Bachelorarbeit, 2020
61 Seiten, Note: 1,2
1 Einleitung
2 Nachhaltigkeit
2.1 Definition
2.2 Thematische Relevanz
2.3 Fokus der Arbeit
3 Stakeholder Analyse
3.1 Stakeholder Theorie
3.2 Konzepte der Stakeholder-Klassifizierung
3.3 Interne Stakeholder
3.4 Externe Stakeholder
3.5 Einfluss von Stakeholdern auf die nachhaltige Entwicklung
4 Maßnahmen für ein Grüneres Festival
4.1 Stromquellen
4.1.1 Dieselbetriebene Generatoren
4.1.2 Biodiesel und Hybrid-Power Generatoren
4.1.3 Solar- und Windkraft
4.2 Abfallmanagement
4.2.1 Abfallreduzierung
4.2.2 Abfallentsorgung und Recycling
4.3 Transport-Emissionen
4.3.1 Besucheranreise
4.3.2 Produktion- und Vor-Ort-Transport; Künstler- und Crew-Anreisen
4.4 Existierende Regulierungen und “Best Practice”-Vorbilder
5 Strategien zur Verringerung der negativen Auswirkungen der Besucher auf die Nachhaltigkeit
5.1 Social Marketing
5.1.1 Publikumsverhalten
5.1.2 Social Marketing Mix
5.2 Konsumentenwert
5.3 Treiber und Barrieren des Managers zur Ökologisierung: Das Mair & Jago Modell
5.4 Nachhaltige Ziele Kommunizieren
5.4.1 Anreize und Belohnungen
5.4.2 Sanktionen
5.4.3 Steigerung des Umweltbewusstseins durch Information und Partizipation
6 Fazit
Die Arbeit analysiert die sozio-ökonomischen Herausforderungen und operative Grenzen bei der Umsetzung nachhaltiger Praktiken auf Musikfestivals. Das primäre Ziel besteht darin, effiziente Ansätze zur Ökologisierung zu identifizieren und aufzuzeigen, wie Veranstalter das Verhalten ihrer Stakeholder, insbesondere der Besucher, in Richtung Nachhaltigkeit beeinflussen können.
4.1 Stromquellen
Ein Musikfestival wird oft als Flucht aus dem Alltag betrachtet. Um dieses Gefühl zu verstärken, wählen viele Veranstalter einen möglichst abgelegenen Ort. Die Wahl eines Veranstaltungsortes in der Natur, fernab jeglicher Belastung des Alltagslebens, mag eine romantisierte Vorstellung sein - aber sie erschwert die Aufgabe der Organisatoren erheblich. Die konstante und zuverlässige Stromversorgung am Veranstaltungsort ist eine der größten Herausforderungen im Festivalmanagement und gleichzeitig ein massiver Teil des Festivalbudgets (siehe Jones 2018, S. 117).
Häufig ist die billigste und zugleich nachhaltigste Stromquelle der Netzanschluss, wenn man sich für einen grünen Tarif entscheidet (vgl. Powerful Thinking 2013, S. 7). Wenn die Veranstaltung an einem Zielort stattfindet, der zu weit von einer Stadt oder einem Ort entfernt ist, kann die Erweiterung des lokalen Verkabelungssystems leider äußerst komplex und kostspielig sein. Die Installation eines Systems zur Nutzung erneuerbarer Energien am Veranstaltungsort ist eine bedeutende langfristige Investition, weshalb sich nur wenige Festivals wie das Melt! oder Glastonbury dafür entschieden haben.
Um die Freiluftveranstaltung nachhaltiger und gleichzeitig lukrativer zu machen, müssen die Manager die Effizienz der Geräte und Stromquellen erhöhen (siehe Jones 2018, S. 117). Die meisten Festivals bevorzugen temporäre Stromquellen wie Generatoren. Um die am besten geeignete Energiequelle für eine Veranstaltung auswählen zu können, sollte der erste Schritt darin bestehen, zu lokalisieren und abzuschätzen, wo und wie viel Energie benötigt wird. Es ist von grundlegender Bedeutung, potenzielle Stoßzeiten sowie Geräte und Ausrüstungen mit hohem Verbrauch wie Licht, Tonanlagen, aber auch die Ausrüstung der Lieferanten vom Bühnenbau bis zum Catering zu ermitteln. Da Kühl- und Heizsysteme oft am meisten Energie verbrauchen, ist es wichtig, genau zu wissen, welche Geräte eingesetzt werden und wie viele Kühlaggregate wirklich benötigt werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den wachsenden Druck auf Musikfestivals, Nachhaltigkeitskriterien zu erfüllen, und skizziert die Ziele der Thesis zur Analyse effizienter Ökologisierungsansätze.
