Masterarbeit, 2019
91 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Persönliche Vorannahmen und erkenntnisleitendes Interesse
3. Forschungsstand
3.1. Aktuelle musikpädagogische Veröffentlichungen zum Thema Improvisation
3.2. Blick auf die Geschichte der musikalischen Improvisation ab dem 20. Jahrhundert
4. Definitorische Annäherung und didaktische Grundfragen
4.1. Der Begriff der Improvisation in der Allgemeinen Enzyklopädie „Die Musik in Geschichte und Gegenwart“
4.2. Aspekte von Improvisation in der Diskussion mehrerer AutorInnen
4.3. Lerntypen nach Terhag
4.4. Methodische Ansätze zur Vermittlung von Improvisation
4.5. Zusammenfassung der definitorischen Annäherung
5. Differenzierung der Forschungsfrage
5.1. Fragen zu Vorgaben und Voraussetzungen von Improvisation
5.2. Fragen zu Gestaltung und Realisation von Improvisation
6. Beschreibung von didaktischer Literatur zum Improvisieren
6.1. Begründung für die Auswahl der didaktischen Veröffentlichungen
6.2. „Trommeln – Tanzen – Tönen“ von Lilli Friedemann
6.2.1. „Ikebana“
6.2.2. „Die regnende Wolke“
6.2.3. Philosophische Implikationen im Ansatz Friedemanns
6.3. „Ensemble & Improvisation“ von Wolfgang Rüdiger
6.3.1. Modell 1: „Klänge“
6.3.2. Modell 8 „Rhythmus-Reisen auf Bass-Gleisen – Divisions on a Ground elementar“
6.3.3. Modell 20: „Die Entfachung des Feuers – Bindfaden / String“
6.3.4. Philosophische Implikationen im Ansatz von Rüdiger
6.4. „Live Arrangement“ von Terhag/Winter
7. Zusammenfassung und Vergleich: wie wird Improvisation gelehrt?
7.1. Stichwort Heterogenität
7.2. Wie werden Aspekte von Improvisation gelehrt?
8. Ergebnisse und weiterführende Forschungsfragen
9. Coda
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den Begriff der musikalischen Improvisation theoretisch zu durchleuchten und didaktische Konzepte zur deren Vermittlung zu explorieren. Zentral ist hierbei die Forschungsfrage, wie Improvisation gelehrt werden kann, wobei die Analyse existierender didaktischer Literatur eine Handhabe zur Einordnung und Auswahl solcher Ansätze bieten soll.
Die Entfachung des Feuers – Bindfaden / String
Dieses Improvisationsmodell stelle ich vor, da es eine Synthese aus Komposition und Improvisation darstellt. Es ist das abschließende Modell aus dem Heft von Wolfgang Rüdiger und wird von mir als sehr anspruchsvoll eingestuft.
Das Stück „Die Entfachung des Feuers – Bindfaden / String“ ist für drei bis zwölf Spieler ab zwölf Jahren geeignet. Notenkenntnisse und fortgeschrittene Spielfertigkeiten werden vorausgesetzt. Die Instrumentierung soll aus Stimme, Melodie-, Harmonie- und Rhythmusinstrumenten bestehen. Zusätzlich soll ein Gong oder ein Tamtam vorhanden sein. Es sollen bis zu fünf Proben angesetzt werden, wobei das Stück nach Angaben der Komponistin zwischen drei und 30 Minuten dauern kann. Mögliche Einsatzgebiete sind Improvisationskurse, Klassenmusizieren und professionelle Konzerte.
Spielbeschreibung: Die Grundlage dieser Improvisationsvorgabe ist eine Komposition von Violeta Dinescu mit dem Titel „Bindfaden /String“ (2013). Bei dieser werden grafische Notationsformen und herkömmliche Noten kombiniert. Dazu gibt es das Foto eines Hinweisschildes mit in Frakturschrift gedruckter Aufschrift:
„Bei Entdeckung eines Feuers nehme man den Apparat vermittelst der Tragriemen auf den Rücken, eile möglichst nahe an die Brandstelle und öffne dann den Hahn, wobei der Bindfaden zerrissen wird, und halte den Strahl ins Feuer. Jeder Missbrauch des Apparats wird bestraft“.
