Diplomarbeit, 2008
88 Seiten, Note: 3,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Bedeutung des Versicherungsmaklers im Versicherungsvertrieb
2.1 Abgrenzung des Unternehmensbereiche Vertrieb
2.2 Bedeutung und Charakterisierung des Versicherungsmaklers
2.3 Besonderheiten des Versicherungsmaklers und seine Beziehung zum Versicherungsunternehmen
3 Wertorientierte Vertriebssteuerung im Versicherungsunternehmen
3.1 Traditionelle Vertriebssteuerung im Versicherungsunternehmen
3.2 Zusammenhang zwischen Unternehmenszielen und Vertriebszielen
3.3 Wertorientierung als Leitmaxime im Versicherungsunternehmen und im Vertrieb
3.4 Rolle des Maklers für die Wertschöpfung im Vertrieb und im Unternehmen
3.5 Möglichkeiten und Grenzen einer unternehmenswertorientierten Maklersteuerung
4 Maklerwert und Maklerwertanalyse aus Sicht eines Versicherungsunternehmen
4.1 Begriffliche Abgrenzung des Maklerwertes
4.2 Maklerwert als Instrument der wertorientierten Steuerung
4.3 Konzeption der Maklerwertanalyse
4.3.1 Unternehmenswertorientierte Konzepte zur Berechnung des Maklerwertes
4.3.1.1 Discounted Cash-flow-Ansatz (DCF)
4.3.1.2 Distributor Lifetime Value
4.3.1.3 Vermittlerspezifische Erfolgsrechnung
4.3.1.4 Balance Scorecard auf Maklerebene
4.3.2 Definition und Gewinnung von Eingangsdaten für die Maklerwertanalyse
4.3.3 Berechnung des Maklerwertes
4.3.4 Beurteilung und Probleme
5 Verwendung von Maklerwertanalysen zur wertorientierten Steuerung im Versicherungsunternehmen
5.1 Nutzen von Maklerwertanalysen für eine wertorientierte Vertriebssteuerung
5.2 Umsetzung im Unternehmensbereich Vertrieb
5.3 Risiken und Chancen
6 Ergebnis
Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Möglichkeiten einer wertorientierten Steuerung des Vertriebskanals Versicherungsmakler aus Sicht der Versicherungsunternehmen, um angesichts zunehmenden Wettbewerbsdrucks eine effiziente Ressourcenallokation und Wertsteigerung zu erreichen.
3.5 Möglichkeiten und Grenzen einer unternehmenswertorientierten Maklersteuerung
Das Versicherungsunternehmen muss sich zunächst bewusst werden, ob der Absatzkanal Versicherungsmakler im Unternehmen nicht nur eine Randerscheinung ist. Weiterhin muss geklärt werden, ob in Zukunft das Maklergeschäft stabilisiert oder sogar ausgebaut werden soll. Wenn dies der Fall ist, sind einige Ansatzpunkte gegeben, um diesen Vertriebskanal zu steuern. Die Entwicklung eines Makler-Konzeptes unter der Berücksichtigung brachliegender Potentiale stellt einen ersten Schritt und gleichzeitig eine Herausforderung dar.
Eine grundlegende Aufgabe und mögliche Hürde für eine unternehmenswertorientierte Maklersteuerung wird dabei die Harmonisierung am Engpass „Außendienst“ darstellen. Die Lösung des Zielkonfliktes und die Umsetzung einer wertorientierten Steuerung zwischen Versicherungsgesellschaft und Makler werden nur möglich sein, wenn eine Neukonzipierung der Anreiz- und Vergütungssysteme gelingt. Dabei ist es entscheidend, dass der Makler seinen Nutzen weiter maximieren kann. Rechtliche Vorgaben werden in Zukunft die Bestandscourtage gegenüber der Abschlusscourtage erzwingen. Courtagen über die Laufzeit verteilt, wie bei der Riesterrente, ermöglichen genau so wie Honorare eine Hinwendung zur Wertorientierung.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel in der Versicherungsbranche und die Notwendigkeit, aufgrund von Marktdruck und regulatorischen Anforderungen den Fokus von reinem Umsatzwachstum auf wertorientierte Steuerung zu verlagern.
