Fachbuch, 2021
116 Seiten
1 Einleitung
1.1 Forschungskontext und Forschungslücke
1.2 Forschungsfrage und Hypothesen
1.3 Ziel der Untersuchung
1.4 Relevanz
1.5 Struktur der Arbeit
2 Stand der Forschung
2.1 Digitalisierung der Arbeitswelt
2.1.1 Industrie 4.0
2.1.2 Studie zu Informations- und Kommunikationstechnologien in Österreich
2.2 Arbeitszeit
2.2.1 Arbeitszeit in Österreich
2.2.2 Selbstgesteuerte Arbeitszeitsysteme
2.3 Zeiterfassung
2.3.1 Rechtliche Rahmenbedingung
2.3.2 Neue Formen der Zeiterfassung
2.3.3 Studie und Fallbeispiele zur Zeiterfassung
2.4 Home Office
2.4.1 Ausgewählte Studien zum Home Office in Deutschland und Österreich
2.4.2 Vor- und Nachteile des Home Office
2.5 Motivation und Autonomie
2.5.1 Intrinsische und extrinsische Motivation
2.5.2 Der Zusammenhang zwischen Motivation und Autonomie
2.5.3 Motivation und Autonomie als Voraussetzung beim Home Office
2.6 Bildungsniveau
2.6.1 Bildungsniveau und Arbeitsmotivation
2.6.2 Bildungsniveau und Arbeitsautonomie
2.6.3 Bildungsniveau und Arbeitszeitgestaltung
3 Erklärung der literaturgeleiteten Alternativhypothesen
4 Forschungsdesign
4.1 Grundgesamtheit und Stichprobe
4.2 Datenerhebungsmethode
4.3 Datenerhebungsinstrument
4.4 Skalen und Variablen
4.5 Pre-Test und Erhebungszeitraum
4.6 Datenauswertung
5 Ergebnisse
5.1 Deskriptive Ergebnisdarstellung
5.2 Ergebnisse der inferenzstatistischen Datenanalyse
6 Diskussion
6.1 Interpretation und Diskussion
6.2 Handlungsempfehlungen
7 Conclusio
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob es in Österreich Unterschiede in der Arbeitsmotivation, der Arbeitsautonomie, der Freiheit in der Arbeitszeitgestaltung sowie den genutzten und präferierten Formen der Zeiterfassung zwischen Beschäftigten mit unterschiedlichem Bildungsniveau gibt, die im Home Office tätig sind.
2.5.1 Intrinsische und extrinsische Motivation
Bei der intrinsischen Motivation geht es darum, dass etwas getan wird, weil die Aktivität selbst zu Befriedigung führt und nicht das Ergebnis, das mit der Handlung erreicht wird. Personen werden bei dieser Form der Motivation von internen Faktoren wie Spaß, dem Interesse oder der Herausforderung geleitet, anstatt von externen Faktoren wie Druck oder Belohnung. Die intrinsische Motivation ist zwar nicht die einzige Form der Motivation aber eine allgegenwärtige und wichtige. Menschen sind von Geburt an aktiv, neugierig und verspielt. Sie weisen eine allgegenwärtige Bereitschaft zum Lernen und Erforschen auf, für die es keine zusätzlichen Anreize benötigt (Ryan und Deci 2000, 56).
Dies führt zu der Überlegung, dass intrinsische Motivation zwar sehr wichtig ist, jedoch kann die Bedeutung der extrinsischen Motivation – die den meisten Tätigkeiten zugrunde liegt – nicht verleugnet werden. Extrinsische Motivation liegt vor, sobald das Ergebnis und die beabsichtigten Folgen einer Handlung angestrebt werden bzw. externe Faktoren das Verhalten beeinflussen (Ryan und Deci 2000, 60).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Digitalisierung und der Arbeitswelt 4.0 ein, definiert die Forschungsfrage, stellt die Hypothesen auf und erläutert die Relevanz sowie den Aufbau der Masterarbeit.