Um das Hinweisschild herum und dieses bedeckend sind in roter Farbe drei Notensysteme mit jeweils einem musikalischen Motiv platziert.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema der musikalischen Improvisation ein, stellt die Forschungsfrage nach der Lehrbarkeit und grenzt den Untersuchungsgegenstand auf didaktische Literatur ein.
2. Persönliche Vorannahmen und erkenntnisleitendes Interesse: Der Autor reflektiert seine eigene Erfahrung als Studierender und Lehrender und begründet das Interesse an einer theoretischen Fundierung improvisationspädagogischer Ansätze.
3. Forschungsstand: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über aktuelle Veröffentlichungen und die geschichtliche Entwicklung der musikalischen Improvisation ab dem 20. Jahrhundert.
4. Definitorische Annäherung und didaktische Grundfragen: Hier werden Definitionen und didaktische Grundfragen sowie Lerntypen und methodische Ansätze im Kontext der Improvisation diskutiert.
5. Differenzierung der Forschungsfrage: Die Erkenntnisse aus den vorangegangenen Kapiteln werden in einen Fragenkatalog überführt, der als Analyseinstrument dient.
6. Beschreibung von didaktischer Literatur zum Improvisieren: Das Hauptkapitel widmet sich der detaillierten Beschreibung und Analyse der Ansätze von Lilli Friedemann, Wolfgang Rüdiger und Terhag/Winter.
7. Zusammenfassung und Vergleich: wie wird Improvisation gelehrt?: Die untersuchten Modelle werden vergleichend gegenübergestellt, insbesondere hinsichtlich des Umgangs mit Heterogenität.
8. Ergebnisse und weiterführende Forschungsfragen: Die Arbeit resümiert die Analyseergebnisse und benennt offene Fragen für zukünftige musikpädagogische Forschung.
9. Coda: Ein abschließender kurzer Impuls zur weiteren Vertiefung des Themas.
Musikalische Improvisation, Musikpädagogik, Didaktik, Gruppenimprovisation, Spielanweisungen, Improvisationsvorgaben, Heterogenität, musikalische Sozialisation, Komposition, Instrumentalunterricht, Lernkonzepte, Interaktion, musikalische Kreativität, ästhetische Erziehung, experimentelle Musik.
Die Arbeit untersucht das Feld der musikpädagogischen Didaktik mit dem Fokus auf musikalische Improvisation und der Frage, wie diese in der Praxis vermittelt werden kann.
Im Zentrum stehen die theoretische Annäherung an den Improvisationsbegriff, die Analyse didaktischer Lehrbücher sowie die Frage, wie Improvisation in heterogenen Lerngruppen methodisch angeleitet werden kann.
Ziel ist es, eine Handhabe zur Einordnung und Auswahl von improvisationsdidaktischer Literatur bereitzustellen, um Lehrenden und Lernenden Orientierung in diesem Feld zu geben.
Der Autor führt eine Literaturanalyse durch, für die er zunächst auf Basis theoretischer Aspekte einen spezifischen Fragenkatalog entwickelt, anhand dessen drei didaktische Werke vergleichend untersucht werden.
Der Hauptteil analysiert ausführlich die Konzepte von Lilli Friedemann („Trommeln – Tanzen – Tönen“), Wolfgang Rüdiger („Ensemble & Improvisation“) und Terhag/Winter („Live Arrangement“).
Zentrale Begriffe sind Musikalische Improvisation, Didaktik, Gruppenimprovisation, Heterogenität und der Vergleich zwischen Komposition und Improvisation.
Da Gruppen in der musikpädagogischen Praxis häufig aus Individuen mit sehr unterschiedlichen Vorerfahrungen und musikalischer Sozialisation bestehen, ist die Eignung der Modelle für heterogene Gruppen ein entscheidendes Qualitätsmerkmal.
Der Autor argumentiert, dass Improvisation und Komposition keine Gegensätze sein müssen. Viele Modelle nutzen schriftliche Vorlagen oder Kompositionselemente als Ausgangspunkt, um improvisatorische Freiräume zu schaffen.
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