Bachelorarbeit, 2017
17 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Grundlagen
1.2 Die Vermutung
2 Vorbereitungen
2.1 Mengers Satz
2.2 Vizings Adjazenz-Lemma
3 Der Beweis für Kantengraphen
Die Arbeit befasst sich mit der Hadwiger-Vermutung, einer zentralen Fragestellung der Graphentheorie, die den Zusammenhang zwischen der chromatischen Zahl eines Graphen und dessen Minorstruktur untersucht. Das primäre Ziel ist es, den Beweis von Reed und Seymour für die Gültigkeit dieser Vermutung spezifisch für die Klasse der Kantengraphen detailliert darzulegen und mathematisch zu erläutern.
1.2 Die Vermutung
Betrachten wir noch einmal die Abschätzung χ(G) ≥ ω(G) aus der Einleitung. Wir fragen uns: Wie gut ist diese Schranke? Hat ein Graph mit niedriger Clique-Zahl auch eine niedrige chromatische Zahl? Leider müssen wir die Frage verneinen. Mycielski [13] hat beispielsweise gezeigt, dass Graphen G mit beliebig großer chromatischer Zahl χ(G) existieren, die nicht einmal Dreiecke besitzen, für die also ω(G) = 2 ist. Und dennoch hat man das Gefühl, dass ein n-chromatischer Graph, wenn er schon keinen Untergraphen Kn enthält, doch einen Untergraphen enthalten muss, der in einem gewissen Sinne die Struktur des vollständigen Graphen Kn widerspiegelt. Genau das ist der Inhalt der berühmten Vermutung, die Hadwiger 1943 ausgesprochen hat.
Vermutung (Hadwiger, 1943). Für jeden einfachen, endlichen Graphen G = (V, E) und für alle natürlichen Zahlen n gilt: χ(G) ≥ n ⇒ Kn ≺ G.
Hierbei bezeichnen wir den Graphen Kn als Minor eines Graphen G, kurz Kn ≺ G, wenn wir Kn durch Kantenkontraktion und durch das Weglassen von Kanten und Knoten aus G gewinnen lassen. Kn bezeichnet hierbei den vollständigen Graphen mit n Knoten. Unter Kantenkontraktion verstehen wir dabei die Entfernung einer Kante e aus einem Graphen G, indem die beiden anliegenden Knoten zu einem neuen Knoten w vereinigt werden.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Färbungsproblem von Graphen ein und erläutert die Hadwiger-Vermutung sowie die Bedeutung von Kantengraphen im Kontext der graphentheoretischen Forschung.
2 Vorbereitungen: Hier werden notwendige mathematische Grundlagen, insbesondere Mengers Satz und Vizings Adjazenz-Lemma, definiert und bewiesen, die für das Verständnis des Beweises im Hauptteil essenziell sind.
3 Der Beweis für Kantengraphen: Das abschließende Kapitel präsentiert den Beweis von Reed und Seymour, der zeigt, dass die Hadwiger-Vermutung für die Klasse der Kantengraphen korrekt ist, indem die Existenz spezifischer Minorstrukturen nachgewiesen wird.
Graphentheorie, Hadwiger-Vermutung, Kantengraphen, chromatische Zahl, Minor, Kantenkontraktion, Vizing-Fächer, Mengers Satz, Knotenfärbung, Kantenfärbung, vollständiger Graph, induktiver Beweis, Graphenpartitionierung, Färbungsproblem, Kombinatorik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der mathematischen Untersuchung der Hadwiger-Vermutung in der Graphentheorie und deren spezieller Gültigkeit für die Klasse der Kantengraphen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Graphenfärbung, dem Minor-Konzept, der Anwendung des Satzes von Menger sowie den Färbungsresultaten von Vizing.
Das Ziel ist die präzise Darstellung und Nachvollziehbarkeit des Beweises von Reed und Seymour zur Hadwiger-Vermutung für Kantengraphen.
Die Arbeit nutzt mathematische Beweisführungen, insbesondere Induktionsbeweise über die Anzahl der Knoten und Kanten eines Graphen, sowie strukturelle Analysen von Graphenpartitionen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Vorbereitungen, wie das Adjazenz-Lemma nach Vizing, und den eigentlichen Beweisschritt für Kantengraphen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Hadwiger-Vermutung, Minor, Kantengraph, chromatische Zahl und Vizing-Fächer.
Der Vizing-Fächer dient als methodisches Konstrukt, um im Beweis Aussagen über die Verfügbarkeit von Farben an Knoten und die Struktur von Kantenfärbungen zu treffen.
Die Fallunterscheidung ermöglicht es, je nach Beschaffenheit der Knotenanzahl oder des Knotengrades unterschiedliche strukturelle Eigenschaften des Graphen zu nutzen, um die Existenz des Minors zu belegen.
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