Magisterarbeit, 2013
97 Seiten, Note: 1,1
Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
Einleitung
1. Das ausgehende 18. Jahrhundert
1.1 Die Stellung der Frau um 1800
1.2 Die Erziehung der Mädchen
1.3 Das Ehe- und Familienleben
1.4 Die Kindererziehung
2. Pauline Christine Wilhelmine zur Lippe
2.1 Erziehung zur Regentin
2.2 Die Brautzeit und das Eheleben
2.3 Pauline als Ehefrau und Mutter
2.3.1 Die Jahre von 1796 bis 1800
2.3.2 Der Tod der Prinzessin Louise Christine Friederike
2.3.3 Die Jahre von 1800 bis 1815
3. Paulines Regentschaft
3.1 Erfolge und Herausforderungen
3.2 Paulines Handlungsmotivationen
3.3 Regentschaftsübergabe an Leopold II.
4. Regentinnen im Vergleich
4.1 Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach
4.1.1.1. Anna Amalia als Ehefrau und Mutter
4.1.1.2. Anna Amalias Regentschaft
4.2 Maria Theresia von Österreich
4.2.1 Maria Theresia als Ehefrau und Mutter
4.2.2 Maria Theresias Regentschaft
5. Schlussbetrachtungen
Die wissenschaftliche Arbeit untersucht den Einfluss von Mutterschaft auf die Regentschaft von Fürstin Pauline zur Lippe um 1800. Dabei wird analysiert, wie sie ihr Rollenverständnis als Mutter und Regentin vereinbarte und ob die Mutterschaft ihre politischen Entscheidungen beeinflusste. Ein vergleichender Blick auf die Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach und die Kaiserin Maria Theresia von Österreich dient dazu, die Einzigartigkeit von Paulines Handeln im historischen Kontext einzuordnen.
Die Jahre von 1796 bis 1800
Wie in Kapitel 1.3 beschrieben, war der Zweck jeder ehelichen Verbindung, vor allem in den gehobenen Ständen, die Zeugung von Erben. Das Vertrauensverhältnis zwischen Fürstin Pauline und ihrem Cousin Herzog Friedrich Christian zeigt sich auch bei diesen Themen. Bereits am 11. Februar 1796 gibt sie ihm Hinweise auf die körperlichen Aspekte ihres Ehelebens, sie spricht von leidenschaftlicher Liebe, und erkundigt sich nach der erhofften Schwangerschaft der Herzogin Louise Auguste. Dennoch bedarf es einer großen Aufmerksamkeit, um die Andeutungen die Pauline über ihre eigene Schwangerschaft macht, nicht zu übersehen. So berichtet sie erst im 5. Monat konkret über ihre Schwangerschaft, der Herzogin gratuliert sie sogar erst in deren 6. Schwangerschaftsmonat. Es mögen viele Gründe für diese „Verzögerungen“ gegeben haben. Einige werden mit dem damaligen Stand der gynäkologischen Kenntnisse, andere werden durch die Postwege entstanden sein.
Die Autorin stellt heraus, welche Schwierigkeiten die Medizinwissenschaft bei der Erforschung und Diagnostik schwangerer Frauen zu bewältigen hatte. Unsicherheiten und zum Teil auch Unwissenheit betrafen aber auch die werdenden Mütter. Das Heranwachsen des ungeborenen Kindes lief, bis zur Erfindung des Ultraschalls, im Verborgenen ab. Daher existierten lange Zeit zwei Wahrheiten, die somatischen Wahrnehmungen der Frauen und die männlichen Lehrmeinungen. Eine „sichere“ Schwangerschaftsdiagnostik begann erst im 18. Jahrhundert in den Geburtshäusern und Anatomien, in denen Daten, u.a. durch Beobachten, genauer erfasst wurden.
Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage nach dem Einfluss von Mutterschaft auf die Regentschaft der Fürstin Pauline zur Lippe im historischen Kontext.
1. Das ausgehende 18. Jahrhundert: Analyse der sozialen Rolle der Frau, Mädchenerziehung sowie Ehe- und Familienkonzepte in einer Zeit des Umbruchs.
2. Pauline Christine Wilhelmine zur Lippe: Darstellung der persönlichen Biografie Paulines von der Erziehung zur Regentin bis zur Ehe und Mutterschaft.
3. Paulines Regentschaft: Untersuchung ihrer politischen Erfolge, Herausforderungen und ihres Stils als Regentin sowie der Amtsübergabe.
4. Regentinnen im Vergleich: Vergleichende Analyse der Lebenswege und Regierungsstile von Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach und Maria Theresia von Österreich.
5. Schlussbetrachtungen: Zusammenfassender Vergleich der Leistungen der drei Regentinnen und Einordnung in den wissenschaftlichen Diskurs über Mutterinstinkt und Mutterschaft.
Fürstin Pauline zur Lippe, Regentschaft, Mutterschaft, 18. Jahrhundert, Frauenerziehung, Eheleben, Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach, Maria Theresia von Österreich, Sozialpolitik, Aufklärung, Familienleben, Herrscherin, Frauengeschichte, weibliche Herrschaft, politisches Handeln.
Die Arbeit untersucht die Rolle der Fürstin Pauline zur Lippe als Regentin und Mutter um 1800 und analysiert den Einfluss ihres mütterlichen Rollenbildes auf ihr politisches Handeln.
Die Untersuchung umfasst die Erziehung adliger Frauen, die Bedingungen der Mutterschaft in den gehobenen Ständen, die politischen Rahmenbedingungen um 1800 sowie einen Vergleich mit anderen bedeutenden Regentinnen.
Das Hauptziel ist es, herauszufinden, ob Mutterschaft einen messbaren Einfluss auf das Wirken von Fürstin Pauline als Regentin hatte und wie sie die Vereinbarkeit ihrer Aufgaben gestaltete.
Die Arbeit basiert auf einer historisch-biografischen Analyse, die durch die Auswertung zeitgenössischer Korrespondenzen, Reiseberichte und einschlägiger historischer Fachliteratur gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des historischen Kontextes, die detaillierte Biografie von Fürstin Pauline, ihre Regierungszeit sowie einen vergleichenden Teil mit anderen historischen Regentenpersönlichkeiten.
Zentrale Begriffe sind Fürstin Pauline zur Lippe, Regentschaft, Mutterschaft, 18. Jahrhundert, Sozialpolitik und weibliche Herrschaftsgeschichte.
Für Pauline war die Mutterschaft ein zentrales Lebensziel, das sie auch während ihrer Regentschaft aktiv in den Vordergrund stellte, was sich etwa in der persönlichen Erziehung ihrer Söhne widerspiegelt.
Während bei Maria Theresia dynastische Erwägungen und die Stabilität des Staates klar im Vordergrund standen, fokussierte Pauline ihre Energie stärker auf die individuelle Erziehung ihrer Kinder und eine ausgeprägte Sozialpolitik.
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