Examensarbeit, 1997
131 Seiten, Note: Sehr gut (1)
Die Arbeit analysiert Norwegens Distanz zur Europäischen Union und untersucht die Rahmenbedingungen, Hintergründe und Motive für diese Haltung. Sie beleuchtet die Entwicklung der norwegischen Identität, insbesondere die Herausbildung des Nationalismus im 19. Jahrhundert und die damit verbundenen kulturellen und sozioökonomischen Faktoren.
Kapitel I stellt wichtige Begriffe vor und gibt eine geschichtliche Einführung in die norwegische Politik, von der Zeit der Unabhängigkeit bis zur Auflösung der Union mit Schweden. Kapitel II erörtert die Entstehung der norwegischen Identität und untersucht die kulturellen Charakteristika des Landes, einschließlich der Rolle der Gegenkulturen und des Nationalismus. Kapitel III widmet sich den kulturgeographischen Charakteristika Norwegens, mit einem Fokus auf die Gegensätze zwischen Ost- und Westnorwegen sowie die Bedeutung der Peripherie. Kapitel IV beleuchtet die sozioökonomischen Charakteristika Norwegens, insbesondere die Bauernbewegung, die Frauenbewegung und die Rolle der Landwirtschaft in der Politik.
Norwegische Identität, Nationalismus, Gegenkulturen, Europäische Union, Bauernbewegung, Frauenbewegung, Distanz, Kulturgeschichte, Sozioökonomie, Peripherie, Landwirtschaft, Politik, Geographie, Demographie.
Die Ablehnung in den Referenden (1972 und 1994) beruhte auf einer starken nationalen Identität, dem Wunsch nach Souveränität, dem Schutz der Fischerei und Landwirtschaft sowie einer tief verwurzelten Skepsis gegenüber zentralistischen Unionen.
Norwegen war lange Zeit Teil von Unionen mit Dänemark und Schweden. Die Erlangung der Unabhängigkeit 1905 prägte ein „Feindbild Union“, das jede Abgabe von Souveränität an eine übergeordnete Instanz wie die EU kritisch erscheinen lässt.
Dazu gehören die Sprachbewegung (Nynorsk), religiöse pietistische Strömungen und die Abstinenzbewegung. Diese Gruppen sind oft ländlich geprägt und bilden ein starkes Fundament für den Widerstand gegen die europäische Integration.
Die Bauernbewegung fürchtet um die Existenz der kleinteiligen norwegischen Landwirtschaft und die nationalen Subventionen (Distriktspolitik), die durch die EU-Agrarpolitik gefährdet sein könnten.
Die Frauenbewegung spielte eine wichtige Rolle beim „Nei til EU“. Viele Frauen befürchteten negative Auswirkungen der EU-Mitgliedschaft auf den norwegischen Wohlfahrtsstaat und die Gleichstellungspolitik.
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