Bachelorarbeit, 2020
67 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Industrieunternehmen
2.1.1 Unternehmensgegenstand
2.1.2 Rechnungslegung und Jahresabschluss
2.1.3 Einführung zur Bilanz
2.2 Versicherungsunternehmen
2.2.1 Unternehmensgegenstand
2.2.2 Rechnungslegung und Jahresabschluss
2.2.3 Einführung zur Bilanz
3 Rückstellungen
3.1 Zweck und Bedeutung
3.2 Abgrenzung zu anderen Bilanzpositionen der Passivseite
3.3 Rückstellungen nach HGB
3.3.1 Zugangsbewertung
3.3.2 Folgebewertung
3.3.3 Abzinsung
3.4 Rückstellungen nach Steuerrecht
3.5 Rückstellungen nach IFRS
4 Rückstellungen bei Industrie- und Versicherungsunternehmen
4.1 Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten
4.1.1 Pensionsrückstellungen
4.1.2 Steuerrückstellungen
4.2 Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften
4.3 Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung
4.4 Rückstellungen für unterlassene Abraumbeseitigung
4.5 Rückstellungen für Gewährleistungen ohne rechtliche Verpflichtung
5 Versicherungstechnische Rückstellungen bei Versicherungsunternehmen
5.1 Beitragsüberträge
5.2 Rückstellungen für Beitragsrückerstattung
5.3 Deckungsrückstellungen
5.4 Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
5.5 Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
5.6 Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
6 Zusammenfassung und Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, ein fundiertes Verständnis für die Bilanzierung von Rückstellungen bei Industrie- und Versicherungsunternehmen zu entwickeln. Dabei wird insbesondere untersucht, ob Versicherungsunternehmen aufgrund der notwendigen Bildung versicherungstechnischer Rückstellungen über größere bilanzpolitische Gestaltungsspielräume verfügen als Industrieunternehmen.
4.1.1 Pensionsrückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden für vom Unternehmen erteilte Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung und ähnlichen Verpflichtungen an Mitarbeiter gebildet. In der Praxis sind keine Beispiele für ähnliche Verpflichtungen bekannt, da sämtliche aus der Altersversorgung stammende ungewisse Verbindlichkeiten zu den Pensionsrückstellungen gezählt werden. Es handelt sich um Rechtsansprüche von Versorgungsberechtigten (Pensionäre oder Anwärter) aus betrieblicher Altersversorgung, wobei mit dem künftigen Eintritt des Versorgungsfall zu rechnen sein muss. Da bei Verpflichtungen aus Altersversorgungen die Höhe und der Zeitpunkt der Zahlung an Versorgungsberechtigte unsicher ist, sind anstelle von Verbindlichkeiten Rückstellungen zu passivieren.
Handelsrechtlich ist eine Unterscheidung von Alt- und Neuzusagen sowie mittelbare und unmittelbare Verpflichtungen von Bedeutung. Die Zusagen beziehen sich auf einen Zeitpunkt, die Verpflichtungen dagegen auf den Durchführungsweg. Für Altzusagen besteht gem. Art. 28 Abs. 1 Satz 1 EGHGB ein Wahlrecht, für Neuzusagen hingegen eine Pflicht zur Passivierung. Altzusagen liegen vor, wenn Versorgungsberechtigte den Rechtsanspruch vor dem 01.01.1987 erlangt haben. Neuzusagen liegen entsprechend vor, wenn der Rechtsanspruch ab dem 01.01.1987 erlangt wird. Eine vor dem 01.01.1987 mittelbare Zusage, die durch Umwandlung nach dem 31.12.1986 zu einer unmittelbaren Zusage wird, ist als Altzusage einzuordnen. Zusätzlich besteht für mittelbare Pensionsverpflichtungen gem. Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB ein Passivierungswahlrecht. Mittelbare Pensionsverpflichtungen sind Zusagen, die von externen Versorgungsträgern (bspw. Pensionskassen oder Direktversicherungen) bewilligt und erfüllt werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Rückstellungen bei Industrie- und Versicherungsunternehmen ein und definiert die Zielsetzung der Thesis hinsichtlich möglicher bilanzpolitischer Spielräume.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die Grundlagen zur Geschäftstätigkeit und zur Rechnungslegung in Industrie- und Versicherungsunternehmen dargelegt, die als Basis für das Verständnis der anschließenden Rückstellungsthematik dienen.
