Bachelorarbeit, 2016
42 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Theoretischer Hintergrund
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Demografische Entwicklung in Deutschland
3 Die Bedeutung älterer Arbeitnehmer im Zuge der demografischen Entwicklung
4 Neue Herausforderungen im Zusammenhang mit alternden Belegschaften
5 Leistungs‐ und Erwerbsfähigkeit älterer Mitarbeiter
5.1 Defizitmodell des Alters und Kompetenzmodell
5.2 Veränderungen mit zunehmendem Alter
6 Wandel der Arbeit – Arbeit 4.0
7 Führungsverhalten anpassen
8 Betriebliches Gesundheitsmanagement
8.1 Begriffserklärungen
8.2 Akteure der BGF
8.3 Voraussetzungen in der Organisation
8.4 Hürden und Lösungsmöglichkeiten
9 Fazit
Das primäre Ziel dieser Bachelorarbeit ist die Untersuchung, inwieweit Unternehmen gegenwärtig Maßnahmen implementiert haben und zukünftig ergreifen können, um die Arbeitsfähigkeit und Gesundheit ihrer Belegschaften – insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels – bis zum Renteneintritt zu fördern und zu erhalten.
Haus der Arbeitsfähigkeit
Das Haus der Arbeitsfähigkeit stellt als Modell dar, welche Faktoren an der Arbeitsfähigkeit beteiligt sind und wie sie sich aufeinander auswirken.
Im Erdgeschoss bildet die Gesundheit eine wichtige Grundlage, sowohl physisch, als auch psychisch. Ohne diese gibt es keine Leistungsfähigkeit bei der Arbeit.
Das Erdgeschoss kann nur dann tragen, wenn im 1. Stock eine ausreichende berufliche Kompetenz vorhanden ist. Die Kompetenz bezieht sich auf das Fachliche und das Soziale. Beide müssen kontinuierlich ausgebaut werden im Laufe eines Arbeitslebens, was „lebenslanges Lernen“ bedeutet. Gerade in der heutigen Arbeitswelt mit schnellen Veränderungen ist dieses Stockwerk besonders wichtig.
Der 2. Stock mit seinen Werten (sozial und moralisch) trägt zur betrieblichen Arbeitskultur bei. Zum einen geht es hier um Respekt, Würde, Gerechtigkeit und Anerkennung, zum anderen um die Bindung zum Unternehmen, Engagement und Motivation. Hier geht es um ein persönliches Konzept, welches entwickelt wird, um sich im Arbeitsumfeld zurechtzufinden. Auch geht es hier um die Einstellungen zu Älteren und ihrer Leistungsfähigkeit. Der 2. Stock hat Auswirkungen auf den 1. Stock, wo es um die Bereitschaft zu lernen und sich weiterzubilden geht.
Im 3. Stock geht es um eine Zusammenfassung der Arbeit mit all ihren Aspekten (physisch, psychisch und sozial), der Arbeitsorganisation und der Arbeitsumgebung. Hier nimmt die Führung eine besonders wichtige Stellung ein, da sie die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter wesentlich beeinflusst. Weitere Faktoren, die Arbeitsfähigkeit und Gesundheit beeinflussen, sind, ob Mitarbeiter Arbeitsabläufe beeinflussen können und ob sie ihre Fähigkeiten entsprechend einsetzen können. Das Haus der Arbeitsfähigkeit vereint alle wesentlichen Faktoren, die für Erhalt und Ausbau der Arbeitsfähigkeit entscheidend sind. Wichtig ist, dass alle vier Stockwerke ausgeglichen sind. Ist die Arbeitsfähigkeit niedrig, muss nachgesehen werden, in welchem Stockwert Defizite vorhanden sind.
1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert den demografischen Kontext, definiert das Ziel der Arbeit als Untersuchung der Maßnahmen zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit bis zur Rente und benennt die verwendete Literaturbasis.
2 Demografische Entwicklung in Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt die künftige Schrumpfung und Alterung der Bevölkerung in Deutschland sowie die resultierende Verknappung des Erwerbspersonenpotenzials.