2 Stand der Forschung: Hier werden zentrale Begriffe definiert und der Forschungsstand zu den Themen Digitalisierung, Arbeitszeit, Zeiterfassung, Home Office, Motivation, Autonomie sowie Bildungsniveau basierend auf relevanter Literatur und Studien dargestellt.
3 Erklärung der literaturgeleiteten Alternativhypothesen: In diesem Kapitel wird hergeleitet, wie die aufgestellten Hypothesen auf Basis der theoretischen Literatur entstanden sind.
4 Forschungsdesign: Dieser Abschnitt beschreibt den quantitativen Forschungsansatz, die Datenerhebungsmethode mittels Online-Fragebogen sowie die statistischen Verfahren zur Datenauswertung.
5 Ergebnisse: Hier werden zunächst die Daten deskriptiv dargestellt und anschließend die Hypothesen mittels inferenzstatistischer Analysen (Kruskal-Wallis-Tests) geprüft.
6 Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse im Hinblick auf die Forschungsfrage, zieht Schlussfolgerungen und leitet Handlungsempfehlungen für Unternehmen ab.
7 Conclusio: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse, einer kritischen Reflexion und einem Ausblick auf mögliche weiterführende Forschungsfelder.
Home Office, Bildungsniveau, Arbeitsmotivation, Arbeitsautonomie, Arbeitszeitgestaltung, Zeiterfassungssystem, Digitalisierung, Arbeit 4.0, Arbeitszeitgesetz, Österreich, Telearbeit, Selbststeuerung, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, quantitative Umfrage.
Die Arbeit untersucht, wie in Österreich mit Arbeitszeit beim mobilen Arbeiten (Home Office) im Zeitalter der Digitalisierung umgegangen wird und ob dabei Unterschiede zwischen verschiedenen Bildungsniveaus der Beschäftigten existieren.
Die zentralen Felder umfassen die Digitalisierung der Arbeitswelt, verschiedene Modelle der Arbeitszeitgestaltung, Methoden der Zeiterfassung im Home Office sowie die psychologischen Konzepte von Arbeitsmotivation und Arbeitsautonomie in Abhängigkeit vom Bildungsabschluss.
Das primäre Ziel ist es, zu prüfen, ob sich statistisch signifikante Unterschiede in Bezug auf Arbeitsmotivation, Arbeitsautonomie, Freiheit der Arbeitszeitgestaltung und Zeiterfassungssysteme zwischen Beschäftigten mit niedrigem, mittlerem und hohem Bildungsniveau im Home Office nachweisen lassen.
Es wurde ein quantitativer Forschungsansatz gewählt. Die Daten wurden mittels eines standardisierten elektronischen Fragebogens erhoben, deskriptiv ausgewertet und anschließend durch inferenzstatistische Tests (Kruskal-Wallis-Test) auf Hypothesen geprüft.
Der Hauptteil umfasst eine umfassende theoretische Aufarbeitung des Forschungsstandes, die Ableitung von fünf spezifischen Alternativhypothesen, die detaillierte Darstellung des Forschungsdesigns sowie die Präsentation und Diskussion der Ergebnisse aus der Online-Umfrage.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Home Office, Bildungsniveau, Arbeitsmotivation, Arbeitsautonomie, Arbeitszeitgestaltung und verschiedene Systeme der Zeiterfassung.
Die Ergebnisse der Studie zeigen für die österreichischen Beschäftigten im Home Office, die an der Umfrage teilgenommen haben, keine signifikanten Unterschiede in den untersuchten Bereichen Motivation, Autonomie, Zeiterfassung und Freiheit der Zeitgestaltung zwischen den Bildungsniveaus.
Unternehmen wird empfohlen, bei der Ausgestaltung von Zeiterfassungssystemen nicht primär nach dem Bildungsniveau zu entscheiden, sondern stattdessen die intrinsische Arbeitsmotivation der Beschäftigten zu erheben und darauf basierend eine flexible, wenig strikte Arbeitsumgebung zu schaffen.
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