Magisterarbeit, 2008
84 Seiten, Note: 2,0
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
A. EINLEITUNG
B. VORÜBERLEGUNGEN
1. Analyse der normalen Wahrnehmung
2. Was ist mystische Erfahrung?
3. Gibt es solche Erfahrungen überhaupt?
4. Wie ereignen sich mystische Erfahrungen?
C. Wie kann gezeigt werden, ob mystische Erfahrung einen Bezug zur Realität hat?
1. Können wir unseren Sinnen trauen?
2. Wie kann die Sinneswahrnehmung bewiesen werden?
I. Einfache empirische Argumente
II. Descartes’ a-priori - Argument
III.Das Evolutions-Argument
3. Unter welchen Bedingungen erkennen wir die Gültigkeit der Sinneswahrnehmung an?
D. Anwendung der Kriterien der Sinneswahrnehmung auf mystische Erfahrung.
1 Gibt es Gründe, die gegen die Zuverlässigkeit von mystischer Erfahrung sprechen?
I. Mystische Erfahrung kann psychologisch erklärt werden
II. Mystische Erfahrungen können nicht in der Sprache wiedergegeben werden
III. Nur wenige Menschen haben mystische Erfahrungen
2. Gibt es Gründe, die für die Zuverlässigkeit von mystischer Erfahrung sprechen?
I. Vorüberlegungen
II. Schwierigkeiten der Untersuchung
i. Verschiedene Interpretationen einer Erfahrung?
ii. Begriffe
III. Einwand
IV. Empirische Untersuchung
i. Taoismus
ii. Buddhismus
iii. Vedanta
iv. Meister Eckhart
v. Transpersonale Psychologie
3. Konklusion
E. VERGLEICH SInneswahrnehmung / Mystische Wahrnehmung
1. Analyse der normalen Sinneswahrnehmung
2. Sinneserfahrung im Vergleich zur mystischen Erfahrung
3. Kritik von Seiten des Konstruktivismus
4. Resümee
F. SCHLUSSWORT
Die vorliegende Arbeit untersucht wissenschaftlich, ob mystische Erfahrungen einen Bezug zur Realität aufweisen oder ob sie als reine Illusion zu betrachten sind. Dabei wird die mystische Erfahrung in einen erkenntnistheoretischen Vergleich zur normalen Sinneswahrnehmung gesetzt, um festzustellen, ob sie einen vergleichbaren epistemischen Status besitzt.
3. Gibt es solche Erfahrungen überhaupt?
Aber gibt es solche Erfahrungen überhaupt? Gibt es Menschen, die die zuvor definierte mystische Erfahrung wirklich gemacht haben? Ist es möglich, bei Bewusstsein zu sein, ohne dass das Bewusstsein einen Inhalt hat? Oder sind dies nur Phantasien, Mythen, Träume, Projektionen, Poesie? In einer Vielzahl von Berichten behaupten Menschen, dies erfahren zu haben: Meister Eckhart schreibt: „All die verschiedenen Dinge sind nicht Teile – sondern das Eine selbst.“ Und bei Chuang Tzu finden wir den Satz: „Alle Dinge und ich sind eins.“ Sowohl Eckhart als auch Chuang Tzu beschreiben eine Erfahrung der Einheit – Subjekt und alle Objekte sind eins.
Aber handelt es sich wirklich um Erfahrungen? Oder haben wir es hier mit theoretischen Überlegungen zu tun? Weder Chuang Tzu, noch Eckhart schreiben explizit: „Ich habe erfahren, dass …“.
A. EINLEITUNG: Hinführung zum Thema durch die philosophische Grundsatzfrage nach der Wirklichkeit und die Einordnung der mystischen Erfahrung als eigene Erkenntnisquelle.
B. VORÜBERLEGUNGEN: Analyse der menschlichen Wahrnehmung und Definition der mystischen Erfahrung als Zustand jenseits von Subjekt-Objekt-Trennung und Sprache.
C. Wie kann gezeigt werden, ob mystische Erfahrung einen Bezug zur Realität hat?: Untersuchung der Grenzen der Sinneswahrnehmung und Suche nach Kriterien, die als Prüfmaßstab für die Gültigkeit von Wahrnehmung dienen können.
D. Anwendung der Kriterien der Sinneswahrnehmung auf mystische Erfahrung.: Überprüfung der mystischen Wahrnehmung anhand der zuvor erarbeiteten Kriterien unter Einbeziehung empirischer Berichte aus verschiedenen Traditionen.
E. VERGLEICH SInneswahrnehmung / Mystische Wahrnehmung: Gegenüberstellung der normalen, durch Vorwissen gefilterten Sinneswahrnehmung mit der vermeintlich unmittelbaren mystischen Erfahrung.
F. SCHLUSSWORT: Zusammenfassung der Erkenntnisse, dass die mystische Erfahrung den gleichen erkenntnistheoretischen Status wie die Sinneswahrnehmung beanspruchen kann.
Mystische Erfahrung, Realitätsbezug, Sinneswahrnehmung, Subjekt-Objekt-Trennung, Einheitserfahrung, Bewusstsein, Erkenntnistheorie, Konstruktivismus, Religion, Transpersonale Psychologie, Meditation, Phänomenologie, Unmittelbarkeit, Erkenntnis, Sein.
Die Hausarbeit untersucht die philosophische und erkenntnistheoretische Frage, ob mystische Erlebnisse als realitätsbezogene Wahrnehmungen gelten können oder lediglich subjektive Illusionen sind.
Die Untersuchung spannt einen Bogen von der Analyse der normalen Sinneswahrnehmung über die neurologischen Grundlagen bis hin zu den Berichten und philosophischen Systemen bedeutender Mystiker verschiedener Weltreligionen.
Ziel ist es zu zeigen, dass die mystische Wahrnehmung einen vergleichbaren epistemischen Status einnimmt wie die Sinneswahrnehmung, da für beide Wahrnehmungsformen keine absoluten, nicht-zirkulären Beweise ihrer absoluten Richtigkeit existieren.
Der Autor nutzt einen vergleichenden, phänomenologischen Ansatz, ergänzt durch Erkenntnisse aus der Neuropsychologie und der Transpersonalen Psychologie, um die Zuverlässigkeit mystischer Erfahrungen zu bewerten.
Der Hauptteil widmet sich der Definition der mystischen Erfahrung, der Kritik am Wahrheitsgehalt durch den Konstruktivismus und dem Vergleich zwischen der normalen, filterabhängigen Alltagswahrnehmung und der mystischen Erfahrung der Einheit.
Kernbegriffe sind die Einheitserfahrung, die Aufhebung der Subjekt-Objekt-Dualität, das „reine Bewusstsein“ sowie die kritische Hinterfragung des Konstruktivismus in Bezug auf unmittelbare Erfahrungen.
Die Arbeit diskutiert den Einsatz von Substanzen wie LSD, kommt jedoch zu dem Schluss, dass Drogen keine „Pillen für die Erleuchtung“ sind, da sie lediglich als Verstärker wirken und eine echte mystische Erfahrung weitergehende Voraussetzungen erfordert.
Der Autor argumentiert, dass die „reine Erfahrung“ (pure experience) jenseits von Sprache und Denken liegt, während die Interpretationen der Mystiker erst nachträglich durch kulturelle und religiöse Kontexte geformt werden.
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