Fachbuch, 2010
142 Seiten
Vorwort: Erste Begegnungen mit dem „Schwarzen Peter“ / S. 11
Johann Peter Petri: Der „alte Schwarze Peter“ / S. 17
Das Kartenspiel „Schwarzer Peter“ / S. 53
Maria Katharina Petri: Die Frau des „alten Schwarzen Peter“ / S. 61
Johann Peter Conrad Petri: Der „junge Schwarze Peter“ / S. 67
Johann Andreas Petri: Der „Köhler-Andres“ / S. 77
Elisabetha Margaretha Petri: Die älteste Tochter des „alten Schwarzen Peter“ / S. 103
Johann Georg und Leonhard: Die jüngsten Söhne des alten „Schwarzen Peter“ / S. 109
Daten im Leben des „alten Schwarzen Peter“ / S. 115
Die vorliegende Arbeit untersucht das Leben des berüchtigten Räubers Johann Peter Petri, bekannt als der „alte Schwarze Peter“, der im 18. und 19. Jahrhundert im Hunsrück und Odenwald aktiv war. Die Forschungsfrage widmet sich dabei nicht nur seiner kriminellen Biografie und seinen Verbindungen zum legendären „Schinderhannes“, sondern beleuchtet auch das familiäre Umfeld des Räubers sowie den historischen Ursprung des heute populären Kartenspiels.
Brutaler Raubüberfall bei Merxheim
Besonders brutal verlief der bewaffnete Raubüberfall auf die Familie des Müllers Adam Kratzmann (Krazmann) bei Merxheim im Naheland am 14. Januar 1802, an dem der „alte Schwarzpeter“ teilnahm. Dieses schreckliche Verbrechen wurde von insgesamt sechs Räubern verübt: dem „alten Schwarzpeter“, dem „Schinderhannes“, dem hinkenden Schuster Johann Leyendecker aus Lauschied bei Kirn, Joseph Weber (Krug Joseph), Johann Martin Rinkert und dem Zunderkrämer Johann Nikolaus („Hannikel“) Müller.
Der Müller Adam Kratzmann wurde in der Nacht vom 14. auf den 15. Januar 1802 durch Hundegebell wach. Er schaute nach, was der Grund für die Unruhe sei und fand zu seiner großen Überraschung in der Wohnstube fünf mit Flinten, Pistolen und Metzgermessern bewaffnete Räuber vor. Die Eindringlinge riefen dem Müller zu: „Du alter Spitzbube, gib dein Geld her“, schlugen ihn, warfen ihn zu Boden und fesselten ihn. Ebenso war man bereits mit seiner Schwiegermutter Elisabeth Frick vorgegangen.
Der „Schinderhannes“ zwang die Frau des Müllers, mit ihm durch das ganze Haus zu gehen, wobei sie ihm zeigen sollte, wo die Familie ihr Geld und andere Schätze versteckt habe. Dabei fand man aber nur 30 Gulden Bargeld und ein Paar silberne Schnallen. Über diese magere Beute waren die Räuber sehr enttäuscht, verlangten mehr Geld und drohten mit Folter.
Vorwort: Erste Begegnungen mit dem „Schwarzen Peter“: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation, das Buch über den historisch realen Räuber „Schwarzen Peter“ zu verfassen.
Johann Peter Petri: Der „alte Schwarze Peter“: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das Leben, die Straftaten und die Persönlichkeit des berüchtigten Räubers Johann Peter Petri.
Das Kartenspiel „Schwarzer Peter“: Hier wird die Entstehungsgeschichte des bekannten Kinderspiels beleuchtet und der Bezug zum historischen Räuber hinterfragt.
Maria Katharina Petri: Die Frau des „alten Schwarzen Peter“: Das Kapitel dokumentiert das Leben der Ehefrau von Johann Peter Petri und die schwierigen Lebensumstände der Familie.
Johann Peter Conrad Petri: Der „junge Schwarze Peter“: Der Sohn von Johann Peter Petri, ebenfalls als „junger Schwarzer Peter“ bekannt, wird in seiner kriminellen Laufbahn dargestellt.
Johann Andreas Petri: Der „Köhler-Andres“: Eine detaillierte Betrachtung des Sohnes Johann Andreas und seiner Rolle in den Räuberbanden jener Zeit.
Elisabetha Margaretha Petri: Die älteste Tochter des „alten Schwarzen Peter“: Dieses Kapitel widmet sich dem Schicksal der ältesten Tochter und ihrer Verbindung zur Räuberszene.
Johann Georg und Leonhard: Die jüngsten Söhne des alten „Schwarzen Peter“: Die Lebenswege der jüngsten Kinder des Räubers werden hier nachgezeichnet.
Daten im Leben des „alten Schwarzen Peter“: Eine chronologische Auflistung der wichtigsten Ereignisse und Eckdaten aus dem Leben von Johann Peter Petri.
Schwarzer Peter, Johann Peter Petri, Räuber, Schinderhannes, Hunsrück, Odenwald, Kriminalgeschichte, 18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert, Kartenspiel, Familienbiografie, Zuchthaus, Historische Kriminalität, Hüttgeswasen, Köhler-Andres
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Biografie des Räubers Johann Peter Petri, genannt „der alte Schwarze Peter“, und seinem familiären Umfeld.
Neben dem Leben des Räubers stehen die kriminelle Szene im Hunsrück und Odenwald sowie die Entstehung des Kartenspiels „Schwarzer Peter“ im Zentrum.
Das Ziel ist es, das reale historische Vorbild hinter dem bekannten Kartenspiel sowie das Leben dieses berüchtigten Räubers umfassend zu dokumentieren.
Die Arbeit basiert auf einer historischen Recherche, die durch die Analyse zeitgenössischer Dokumente und Sekundärliteratur gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene biografische Kapitel über den „alten Schwarzen Peter“, seine Söhne, seine Tochter und seine Frau sowie eine Betrachtung zum Kartenspiel.
Schlüsselwörter sind Johann Peter Petri, Schinderhannes, Hunsrück, Odenwald, historische Kriminalität und Familienbiografie.
Er wurde nach einer lebenslangen Zuchthausstrafe in Mainz schließlich in das Gefängnis von Bicêtre bei Paris gebracht.
Ja, der Begriff bezieht sich auf den Schauprozess in Heidelberg 1812, bei dem Mitglieder der Bande des Räubers „Hölzerlips“ verurteilt wurden.
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