Diplomarbeit, 2007
98 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Untersuchungsgebiet
3 Material und Methoden
3.1 Fangstationen
3.2 Probennahme
3.2.1 Beprobungsmodus
3.2.2 Fanggeräte
3.2.2.1 Ringnetz
3.2.2.2 Ruttner-Schöpfer
3.2.3 Bestimmung abiotischer Parameter
3.3 Untersuchte Arten
3.3.1 Die Finte (Alosa fallax)
3.3.2 Der Stint (Osmerus eperlanus)
3.4 Probenbearbeitung
3.4.1 Bearbeitung der Fischproben
3.4.2 Bearbeitung der Zooplanktonproben
3.4.3 Magenanalysen
3.5 Auswertung
3.5.1 Berechnung der Fischabundanzen
3.5.2 Berechnung der Fischbiomassen
3.5.3 Berechnung der Zooplanktonabundanzen
3.5.4 Elektivität nach IVLEV
3.5.5 Main-Food-Index
4 Ergebnisse
4.1 Abiotische Parameter
4.2 Fischabundanzen und –biomassen
4.3 Zooplanktonabundanzen
4.4 Elektivität nach IVLEV
4.5 Magenanalysen und MFI
4.5.1 Längen und rekonstruierte Biomassen der Nahrungsorganismen
4.5.2 Main-Food-Index (MFI)
4.5.2.1 Station 1
4.5.2.2 Station 5
4.5.2.3 Station 6b
5 Diskussion
5.1 Methodenkritik
5.1.1 Zooplanktonproben
5.1.2 Elektivitätsindex nach IVLEV
5.2 Nahrungswahl und –zusammensetzung der untersuchten Arten
5.3 Ausblick
6 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ernährungsgewohnheiten von Larven der beiden Fischarten Stint (Osmerus eperlanus) und Finte (Alosa fallax) in der Tideelbe. Das primäre Ziel besteht darin, die Zusammensetzung des Nahrungsspektrums zu analysieren, zeitliche Entwicklungsveränderungen zu dokumentieren und zu klären, ob die Nahrungsorganismen selektiv oder unselektiv aufgenommen werden sowie ob Unterschiede in den Ernährungsstrategien (Partikelfraß vs. Filtration) zwischen den Arten und Entwicklungsstadien bestehen.
3.3.1 Die Finte (Alosa fallax)
Die Finte (Alosa fallax) ist ein anadromer Wanderfisch, der in die Familie der Clupeidae gehört. Sie steht auf der roten Liste für bedrohte Arten.
In den Monaten Mai und Juni dringen die laichreifen Tiere in die Elbe ein und laichen ca. 80.000-200.000 Eier ab, die frei in der Wassersäule driften (MUUS/NIELSEN 1999 / MUUS/DAHLSTRÖM 1968). Kurz nach der Eiablage bildet sich unter Wasseraufnahme ein perivitelliner Raum. Dadurch vergrößert sich der Eidurchmesser von 1,6 mm auf 4,5 mm (MUUS/DAHLSTRÖM 1968). Oberhalb von 15°C entwickeln sich die Eier innerhalb von 2-8 Tagen, bis die Larven bei einer Länge von 4,5 mm Schlüpfen (EHRENBAUM 1894). Noch im ersten Lebensjahr ziehen die Jungfische ins Meer. Dies geschieht im Herbst bei einer Länge von 5-6 cm (MUUS/NIELSEN 1999/MUUS/DAHLSTRÖM 1968).
Das Mühlenberger Loch ist als wichtiges Laichgebiet und als Hauptaufwuchsgebiet der Finte im Bereich der Unterelbe anzusehen (KAUSCH 2002/THIEL et al. 2001).
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die morphologischen und physiologischen Entwicklungsveränderungen von Fischlarven und erläutert die Bedeutung der planktivoren Ernährung sowie die ökologische Relevanz des Mühlenberger Lochs als Habitat.
