Masterarbeit, 2019
137 Seiten, Note: 12
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1. ZENTRALE BEGRIFFE
2.1.1. Konzeption
2.1.2. Erziehungspartnerschaft
2.2. GESETZLICHE VORGABEN
2.3. ERZIEHUNGSPARTNERSCHAFT IN KONZEPTIONEN
2.4. PÄDAGOGISCHE HALTUNG
2.5. ZWISCHENFAZIT
3. EMPIRISCHER TEIL
3.1. METHODIK
3.2. FORSCHUNGSPROZESS
3.2.1. Entwicklung der Forschungsfrage
3.2.2. Forschungsdesign
3.2.3. Methode der Gruppendiskussion
3.2.4. Planung, Vorbereitung, Durchführung
3.3. BESCHREIBUNG DER AUSWERTUNGSMETHODE (DIE DOKUMENTARISCHE METHODE)
3.3.1. Formulierende Interpretation
3.3.2. Reflektierende Interpretation
3.3.3. Diskursbeschreibung
3.3.4. Typenbildung
3.3. AUSWERTUNG
3.3.1. Formulierende Interpretation
3.3.2. Reflektierende Interpretation
3.3.3. Falldarstellung
3.3.4. Komparative Analyse und Typenbildung bzw. Rahmungen
4. DISKUSSION
5. FAZIT
Das Hauptziel dieser Masterthesis ist es zu untersuchen, inwieweit pädagogische Konzeptionen in frühkindlichen Einrichtungen den Fachkräften tatsächlich eine Orientierung für die tägliche Zusammenarbeit mit Eltern bieten und wie Erzieherinnen und Kindheitspädagogen die Erziehungspartnerschaft in der Praxis erleben und bewerten.
Die Verantwortung für die Entwicklung der Kinder liegt allein bei den Erziehern - GD II
Kt: Dass sie nicht von alleine großwerden. Weißt du, ich sage manchmal: Am liebsten hier mit drei Wochen abgegeben und mit 18 mit Führerschein abgeholt, und alles ist erledigt. Das hört sich blöd an, aber Manche vermitteln einem so den Eindruck. Also im Grunde genommen ein Kind – Last, Last, Last! Ja? Wirklich. Ich denke, ich habe schon mal gesagt, man könnte da oben so ein Drive-In machen, Kind raus aus dem Auto werfen und dann raus wieder weg. Es gibt, zum Beispiel, einen Vater, der steht regelmäßig fünf vor sieben vor der Tür mit einem Ruf sozusagen bis das Kind dann reinkommt, das Kind nicht gewaschen, keinen Schluck Wasser noch nicht getrunken, heult dann beim Winken, weil der Vater nicht gewunken hat, obwohl er es eben gesagt hat. Also es ist was (angeekelt), wo du dir denkst, ne, armes Kind sei bei denen nicht, wirklich! Also es tut einem dann in der Seele weh, dann gibt man denen gute Zeit hier, weißt du, aber dann werden die abgeholt. (Vater angeekelt immitierend) Eh, schneller! Also, wie so... #00:59:16#
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Entstehung pädagogischer Konzeptionen und die Bedeutung der Erziehungspartnerschaft, führt in das Spannungsfeld zwischen Anspruch und Wirklichkeit ein und formuliert die Forschungsfrage.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Konzeption und Erziehungspartnerschaft, betrachtet gesetzliche Rahmenbedingungen und erörtert kritisch die pädagogische Haltung im Kontext der Elternarbeit.
3. EMPIRISCHER TEIL: Der empirische Teil beschreibt das Forschungsdesign mittels Gruppendiskussionen und der dokumentarischen Methode, um die Haltungen und Erfahrungen pädagogischer Fachkräfte zu rekonstruieren und zu analysieren.
4. DISKUSSION: In der Diskussion werden die empirischen Ergebnisse in den theoretischen Kontext eingeordnet, wobei der Diskrepanz zwischen politischer Erwartung und gelebter Praxis besonderes Augenmerk gilt.
5. FAZIT: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und resümiert, dass Konzeptionen im Kita-Alltag oft an Bedeutung verlieren und eine offene, wertschätzende pädagogische Haltung entscheidender für die Zusammenarbeit ist als starre Vorgaben.
Erziehungspartnerschaft, pädagogische Konzeption, Kindertageseinrichtung, Elternarbeit, pädagogische Haltung, Gruppendiskussion, dokumentarische Methode, Bildungsauftrag, Erwartungshaltung, Professionalität, pädagogischer Alltag, Qualitätssicherung, Kooperation.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Diskrepanz zwischen der offiziellen pädagogischen Konzeption und der gelebten Erziehungspartnerschaft in Kindertageseinrichtungen.
Zentrale Themen sind die Bedeutung von Konzeptionen, die praktische Gestaltung der Zusammenarbeit mit Eltern, gesetzliche Vorgaben sowie die pädagogische Haltung der Fachkräfte.
Ziel ist es, herauszufinden, ob und inwieweit Konzeptionen den pädagogischen Fachkräften im Alltag als Orientierung dienen und wie sie die Erziehungspartnerschaft in der Realität erleben.
Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, bei dem zwei Gruppendiskussionen durchgeführt und mittels der dokumentarischen Methode nach Bohnsack ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte methodische Beschreibung des Forschungsprozesses sowie die Auswertung der Gruppendiskussionen inklusive Falldarstellungen und Typenbildungen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Erziehungspartnerschaft, pädagogische Haltung, Konzeptionsentwicklung und Praxisorientierung charakterisieren.
Die befragten Fachkräfte sehen in der Konzeption eher ein notwendiges formelles Regelwerk für die Betriebserlaubnis, das im pädagogischen Alltag wenig Relevanz für ihre direkte Arbeit mit den Eltern entfaltet.
Die Kritik entzündet sich häufig an langen Betreuungszeiten, mangelnder Wertschätzung durch Eltern und dem als utopisch empfundenen Ideal der partnerschaftlichen Zusammenarbeit, das oft zu Stress führt.
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