Herausforderungen für die Pflege.
2. Dementia Care Mapping (DCM): Hier wird die Methode DCM als personenzentrierter Ansatz vorgestellt, inklusive der Bedeutung für das Personsein und der praktischen Anwendung in Pflegeeinrichtungen.
3. Werteorientiertes Management: Dieses Kapitel verknüpft die fachlichen Anforderungen der Pflege mit Managementtheorien, um eine werteorientierte Unternehmenskultur als Voraussetzung für erfolgreiche Demenzbetreuung zu begründen.
Dementia Care Mapping, Demenz, Pflege, Personsein, Wohlbefinden, Management, Werteorientierung, Personenzentrierung, Biographiearbeit, Milieugestaltung, Integrative Validation, Basale Stimulation, Führung, Zielvereinbarungen, Unternehmenskultur.
Die Arbeit behandelt die Herausforderungen, die das Management einer Pflegeeinrichtung bei der Einführung und Umsetzung des personenzentrierten Konzepts „Dementia Care Mapping“ bewältigen muss.
Die Schwerpunkte liegen auf dem medizinischen Verständnis von Demenz, der methodischen Anwendung von DCM zur Qualitätsverbesserung und der Notwendigkeit eines werteorientierten Managements.
Ziel ist es, den Nutzen von DCM für die Lebensqualität dementiell Erkrankter aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie dieses Verfahren unter werteorientierter Führung nachhaltig in den Pflegealltag integriert werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse pflegewissenschaftlicher Konzepte sowie der Auswertung von Studien und Projektberichten zur Einführung von DCM.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Bereiche: Erstens die theoretischen Grundlagen der Demenz, zweitens die detaillierte Vorstellung und Begründung der Methode Dementia Care Mapping und drittens die Managementinstrumente, die eine solche moderne Pflegepraxis erst ermöglichen.
Wesentliche Begriffe sind Dementia Care Mapping, personenzentrierte Pflege, Management by Objectives, werteorientiertes Management und Unternehmenskultur.
DCM dient als Evaluationsinstrument, das Schwachstellen aufdeckt und Pflegende durch den „fremden Blick“ zur Reflexion ihres Handelns anregt, was zu einer professionelleren und empathischeren Beziehungsgestaltung führt.
Das Personsein steht laut Kitwood im Zentrum der Pflege. Die Arbeit verdeutlicht, dass auch bei Demenz das Recht auf Personsein gewahrt bleiben muss und Pflege sich an Bedürfnissen statt an reinen Funktionen orientieren sollte.
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