2 Untersuchungsgebiet: Das Kapitel charakterisiert das Mühlenberger Loch als ehemals bedeutendes Süßwasserwatt und wichtiges Reproduktionsgebiet im Tideelbestrom, welches durch wasserbauliche Maßnahmen und Umweltbelastungen signifikante Veränderungen erfahren hat.
3 Material und Methoden: Hier werden die eingesetzten Fangmethoden (Ringnetz, Ruttner-Schöpfer), die Bestimmung abiotischer Parameter, die untersuchten Fischarten sowie die Laborverfahren zur Magenanalyse und statistischen Auswertung (IVLEV, MFI) detailliert dargelegt.
4 Ergebnisse: Dieser Abschnitt präsentiert die erhobenen Daten zu den Umweltbedingungen an den Stationen sowie die Abundanzen, Biomasseanalysen und detaillierte Ergebnisse zur Nahrungsselektion und -zusammensetzung der untersuchten Larven.
5 Diskussion: In der Diskussion werden die methodischen Ansätze kritisch hinterfragt und die Ergebnisse zur Nahrungswahl beider Arten im Kontext der Literatur sowie der ökologischen Gegebenheiten des Elbeästuars interpretiert.
6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse über die Nahrungszusammensetzung und die unterschiedlichen Ernährungsstrategien von Stint- und Fintenlarven im Mühlenberger Loch.
Stint, Finte, Larvenentwicklung, Elbeästuar, Mühlenberger Loch, Zooplankton, Eurytemora affinis, Mageninhaltsanalyse, Main-Food-Index, Elektivität, IVLEV, Nahrungsselektion, Fischbrut, Hydrobiologie, Ökologie
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Ernährungsgewohnheiten von Larven der Fischarten Stint und Finte, um deren Nahrungspräferenzen und mögliche ernährungsökologische Unterschiede im Elbeästuar zu untersuchen.
Im Zentrum stehen die Nahrungszusammensetzung der Larven, der Einfluss des Entwicklungsstadiums auf das Beutespektrum sowie die Bewertung von Selektionsvorgängen bei der Nahrungsaufnahme in einem tidebeeinflussten Flachwassergebiet.
Das Hauptziel ist die Untersuchung der Ernährungsgewohnheiten, insbesondere die Frage, ob die Larven ihre Nahrung selektiv wählen, wie sich das Spektrum mit zunehmender Größe ändert und ob sich die Arten in ihrer Ernährungsweise (z. B. aktiver Partikelfraß vs. Filtration) unterscheiden.
Es werden Mageninhaltsanalysen an 530 Fischlarven durchgeführt. Zur Quantifizierung werden der Main-Food-Index (MFI) zur Charakterisierung der Nahrung und der Elektivitätsindex nach IVLEV zur Bestimmung der Selektivität angewandt.
Der Hauptteil präsentiert detaillierte Ergebnisse zu abiotischen Parametern, zur Verteilung des Zooplanktons an den Stationen sowie umfangreiche Analysen der Mageninhalte für die verschiedenen Entwicklungsstadien (C, D, E) beider Fischarten.
Die wichtigsten Begriffe sind Stint, Finte, Elbeästuar, Mühlenberger Loch, Eurytemora affinis, Mageninhaltsanalyse, Main-Food-Index und IVLEV-Index.
Während der Stint hauptsächlich ein Partikelfresser ist, weist die Finte Hinweise auf eine zusätzliche Strategie durch Filtration auf, wodurch sie ein breiteres Spektrum an Nahrungsorganismen (z. B. Nauplien, Copepoditen, Rotatorien) erschließt.
Calanoide Copepoden (insbesondere Eurytemora affinis) stellen für beide untersuchten Fischarten in allen Etappen die bedeutendste Nahrungsquelle (Primär- oder Hauptnahrung) dar.
Die Kritik basiert darauf, dass viele Zooplanktonorganismen tagesrhythmische Vertikalwanderungen unternehmen und somit eine Beprobung nur an der Oberfläche zu einer nicht repräsentativen Erfassung der vorhandenen Biomasse führen kann.
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