2 Nachhaltigkeit: Dieses Kapitel definiert Nachhaltigkeit im Kontext von Musikfestivals, erläutert deren Relevanz angesichts aktueller Umweltprobleme und definiert den Fokus der Untersuchung.
3 Stakeholder Analyse: Hier wird die Stakeholder-Theorie auf den Festival-Kontext übertragen, um die verschiedenen Akteure, deren Machtpositionen und deren Einfluss auf die nachhaltige Entwicklung zu identifizieren.
4 Maßnahmen für ein Grüneres Festival: Dieses Kapitel stellt praktische Ansätze zur Reduzierung von Emissionen durch Optimierung von Stromquellen, Abfallmanagement und Transportwegen vor.
5 Strategien zur Verringerung der negativen Auswirkungen der Besucher auf die Nachhaltigkeit: Dieser Abschnitt analysiert mittels Social-Marketing-Strategien und verhaltenspsychologischer Modelle, wie Veranstalter das Publikum zu nachhaltigerem Verhalten bewegen können.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont, dass für ein grünes Festival die aktive Einbindung aller Stakeholder durch effektive Kommunikation und Anreizsysteme entscheidend ist.
Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement, Musikfestivals, Stakeholder Analyse, Social Marketing, Abfallmanagement, CO2-Emissionen, Erneuerbare Energien, Verhaltensänderung, Festivalorganisation, Ökologisierung, Konsumentenwert, Klimaschutz, Nachhaltige Entwicklung, Green Festival, Besucheranreise.
Die Arbeit untersucht die sozio-ökonomischen Herausforderungen, mit denen Veranstalter von Musikfestivals bei der Umsetzung nachhaltiger Praktiken konfrontiert sind, und analysiert Wege, diese zu überwinden.
Die zentralen Themen sind das nachhaltige Veranstaltungsmanagement, die Stakeholder-Analyse, operative Maßnahmen zur Emissionsreduktion sowie Strategien aus dem Social Marketing zur Verhaltenssteuerung der Festivalbesucher.
Das Ziel ist es, die effizientesten Ansätze zur Ökologisierung von Musikfestivals zu ermitteln und aufzuzeigen, wie Manager durch Kommunikation und Stakeholder-Einbindung ein nachhaltigeres Festival-Erlebnis schaffen können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender Fallstudien, wissenschaftlicher Berichte sowie der Anwendung etablierter Modelle aus dem Veranstaltungsmanagement und der Sozialpsychologie.
Der Hauptteil gliedert sich in die Stakeholder-Analyse, die Vorstellung konkreter technischer Maßnahmen (Energie, Abfall, Transport) sowie die Entwicklung von Strategien zur Beeinflussung des Publikumsverhaltens mittels Social Marketing.
Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement, Musikfestivals, Stakeholder-Analyse, Social Marketing, CO2-Reduktion, Verhaltenssteuerung und nachhaltige Strategien sind die prägenden Begriffe.
Sponsoren besitzen eine hohe Machtposition, können nachhaltige Praktiken fordern, aber auch ein Hindernis darstellen, wenn sie den Profit über das ökologische Image stellen.
Das DGTL-Festival gilt als Vorreiter in der Kreislaufwirtschaft, da es durch innovative Energiepläne und eine detaillierte Material-Fluss-Analyse (MFA) Maßstäbe in der nachhaltigen Festivalgestaltung setzt.
Öko-Champions sind engagierte Personen im Team, die als Katalysator wirken und maßgeblich dazu beitragen, den Grad der Umweltverantwortung innerhalb der Organisation zu erhöhen.
Die häufigsten Barrieren sind mangelnde Zeit, begrenzte Ressourcen, fehlendes Know-how der Teams sowie eine ausbleibende Unterstützung durch Regulierungsbehörden oder mangelnde Kontrolle über das Publikum.
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