3 Rückstellungen: Dieses Kapitel erläutert den Begriff und den Zweck von Rückstellungen, grenzt sie von anderen Bilanzpositionen ab und behandelt die Bewertung nach HGB, Steuerrecht und IFRS.
4 Rückstellungen bei Industrie- und Versicherungsunternehmen: Hier wird der Rückstellungskatalog des HGB auf die spezifischen Anwendungsfälle beider Branchen angewendet, wobei der Schwerpunkt auf Verbindlichkeitsrückstellungen liegt.
5 Versicherungstechnische Rückstellungen bei Versicherungsunternehmen: Dieses Kapitel widmet sich den versicherungsspezifischen Rückstellungen, die aufgrund der speziellen Geschäftstätigkeit von Versicherungsunternehmen erforderlich sind, um deren Leistungsfähigkeit langfristig zu sichern.
6 Zusammenfassung und Fazit: Das letzte Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die bilanzpolitischen Gestaltungsspielräume bei der Rückstellungsbildung in den untersuchten Branchen.
Rückstellungen, HGB, Industrieunternehmen, Versicherungsunternehmen, Jahresabschluss, Bilanzpolitik, Verbindlichkeiten, versicherungstechnische Rückstellungen, Deckungsrückstellung, Pensionsrückstellungen, Steuerrückstellungen, Drohverlustrückstellung, Rechnungslegung, Bewertungsgrundsätze, Abzinsung
Die Arbeit vergleicht die Bilanzierung von Rückstellungen bei Industrie- und Versicherungsunternehmen nach handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) und beleuchtet dabei insbesondere die Unterschiede und bilanzpolitische Möglichkeiten.
Zu den zentralen Themen gehören die Definition und der Zweck von Rückstellungen, deren Ansatz und Bewertung nach HGB sowie die spezifischen Anforderungen im Bereich der Industrie- und der Versicherungswirtschaft.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu beurteilen, ob Versicherungsunternehmen durch die Bildung spezieller versicherungstechnischer Rückstellungen über größere bilanzpolitische Gestaltungsspielräume verfügen als Industrieunternehmen.
Die Arbeit nutzt eine literaturgestützte, rechtsvergleichende Analyse der einschlägigen handelsrechtlichen Bestimmungen sowie der einschlägigen Fachliteratur, um die Rückstellungsbildung und deren bilanzielle Auswirkungen systematisch darzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine allgemeine Systematik der Rückstellungen, eine detaillierte Analyse der Rückstellungen für Industrieunternehmen sowie eine umfassende Betrachtung der versicherungstechnischen Rückstellungen.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Rückstellungen, Bilanzpolitik, HGB, versicherungstechnische Rückstellungen, Jahresabschluss sowie der Vergleich zwischen Industrie- und Versicherungsunternehmen.
Sie sind von essenzieller Bedeutung, da sie die Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen abbilden und sicherstellen müssen, dass das Versicherungsunternehmen seine Leistungen gegenüber den Versicherten dauerhaft erfüllen kann.
Pensionsrückstellungen sind bedeutend, da sie langfristige Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung abbilden und für Altzusagen spezifische Passivierungswahlrechte bestehen, die bilanzpolitische Einflüsse ermöglichen.
Handelsrechtlich besteht ein Passivierungsgebot für Drohverlustrückstellungen, während diese in der Steuerbilanz aufgrund von § 5 Abs. 4a EStG nicht gebildet werden dürfen.
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