Fachbuch, 2005
71 Seiten
1. Einleitung
2. Die Marke
2.1. Definition Marke
2.2. Rechtsgrundlagen
2.3. Bilanzierung von Marken
2.4. Erscheinungsformen von Marken
2.5. Funktionen von Marken
2.6. Zusammenfassung
3. Der Wert der Marke
3.1. Definitionen
3.2. Bedeutung des Markenwertes für die Markenpolitik
3.3. Systematisierung der Kriterien zur Bewertung von Marken
3.4. Anlässe und Ziele der Bewertung von Marken
3.4.1. Unternehmensinterne Bewertungsanlässe
3.4.2. Unternehmensexterne Bewertungsanlässe
3.5. Zusammenfassung
4. Die Bewertung von Marken
4.1. Status quo in der Markenbewertung
4.2. Schwierigkeiten bei der Markenbewertung
4.3. Systematisierung der Bewertungsansätze
4.3.1. Monetäre Modelle
4.3.2. Nicht-monetäre Modelle
4.3.3. Kombinationsmodelle
4.4. Bewertungsverfahren in der Praxis
4.5. Das optimale Markenbewertungsverfahren
4.6. Zusammenfassung
5. Drei finanzorientierte Bewertungsmodelle im Überblick
5.1. Brand Equity Evaluator von BBDO
5.1.1. Methodik
5.1.2. Kritische Würdigung
5.2. Brand Valuation von Interbrand
5.2.1. Methodik
5.2.2. Kritische Würdigung
5.3. Semion® brand €valuation von semion brand-broker GmbH
5.3.1. Methodik
5.3.2. Kritische Würdigung
6. Schlussbetrachtung
Ziel der Arbeit ist es, die bestehenden Bewertungsansätze für Marken auf ihre Validität und Reliabilität hin zu untersuchen und zu prüfen, inwieweit Standardmodelle zur Markenbewertung entwickelt werden können, die sowohl international glaubwürdig als auch in der Unternehmenspraxis effizient anwendbar sind. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Überbrückung der Diskrepanz zwischen der hohen strategischen Bedeutung von Marken und der Komplexität sowie Inhomogenität existierender Bewertungsverfahren.
4.1. Status quo in der Markenbewertung
Eine Studie des IFMW, das im Jahr 2002 insgesamt 500 Unternehmen befragt hat, liefert erstaunliche Ergebnisse: nur 1% der Unternehmen berechnet gegenwärtig den monetären Gegenwert seiner Marken. Rund 70 % gehen jedoch davon aus, dass die Markenbewertung mittelfristig zunehmen wird. Die Unternehmen nannten zwei Gründe, warum sie gegenwärtig auf die Markenbewertung verzichten: zum einen fehle ein allgemein akzeptiertes Bewertungsmodell, wodurch die Vergleichbarkeit der Ergebnisse nicht gegeben sei, und zum anderen seien die existierenden Modelle zu komplex und damit zu aufwendig in der Datenerhebung.
„Es fehlt ein interdisziplinärer monetärer Markenwert, der sowohl Marketing als auch Controller, Wirtschaftsprüfer, Juristen oder Banker zufrieden stellt und damit die finanzwirtschaftlichen und marketingorientierten Ansätze miteinander versöhnt.“ Die Widersprüchlichkeit der Bewertungsmodelle geht jedoch nicht nur auf die mangelnde Validität der Markenwertmessmethoden zurück, sondern spiegelt auch die unterschiedlichen Definitionen des Markenbegriffes wieder und ist Ausdruck der verschiedenen Bewertungsinteressen, Bewertungsanlässe und –situationen.
Außerdem existiert vor allem das Problem, dass neben modellinhärenten Schwächen, die Unternehmensberatungen mit dem Thema Markenwert Eigeninteressen verfolgen, wodurch sich die Anzahl der Ansätze drastisch erhöht hat. Demzufolge gibt es noch keine Standardmethode, die eine Marke umfassend und universell hinsichtlich Markt, Verbraucher, Wettbewerbsumfeld und Unternehmenswert zu bewerten vermag.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Markenbewertungen in der Praxis und skizziert die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema.
2. Die Marke: Dieses Kapitel definiert den Markenbegriff, erläutert Rechtsgrundlagen und diskutiert die Bilanzierungsfähigkeit sowie die verschiedenen Erscheinungsformen und Funktionen von Marken.
3. Der Wert der Marke: Hier werden diverse Definitionen des Markenwertes analysiert, die Bedeutung für die Markenpolitik herausgestellt und verschiedene Bewertungsanlässe systematisiert.
4. Die Bewertung von Marken: Das Kapitel befasst sich mit dem Status quo der Bewertungspraxis, spezifischen Schwierigkeiten bei der Erfassung von Markenwerten und führt eine Systematisierung der Bewertungsansätze durch.
5. Drei finanzorientierte Bewertungsmodelle im Überblick: Dieses Kapitel stellt mit BBDO, Interbrand und Semion drei bedeutende Bewertungsmodelle vor und unterzieht sie einer kritischen Würdigung.
6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Möglichkeiten und Grenzen einer Standardisierung in der Markenbewertung.
Markenbewertung, Markenwert, Markenführung, Markencontrolling, Finanzorientierung, Immaterielle Vermögenswerte, Bewertungsmodelle, Brand Equity, Markenstärke, Markentransfer, Unternehmensbewertung, Standardisierung, Lizenzgebühren, Bilanzierung, Markenpolitik.
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen und Verfahren der monetären Markenbewertung, um ein besseres Verständnis für die Messbarkeit von Markenwerten als strategische Erfolgsgrößen zu schaffen.
Die Arbeit behandelt die konzeptionellen Grundlagen der Marke, die Anforderungen an Markenbewertungsverfahren, die Systematisierung verschiedener Ansätze sowie die kritische Analyse bekannter Praxis-Modelle.
Das Ziel ist es, die Validität existierender Markenbewertungsmodelle zu hinterfragen und zu ergründen, ob ein universeller Bewertungsstandard entwickelt werden kann, der den vielfältigen Anforderungen von Unternehmen gerecht wird.
Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die aktuelle Modelle der Markenbewertung systematisiert, vergleicht und kritisch auf ihre theoretische Konsistenz und praktische Anwendbarkeit prüft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Markenbegriffs, eine tiefgehende Untersuchung der Bewertungskriterien und eine detaillierte Gegenüberstellung der drei finanzorientierten Modelle von BBDO, Interbrand und Semion.
Markenwert, Markenbewertung, Markencontrolling, Brand Equity, Markenführung und Finanzorientierung stehen im Zentrum der inhaltlichen Betrachtung.
Der Autor konstatiert eine hohe Intransparenz und Vielfalt an konkurrierenden Modellen, die oft eigeninteressiert von Beratungsunternehmen entwickelt wurden, was eine allgemeine Vergleichbarkeit der Ergebnisse erschwert.
Die Bilanzierung wird als einer der wesentlichen Treiber für den Wunsch nach Markenbewertung identifiziert, da durch die Annäherung an internationale Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS) ein erhöhter Bedarf an validen Markendaten entstanden ist.
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