Bachelorarbeit, 2020
371 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Präferenz- und algorithmusbasierte Kita-Platzvergabe
1.3 Zielsetzung und Methode
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Funktionale und nicht-funktionale Anforderungen
2.2 Vergabe von Kita-Plätzen in Deutschland
2.3 Matching-Märkte
2.4 Marktdesign zweiseitiger Matching-Märkte
2.5 Technologieakzeptanz
3. Methodik und Vorgehensweise
3.1 Planung der Interviews
3.2 Durchführung der Interviews
3.3 Vorbereitung der Auswertung
3.4 Auswertung
4. Kategoriensystem für die Leitfadenkonstruktion und Auswertung
4.1 Präferenzen
4.2 Akzeptanzfaktoren
5. Ergebnisse
5.1 Präferenzen der Eltern
5.2 Präferenzen der Kita-Leitungen
5.3 Datenmodell
5.4 Vergabeprozess in der Stadt Aachen
5.5 Akzeptanz des aktuellen Systems
5.6 Problematik des aktuellen Systems
5.7 Akzeptanz des zentralen Systems
5.8 Zwischenfazit zur Akzeptanz des zentralen Systems
6. Fazit
6.1 Abschließende Zusammenfassung
6.2 Implikationen
6.3 Limitationen
6.4 Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, die Faktoren zu ermitteln, welche die Akzeptanz eines algorithmusbasierten, zentralen Vergabesystems für Kindertageseinrichtungen beeinflussen, und gleichzeitig die zentralen Präferenzen von Eltern und Kita-Leitungen als Grundlage für funktionale Anforderungen dieses Systems zu identifizieren.
Die Problematik zweiseitiger Matching-Märkte
Das Matching in zweiseitigen Matching-Märkten bringt einige Probleme. Hierbei sind insbesondere die Tendenz zum verfrühten Abschluss von Transaktionen und die Marktverstopfung zu nennen (Roth 2016, S. 71):
Tendenz zum verfrühten Abschluss von Transaktionen: Menschen möchten potenziellen Konkurrenten im Markt möglichst zuvorkommen. Der Drang zur Eile bei Transaktionen führt dazu, dass Transaktionen tendenziell immer früher abgeschlossen werden. Der Matching-Markt ist dadurch nicht mehr in der Lage, „gute Paarungen“ zu bilden. Ein Beispiel hierfür sind Medizinstudenten, die sich bereits in der Anfangsphase ihres Studiums für Assistenzarztstellen bewerben müssen, ohne ihre später favorisierte Spezialisierung tatsächlich zu kennen. Die Krankenhäuser auf der anderen Seite wählen Medizinstudenten, deren Erfolg des Studiums sie noch nicht einschätzen können (Roth 2016, S. 75-78, 94).
Marktverstopfung: Reglementierungen wie Bewerbungsstichtage oder -zeiträume können zwar zu einer ausreichenden Marktdichte führen. Das bedeutet, dass viele Menschen zu einem Zeitpunkt gleichzeitig am Markt teilnehmen. Märkte, die sich durch Angebote und Antworten auf eben diese Angebote auszeichnen, erfordern allerdings eine Kommunikation zwischen den Parteien. Die sog. „Turnaround Time“, die Zeit für die Ablehnung eines Angebots und die Erstellung eines neuen Angebots, verursacht sog. „Bottlenecks“, weil Angebote meistens serienmäßig, also nacheinander statt parallel bearbeitet werden. Neben einer längeren Prozesszeit führt dies zu „strategischem Handeln“ der Akteure bei der Bewerbung, das heißt sie geben ihre Präferenzen (i. a. S.) nicht wahrheitsgemäß an, weil sie dadurch ihre Chancen auf ein besseres Angebot erhöhen können. Hierdurch wird es für den Markt schwieriger, eine stabile Zuordnung entsprechend der tatsächlichen Präferenzen zu erreichen (Roth 2016 S. 75, 129-135; Roth und Xing 1997, S. 284–286).
1. Einleitung: Beschreibt die Problematik des Kita-Platzmangels und führt in die Motivation sowie die Zielsetzung der Untersuchung ein.
2. Theoretische Grundlagen: Legt den theoretischen Rahmen dar, umfassend Anforderungen, Matching-Märkte und Theorien zur Technologieakzeptanz.
3. Methodik und Vorgehensweise: Erläutert das Vorgehen bei der Planung, Durchführung und Auswertung der Interviews sowie die Prozessmodellierung.
4. Kategoriensystem für die Leitfadenkonstruktion und Auswertung: Definiert die Kategorien und potenziellen Faktoren, die für die Leitfadenentwicklung und spätere Analyse genutzt wurden.
5. Ergebnisse: Präsentiert die erhobenen Daten zu Präferenzen und Akzeptanzfaktoren sowohl für das aktuelle als auch für das zentrale System.
6. Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und leitet Implikationen für Wissenschaft und Praxis sowie Limitationen ab.
Kita-Platzvergabe, Algorithmus, Matching-Märkte, Technologieakzeptanz, Nutzerpräferenzen, E-Government, Stadt Aachen, Qualitative Inhaltsanalyse, Marktdesign, User Satisfaction, Anforderungsanalyse, Systemakzeptanz, Little Bird, Prozessmodellierung, Benutzerfreundlichkeit.
Die Arbeit untersucht, wie ein algorithmusbasiertes, zentrales Vergabesystem für Kita-Plätze gestaltet sein muss, damit es von Eltern und Kita-Leitungen akzeptiert wird.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Technologieakzeptanz (z.B. nach dem TAM oder der UTAUT), das Marktdesign für zweiseitige Matching-Märkte sowie die Identifikation spezifischer Präferenzen der Beteiligten.
Das Hauptziel ist die Ermittlung der Akzeptanzfaktoren für ein zentrales System sowie die Erhebung der wichtigsten Präferenzen von Eltern und Kitas als Grundlage für funktionale Anforderungen an ein solches System.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, schwerpunktmäßig basierend auf Leitfadeninterviews mit Eltern und Kita-Leitungen, ergänzt durch eine quantitative Auswertungsmethode und Prozessmodellierung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, methodisches Vorgehen, die Erstellung des Kategoriensystems sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion der empirischen Ergebnisse zur Akzeptanz und zu Präferenzen.
Die zentralen Begriffe sind Kita-Platzvergabe, algorithmusbasierte Zuteilung, Matching-Märkte, Technologieakzeptanz und Nutzerpräferenzen.
Während für Eltern eher Entfernung und pädagogisches Konzept im Vordergrund stehen, bewerten Kita-Leitungen die Dringlichkeit anhand sozioökonomischer Faktoren, familiärer Härtefälle und der Notwendigkeit einer ausgewogenen Gruppenstruktur.
Sowohl Eltern als auch Kitas betrachten das persönliche Kennenlernen als essenziell, um ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, welches durch ein reines Online-System laut den Befragten schwer zu ersetzen ist.
Das System wird zwar zur Datenerfassung geschätzt, jedoch aufgrund mangelnder Verfahrenstransparenz, hoher zeitlicher Belastung und einer intransparenten Vormerkungs- und Reservierungspraktik kritisiert.
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