Masterarbeit, 2020
178 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Aktualität
1.2 Forschungsziel und Forschungsfrage
1.3 Abgrenzung im Einzelhandel-Segment
1.4 Aufbau
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Digitalisierung in Einzelhandelsunternehmen
2.1.1 Digitale Transformation im stationären Einzelhandel
2.1.2 Digitale Unternehmensfitness
2.2 Jüngste Entwicklung im stationären Einzelhandel
2.3 Wandel im stationären Einzelhandel
2.3.1 Kannibalisierungseffekte im Offline-Handel
2.3.2 Verändertes Kundenverhalten
2.4 Transformationsdilemma im stationären Einzelhandel
2.4.1 Finanzielle Dimension
2.4.2 Technische Dimension
2.4.3 Emotionale und kulturelle Dimension
2.4.4 Ausgangssituation im Transformationsprozess
2.5 Neuerfindung des stationären Einzelhandels
2.5.1 Omni-Channel-Customer-Journey
2.5.2 In-Store-Technologien
2.5.3 Sozial, Lokal und Mobil
2.6 Erfolgsfaktoren aus der Literatur
2.6.1 Analyse der Kundendaten
2.6.2 Kundenzentriertheit
2.6.3 Digitale Innovationen
2.6.4 Digitale Unternehmenskultur
3 Forschungsmethode
3.1 Hypothesen
3.2 Forschungsablauf
3.3 Selektion der Experten
3.4 Entwicklung des Leitfadens und Fragebogens
3.5 Transkription und Auswertung
4 Ergebnisse
4.1 Betrachtung der Themenbereiche
4.1.1 Wandel im stationären Einzelhandel
4.1.2 Neuerfindung des stationären Einzelhandels
4.1.3 Erfolgsfaktoren
4.2 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 Abschlussbetrachtung
5.1.1 Implikation für die Praxis
5.1.2 Limitationen der Arbeit
5.1.3 Implikation für die Forschung
Die vorliegende Masterthesis untersucht Erfolgsfaktoren für die Implementierung eines Digital-Fitness-Programms in kleinen und mittleren Einzelhandelsunternehmen (KMU) in Deutschland, um deren Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Online-Anbietern und Omni-Channel-Akteuren langfristig zu sichern. Die Forschungsfrage lautet: Welche Faktoren begünstigen die erfolgreiche Umsetzung eines Digital-Fitness-Programms für Einzelhandelsunternehmen?
2.1.1 Digitale Transformation im stationären Einzelhandel
Der Prozess der Neudefinition von Geschäftsmodellen, Produkten und Dienstleistungen, sowie der Unternehmensstrukturen und -prozesse unter der Prämisse der Digitalisierung und Vernetzung, wird als digitale Transformation bezeichnet. Legt man diese Definition auf den Einzelhandel um, lässt sich daraus das Ziel der Zusammenlegung verschiedener Vertriebskanäle ableiten. Die Digitalisierung des Einzelhandels ist daher nicht mehr nur eine strategische Alternative für den stationären Handel, sondern ist zu einer zwingenden Notwendigkeit geworden, um den steigenden Anforderungen sowohl auf der Kundenseite - die im Kapitel 2.3.2 betrachtet wird - als auch auf der Lieferantenseite gerecht zu werden. Daher besteht dringender Handlungsbedarf, um die Chancen der Digitalisierung für den Einzelhandel nutzbar zu machen. Man spricht hier von der digitalen Transformation. Diese ist somit als Teilaspekt im Digitalisierungskosmos zu verstehen. Hinsichtlich des Einsatzes digitaler Technologien und der Bereitstellung digitaler Services stehen deutsche Einzelhandelsunternehmen noch weitestgehend am Anfang. Appelfeller und Feldmann sehen im Zentrum der digitalen Transformation für Handelsunternehmen die digitalisierten Prozesse. Denn Prozesse sind das Herzstück jedes Handelsunternehmens, da mit ihnen die Wertschöpfung direkt realisiert oder indirekt unterstützt wird, wie beispielsweise der Produktionsprozess. Wird diese Durchführung von einem IT-System unterstützt, handelt es sich um einen digitalisierten Prozess, welcher in der Regel zu einer Effizienzsteigerung führt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den Problemkontext der digitalen Unternehmensfitness im stationären Einzelhandel, definiert das Forschungsziel sowie die Forschungsfrage und grenzt den Untersuchungsgegenstand ein.
2 Theoretischer Hintergrund: Hier werden die theoretischen Grundlagen zur Digitalisierung, zum Transformationsdilemma und zur Neuerfindung des stationären Einzelhandels erarbeitet, woraus die Erfolgsfaktoren für die digitale Transformation abgeleitet werden.
3 Forschungsmethode: Das Kapitel beschreibt den wissenschaftlichen Ansatz, inklusive der Hypothesenbildung, des Forschungsablaufs, der Expertenselektion sowie der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring zur Datenauswertung.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse der Experteninterviews werden präsentiert, thematisch gruppiert und die zuvor aufgestellten Hypothesen auf Basis der Expertenmeinungen bestätigt oder widerlegt.
5 Abschlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen, diskutiert die Implikationen für Forschung und Praxis sowie die Limitationen der Arbeit und gibt einen Ausblick auf den weiteren Forschungsbedarf.
Digital-Fitness-Programm, Stationärer Einzelhandel, Digitale Transformation, Unternehmenskultur, Kundenzentriertheit, Kundendatenanalyse, Omni-Channel, Digitale Innovationen, KMU, Online-Handel, Transformationsdilemma, Customer Journey, In-Store-Technologien, SoLoMo, Wettbewerbsfähigkeit
Die Arbeit untersucht, wie kleine und mittlere stationäre Einzelhändler ihre Wettbewerbsfähigkeit durch gezielte Digitalisierung steigern können.
Die zentralen Themen sind die digitale Transformation im Handel, die Bedeutung der Unternehmenskultur, der Einsatz von In-Store-Technologien sowie die Analyse von Kundendaten.
Ziel ist es, erfolgskritische Faktoren zu identifizieren, die kleinen und mittleren Händlern bei der Umsetzung eines Digital-Fitness-Programms unterstützen.
Der Autor führt eine qualitative Expertenbefragung durch und wertet diese mittels einer Inhaltsanalyse nach Mayring aus.
Der Hauptteil erstreckt sich von der theoretischen Fundierung der Digitalisierung im Handel über die methodische Darlegung der Forschung bis hin zur detaillierten Auswertung der Experteninterviews und der Ableitung zentraler Erfolgsfaktoren.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Digitale Transformation, Kundenzentriertheit, Unternehmenskultur und Omni-Channel-Strategien geprägt.
Da die Arbeit während der Pandemie verfasst wurde, lagen zum Zeitpunkt der Erstellung noch keine wissenschaftlich fundierten Langzeitergebnisse vor, weshalb der Einfluss nicht in direkter Weise im Zentrum der theoretischen Analyse steht.
Laut den befragten Experten ist der Mensch, insbesondere der Mitarbeiter, ein zentraler Erfolgsfaktor; Technologien allein reichen nicht aus, da eine digitale Unternehmenskultur und das Verständnis der Belegschaft für den Wandel essenziell sind.
Sie werden als Basisbefähiger gesehen, um Erlebnisse zu schaffen und Kundendaten zu generieren, wobei ihr Einsatz in einem gesunden Kosten-Nutzen-Verhältnis zum erzielten Mehrwert für den Kunden stehen muss.
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