Diplomarbeit, 2007
101 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Ökonomische Grundlagen
2.1 Marktgleichgewicht und der 1. Satz der Wohlfahrtstheorie
2.2 Marktversagen und externe Effekte
2.2.1 Klassifizierung von Gütern: Das öffentliche Gut
2.2.2 Luft, ein öffentliches Gut?
2.2.3 Externe Effekte
2.3 Internalisierung von externen Effekten durch Umweltinstrumente
2.3.1 Übersicht der umweltpolitischen Instrumente
2.3.2 Kriterien zur Bewertung umweltpolitischer Instrumente
2.3.2.1 Statisch ökonomische Effizienz
2.3.2.2 Ökologische Treffsicherheit
2.3.2.3 Dynamisch ökonomische Effizienz
2.3.2.4 Administrative Effizienz
2.4 Zertifikate als Instrument der Umweltpolitik
2.4.1 Allgemeine Bedingungen und Voraussetzungen für den Handel mit Zertifikaten
2.4.2 Erstausgabemechanismen
2.4.2.1 Grandfathering
2.4.2.2 Benchmarking
2.4.2.3 Versteigerung
2.4.3 Bewertung des umweltpolitischen Instruments Zertifikate
2.4.3.1 Statisch ökonomische Effizienz
2.4.3.2 Ökologische Treffsicherheit
2.4.3.3 Dynamisch ökonomische Effizienz
2.4.3.4 Administrative Effizienz
2.5 Auktionsformen im Rahmen von Emissionshandel
2.5.1 Unterscheidung von Auktionen nach der Bietregel
2.5.2 Unterscheidung von Auktionen nach der Art des Gutes
2.5.3 Das Erlös-Äquivalenz-Theorem
2.5.4 Auktionen unter veränderten Bedingungen
3. Flugverkehr
3.1 Grundlagen zur Klimaproblematik im Flugverkehr und ökonomische Notwendigkeiten
3.2 Klimarelevante Emissionen des Luftverkehrs und ihre Auswirkungen
3.3 Besonderheiten der Fluggesellschaften in Hinblick auf Kosten, Marktstrukturen und die Wettbewerbssituation
3.3.1 Linienfluggesellschaften
3.3.2 Billigfluggesellschaften
3.3.3 Charterfluggesellschaften
3.3.4 Wettbewerbssituation der unterschiedlichen Marktformen im Flugverkehr
4. Europäischer Emissionshandel
4.1 Emissionshandel in Deutschland und Europa unter Berücksichtigung von Ergebnissen und bisherigen Erfahrungen
4.1.1 Aktueller Stand des Emissionshandels in Europa
4.1.2 Aktueller Stand des Emissionshandels in Deutschland
4.1.3 Erfahrungen und Probleme mit dem Emissionshandel in Deutschland und Europa
4.2 Bestimmungen und Voraussetzungen zur Einbindung des Flugverkehrs in das EU-ETS
4.3 Zentrale Optionen der Gestaltung der Einbindung des Flugverkehrs in das EU-ETS
4.3.1 Klimawirksamkeit der Maßnahmen
4.3.2 Geografischer Anwendungsbereich
4.3.3 Zuteilung und Verteilung von Zertifikaten
4.3.4 Zusammenspiel mit dem Kyoto-Protokoll
4.3.5 Kontrollmethoden und Auswahl von drei politischen Handlungsoptionen
4.4 Die Handlungsoptionen, ihre ökonomischen und ökologischen Auswirkungen und ihre Gegenüberstellung und Bewertung durch die EU
4.4.1 Ökologische Auswirkungen
4.4.2 Ökonomische Auswirkungen
4.4.3 Gegenüberstellung und Bewertung der Optionen durch die EU
4.5 Der Vorschlag der EU-Kommission zur Einbindung des Flugverkehrs in das EU-ETS
4.5.1 Reaktionen auf die Richtlinien und Gesetze zur Einführung des Flugverkehrs in das EU-ETS
4.5.2 Aktuelle Entwicklungen
5. Einbeziehung des Flugverkehrs in das EU-ETS unter besonderer Berücksichtigung der Allokation durch Versteigerungen
5.1 Theoretische Analyse einer Primärallokation von Zertifikaten anhand von Versteigerungen
5.2 Preiselastizitäten und Preisdiskriminierung im Flugverkehr
5.3 Wahl der Versteigerungsform im Mehrgüterfall
5.4 Ermittlung von Zahlungsbereitschaften der Fluggesellschaften
5.5 Wahl der Auktionsform und Praktikabilität von Auktionen in den Marktsegmenten der Billig und Linienfluggesellschaften
6. Fazit und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, die Möglichkeiten einer Einbindung des internationalen Flugverkehrs in das europäische Emissionshandelssystem (EU-ETS) zu untersuchen und zu bewerten. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der theoretischen und praktischen Analyse von Auktionsverfahren zur Zuteilung der Emissionszertifikate, um die Vereinbarkeit von ökologischen Reduktionszielen und ökonomischer Effizienz in einem stark wettbewerbsgeprägten Sektor zu prüfen.
