Bachelorarbeit, 2020
31 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Der Weg von der Literatur zum Film
2.1 Was ist eine Literaturadaption?
2.2 Arten der Literaturadaption
2.2.1 Detailgetreue Verfilmung
2.2.2 Die Transformation
2.3 Bewertung von Literaturadaptionen
2.3.1 Das Problem unterschiedlicher Zeichensysteme
2.3.2 Das Problem unterschiedlicher Rezeptionen
3 Von der „Traumnovelle“ zu „Eyes Wide Shut“
3.1 Die Traumnovelle
3.1.1 Historische und literarische Einordnung der „Traumnovelle“
3.1.2 Inhaltsübersicht
3.1.3 Aufbau und Erzählstil Schnitzlers
3.1.4 Interpretations-Ansätze
3.2 Der Film „Eyes Wide Shut“
3.2.1 Wer war Stanley Kubrick?
3.2.2 Hintergrundinformationen zum Film
4 Vergleichende Analyse – Kubricks Adaption
4.1 Vergleich der inhaltlichen Darstellung
4.1.1 Von einem neuen Anfang bis zu einem neuen Ende
4.1.2 Wandel von Raum und Zeit
4.1.3 Veränderungen bei den handelnden Figuren
4.2.1 Raumgestaltung
4.2.2 Lichtgestaltung
4.2.3 Farbgestaltung
4.2.4 Musikalische Gestaltung
4.2.5 Kameraführung
5 Zusammenfassung und Bewertung
5.1 Zusammenfassung
5.2 Bewertung der Literaturadaption
Diese Bachelorarbeit untersucht die Transformation von Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“ durch Stanley Kubricks Film „Eyes Wide Shut“. Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Verfilmung eines literarischen Stoffes nicht zwangsläufig eine getreue Abbildung sein muss, sondern als eigenständiges Kunstwerk begriffen werden sollte, das die Vorlage mittels spezifisch filmischer Gestaltungsmittel neu interpretiert.
2.2.2 Die Transformation
Bei der „interpretierenden Transformation“ wird nur die Tiefenstruktur des Textes ins Bild übertragen, also ihr Sinn und ihre spezifische Wirkungsweise und diese wird neu interpretiert. So entsteht im neuen Medium ein neues Werk. „Nicht nur das erzählte Geschehen, sondern auch das Erzählgeschehen ist zu transformieren, nicht nur das Was, sondern auch das Wie der Darstellung, das uns auf den Akt des Erzählens verweist“ (Kreuzer, 1981, S. 265). „Interpretiert“ wird der Geist der Vorlage. Die Verfilmung kann mitreflektieren und selber Akzente setzen. Sie kann sichtbar machen, äußern, sowie ironisch oder parodierend mit der Vorlage umgehen. Einer transformierenden Literaturadaption sind weniger Grenzen gesetzt als andere Arten der Adaption. Trotz alldem ist sie ihrer literarischen Vorlage in Sinn und Form gegenüber verpflichtet. Wenn sie diese ohne Abweichungen, die nicht durch den Transformationsprozess als solchen bedingt sind, nicht erreicht, dann geht die interpretierende Transformation in eine transformierende Bearbeitung über, wobei die Grenzen zwischen beiden Polen meist fließend sind (Kreuzer, 1981, S. 40).
Die Transformation kann in vielerlei Hinsicht scheitern und ist damit immer ein schwieriges Unterfangen, besonders dann, wenn es sich um sehr komplexe Werke handelt, die einen guten Interpreten brauchen.
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung und des methodischen Vorgehens der Arbeit.
2 Der Weg von der Literatur zum Film: Theoretische Einführung in das Feld der Literaturadaption, deren Arten und die Herausforderungen bei der Bewertung.
3 Von der „Traumnovelle“ zu „Eyes Wide Shut“: Detaillierte Betrachtung der literarischen Vorlage und des Regisseurs Stanley Kubrick als Ausgangspunkte der Analyse.
4 Vergleichende Analyse – Kubricks Adaption: Kernteil der Arbeit mit dem Vergleich inhaltlicher Aspekte sowie der filmischen Gestaltungsmittel.
5 Zusammenfassung und Bewertung: Synthese der Analyseergebnisse und abschließende Einschätzung der Qualität der filmischen Transformation.
Literaturadaption, Traumnovelle, Arthur Schnitzler, Stanley Kubrick, Eyes Wide Shut, Verfilmung, Transformation, Medienwechsel, filmische Gestaltung, Zeichensysteme, Erzählperspektive, Traumsymbolik, Identitätsfindung, Maskierung, moderne Ehekritik
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Literatur und Film am konkreten Beispiel von Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“ und dessen Adaption durch Stanley Kubrick in seinem Film „Eyes Wide Shut“.
Die zentralen Themen umfassen die Medientheorie (Literatur vs. Film), die Analyse von Motiven in Schnitzlers Werk sowie die filmästhetische Umsetzung bei Kubrick.
Ziel ist es aufzuzeigen, dass eine Literaturadaption nicht an einer rein detailgetreuen Reproduktion gemessen werden sollte, sondern als eigenständiges Kunstwerk mit eigenen gestalterischen Mitteln zu bewerten ist.
Die Arbeit nutzt eine vergleichende Analyse, welche die literarische Vorlage und das filmische Endprodukt in inhaltlicher sowie formal-ästhetischer Hinsicht gegenüberstellt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Adaption, eine Analyse von Schnitzlers Novelle und Kubricks Film sowie eine detaillierte vergleichende Untersuchung der inhaltlichen und gestalterischen Adaptionsschritte.
Wichtige Begriffe sind Literaturadaption, Transformation, Traumnovelle, Eyes Wide Shut, filmische Gestaltung und Medienwechsel.
Der Film verlagert den Schauplatz in das New York der 1990er Jahre, verändert die Zeitstruktur und nimmt gezielte Anpassungen an den Figurenkonstellationen vor, um moderne gesellschaftliche Dynamiken abzubilden.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Adaption als „gelungen“ zu bezeichnen ist, da Kubrick es schafft, die Essenz der Vorlage in ein neues, eigenständiges filmisches Kunstwerk zu überführen.
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