2 Bedeutung des Versicherungsmaklers im Versicherungsvertrieb: Dieses Kapitel charakterisiert den Versicherungsmakler als unabhängigen, zweitwichtigsten Absatzkanal und analysiert die spezifischen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Beziehung zum Versicherer.
3 Wertorientierte Vertriebssteuerung im Versicherungsunternehmen: Hier wird der Bedarf für einen Paradigmenwechsel von traditionellen Steuerungsgrößen hin zu einer unternehmenswertorientierten Steuerung im Vertrieb kritisch hergeleitet und diskutiert.
4 Maklerwert und Maklerwertanalyse aus Sicht eines Versicherungsunternehmen: Das Kernkapitel definiert den Begriff "Maklerwert" und analysiert verschiedene Messmodelle wie DCF, Distributor Lifetime Value und die Balance Scorecard auf ihre Eignung zur Maklersteuerung.
5 Verwendung von Maklerwertanalysen zur wertorientierten Steuerung im Versicherungsunternehmen: Dieses Kapitel arbeitet den Nutzen der Maklerwertanalyse für die Steuerung heraus, diskutiert die operative Umsetzung und bewertet kritisch die damit verbundenen Risiken und Chancen.
6 Ergebnis: Die Zusammenfassung resümiert, dass eine wertorientierte Steuerung von Maklern für die Zukunftsfähigkeit von Versicherern unerlässlich ist und bestehende Umsatz-Logiken durch nachhaltigere Bewertungsmodelle ergänzt werden müssen.
Versicherungsmakler, Wertorientierte Steuerung, Maklerwert, Vertriebssteuerung, Shareholder Value, Kundenwert, Distributor Lifetime Value, Balance Scorecard, Combined Ratio, Wertschöpfungskette, Provisionssysteme, Best-Advice-Prinzip, Versicherungsvertrieb, Marktwertmaximierung, Vertriebscontrolling.
Die Arbeit analysiert, wie Versicherungsunternehmen ihre Zusammenarbeit mit unabhängigen Versicherungsmaklern weg von einer rein umsatzbasierten hin zu einer wertorientierten Steuerung entwickeln können, um den Unternehmenswert langfristig zu steigern.
Im Zentrum stehen die Charakterisierung des Maklervertriebs, die Problematik traditioneller Vertriebskennzahlen, die Definition und Berechnung des "Maklerwertes" sowie die Implementierung einer wertorientierten Strategie im Vertrieb.
Das primäre Ziel ist es, ein praktikables Konzept zur Ermittlung des "Maklerwertes" zu definieren, welches Versicherern ermöglicht, zwischen wertschaffenden und wertvernichtenden Maklern zu unterscheiden und Betreuungsressourcen effizienter einzusetzen.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie die theoretische Herleitung und kritische Würdigung verschiedener betriebswirtschaftlicher Bewertungsmodelle (z.B. DCF-Ansatz, Scorecards, Deckungsbeitragsrechnung), um diese auf den speziellen Kontext des Maklervertriebs zu übertragen.
Der Hauptteil beleuchtet detailliert die Rolle des Maklers im Versicherungsvertrieb, die theoretischen Grundlagen der Wertorientierung sowie die Konzeption, Berechnung und kritische Beurteilung spezifischer Maklerwertmodelle.
Die zentralen Begriffe sind Versicherungsmakler, Wertorientierte Steuerung, Maklerwert, Distributor Lifetime Value (DLV) und Vertriebscontrolling.
Die Arbeit schlägt eine Modifikation vor, die über rein monetäre Daten hinausgeht und qualitative Aspekte (wie den Informationsbeitrag oder die Kundenbindung) gewichtet, um ein realistischeres Bild der Werthaltigkeit eines Maklers zu zeichnen.
Der Autor argumentiert, dass rein umsatzorientierte Ansätze oft zu Fehlsteuerungen führen, keine Profitabilitätsaspekte berücksichtigen und den steigenden Anforderungen an Solvabilität und langfristige Wertschöpfung nicht gerecht werden.
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