5.4 Ermittlung von Zahlungsbereitschaften der Fluggesellschaften
Linien- und Billigfluggesellschaften haben sehr unterschiedliche Kostenstrukturen und dadurch auch voraussichtlich abweichende Zahlungsbereitschaften. Die Möglichkeiten der etablierten Linienfluggesellschaften, bereits auf dem Primärmarkt Zertifikate zu ersteigern sind, aufgrund ihrer großen Kapazitäten und meist sehr guten Kapiteldecke, ungleich höher, als die der Billigfluggesellschaften. Auf der anderen Seite sind die Fixkosten der Linienflieger sehr hoch und es entsteht der Eindruck, dass es keinen Spielraum für weitere Kosten (hier: für die Zertifikate) gibt. Im Gegensatz dazu scheinen bei den LCC die Möglichkeiten für zusätzliche Belastungen noch nicht gänzlich ausgereizt. Im Umkehrschluss würde dies also bedeuten, dass die Zahlungsbereitschaft zur Ersteigerung von Emissionszertifikaten bei den LCC deutlicher höher ist. In der Realität hängen die Zahlungsbereitschaften für die Zertifikate aber nicht nur von den individuellen Kostenstrukturen, sondern von mehreren Faktoren ab.
Zum einen sind die Vermeidungskostenfunktionen der einzelnen Gesellschaften von höchster Bedeutung. Je höher die Kosten der Vermeidung einer t CO2 bei der Fluggesellschaft ist, desto höher ist auch die Zahlungsbereitschaft für ein entsprechendes Zertifikat. Dies liegt daran, dass solange die Vermeidungskosten über dem Zertifikatspreis liegen, zusätzliche Berechtigungen gekauft werden, anstatt Emissionen zu vermeiden. Umgekehrt gilt natürlich auch, dass, je niedriger die Vermeidungskosten sind, desto weniger Zertifikate werden benötigt, dementsprechend ist die Zahlungsbereitschaft niedriger. In Kapitel drei wurden die Unterschiede von Linien- und Billigfliegern eingehend dargestellt. Aus den Fakten kann man ableiten, dass die Vermeidungskosten für eine t CO2 bei allen Fluggesellschaften, aufgrund der Beschaffenheit und Langlebigkeit von Flugzeugen und der Schwerfälligkeit von Innovationsbemühungen, sehr hoch sind.
1. Einleitung: Vorstellung der Klimaproblematik sowie der Relevanz des Emissionsrechtehandels als umweltökonomisches Instrument zur Einbindung des Flugverkehrs.
2. Ökonomische Grundlagen: Erläuterung der neoklassischen Wohlfahrtstheorie, der Konzepte von Marktversagen und externen Effekten sowie der Funktionsweise von Zertifikaten als Instrument der Umweltpolitik.
3. Flugverkehr: Analyse der klimarelevanten Emissionen sowie der unterschiedlichen Marktstrukturen und Wettbewerbsbedingungen von Linien-, Billig- und Charterfluggesellschaften.
4. Europäischer Emissionshandel: Überblick über den Stand des EU-ETS, die rechtlichen Voraussetzungen der Einbindung des Flugverkehrs und eine detaillierte Bewertung politischer Handlungsoptionen.
5. Einbeziehung des Flugverkehrs in das EU-ETS unter besonderer Berücksichtigung der Allokation durch Versteigerungen: Detaillierte theoretische Analyse von Auktionsmodellen, deren Praktikabilität für verschiedene Fluggesellschaftstypen und die Ermittlung von Zahlungsbereitschaften.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die notwendige Weiterentwicklung des Emissionshandels unter Berücksichtigung politischer und wirtschaftlicher Widerstände.
Emissionshandel, EU-ETS, Flugverkehr, Umweltökonomie, Zertifikate, Versteigerung, Auktionsformen, Klimaschutz, Treibhausgasemissionen, Primärallokation, Preiselastizität, Preisdiskriminierung, Marktversagen, Kostenminimierung
Die Diplomarbeit befasst sich mit der ökonomischen und ökologischen Analyse der Einbindung des internationalen Flugverkehrs in das europäische Emissionshandelssystem (EU-ETS).
Die Arbeit behandelt umweltökonomische Grundlagen, die spezifische Kosten- und Wettbewerbssituation verschiedener Luftverkehrssegmente sowie die methodische Ausgestaltung von Versteigerungssystemen für Emissionszertifikate.
Das Hauptziel ist es, die Möglichkeiten einer Integration des Flugverkehrs zu prüfen, insbesondere im Hinblick auf die Praktikabilität der Allokation von Zertifikaten durch Auktionen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische ökonomische Analyse, die auf marktökonomischen Modellen, Auktions- und Preistheorien basiert und durch eine Evaluierung politischer Handlungsoptionen der EU ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in ökonomische Grundlagen des Emissionshandels, eine Branchenanalyse des Flugsektors, eine detaillierte Bewertung des EU-ETS und eine vertiefende Untersuchung spezifischer Auktionsformen für den Zertifikatehandel.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen Emissionshandel, EU-ETS, Auktionsformen, Flugverkehr, Zertifikate, ökologische Effizienz und Marktversagen.
Es widerspricht dem Verursacherprinzip und führt häufig zu "windfall profits" bei den Unternehmen, da diese die kostenlos erhaltenen Zertifikate in ihre Produktpreise einpreisen können.
Die Autorin hebt die "aufsteigende Uhr-Auktion" hervor, da sie eine hohe Effizienz bei gleichzeitig geringem administrativen Aufwand verspricht und den Bietern Anreize zur Wahrheitsfindung ihrer Zahlungsbereitschaft bietet.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