3 Die Bedeutung älterer Arbeitnehmer im Zuge der demografischen Entwicklung: Es wird dargelegt, warum ältere Arbeitnehmer zur Sicherung des Wirtschaftswachstums unverzichtbar werden und welche Bedeutung deren gesundheitliche Fürsorge als Wettbewerbsvorteil hat.
4 Neue Herausforderungen im Zusammenhang mit alternden Belegschaften: Dieses Kapitel identifiziert zentrale Themenfelder des Demografiemanagements wie Leistungsfähigkeit, Gesundheit, Qualifikation und Motivation.
5 Leistungs‐ und Erwerbsfähigkeit älterer Mitarbeiter: Die Betrachtung fokussiert auf den Paradigmenwechsel vom Defizitmodell hin zum Kompetenzmodell und die Analyse der kognitiven sowie physischen Veränderungen im Alter.
6 Wandel der Arbeit – Arbeit 4.0: Es werden die historischen Entwicklungsstufen der Arbeit beschrieben und die hohen Anforderungen der vernetzten, komplexen Arbeitswelt 4.0 an Unternehmen und Mitarbeiter abgeleitet.
7 Führungsverhalten anpassen: Dieses Kapitel betont die zentrale Rolle individualisierter Führung für die Motivation und Gesundheit von Mitarbeitern in altersgemischten Teams.
8 Betriebliches Gesundheitsmanagement: Hier werden Definitionen, Akteure, organisatorische Voraussetzungen sowie Hürden und Lösungsmöglichkeiten für ein systematisches BGM detailliert erörtert.
9 Fazit: Die abschließende Zusammenfassung betont, dass BGM eine strategische Managementaufgabe ist, die angesichts des demografischen Wandels für alle Altersgruppen essenziell bleibt.
Demografischer Wandel, Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Arbeitsfähigkeit, Work-Ability-Index, WAI, Haus der Arbeitsfähigkeit, Alternsmanagement, Arbeit 4.0, Gesundheitsförderung, Führungsverhalten, Mitarbeiterbindung, Leistungsfähigkeit, Prävention, demografische Entwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit den Anforderungen an Unternehmen, die durch den demografischen Wandel und die alternde Belegschaft entstehen, um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter bis zum Renteneintritt zu sichern.
Die zentralen Themenfelder sind der demografische Wandel, die Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer, der Wandel der Arbeitswelt (Arbeit 4.0), sowie die Implementierung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Die Arbeit untersucht, inwieweit Unternehmen heute Maßnahmen treffen können, um die Arbeitsfähigkeit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter bis zum Rentenalter zu erhalten und zu fördern.
Es handelt sich um eine reine Literaturarbeit, die auf einer umfassenden Analyse von Fachberichten, Studien, Standardwerken und gesetzlichen Grundlagen basiert.
Im Hauptteil werden der demografische Wandel, psychische und physische Veränderungen im Alter, moderne Anforderungen an Führung sowie die Struktur und Herausforderungen bei der Umsetzung von Betrieblichem Gesundheitsmanagement thematisiert.
Wichtige Schlüsselwörter sind Demografischer Wandel, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitsfähigkeit, Work-Ability-Index, Alternsmanagement und Prävention.
Es ist ein Modell, das die verschiedenen Ebenen der Arbeitsfähigkeit – von der Gesundheit über Kompetenzen und Werte bis hin zur Arbeit selbst – strukturiert und deren gegenseitige Abhängigkeit verdeutlicht.
Das Defizitmodell fokussiert einseitig auf biologische Abbauprozesse, während das moderne Kompetenzmodell die interindividuelle Variabilität und die Erhaltbarkeit der Leistungsfähigkeit in den Vordergrund stellt.
Zu den größten Hürden zählen der Vorrang des Tagesgeschäfts, fehlende personelle Ressourcen, mangelndes Wissen über externe Unterstützung und fehlende Unterstützung durch die Belegschaft.
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