Diplomarbeit, 2007
89 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung – Einführung in die Problemstellung der Arbeit
2. Darstellung des beruflichen Handlungsfeldes der Physiotherapie
2.1 Begrifferklärung: Physiotherapie
2.2 Die Ziele der Physiotherapie
2.3 Konzepte und Therapieformen der Physiotherapie
2.3.1 Krankengymnastik
2.3.2 Atemtherapie
2.3.3 Massagetherapie
2.3.4 Konzentrative Bewegungstherapie
2.3.5 Tanztherapie
2.3.6 Einzeltherapie/ Gruppentherapie
3. Psychosomatische Erkrankungen – Theoretische Ansätze, Entstehungsursachen und Erklärungsmodelle
3.1 Zum Begriff Psychosomatik – der leiblich- seelische Zusammenhang
3.1.1 Zum Verständnis und Bedeutung des Begriffes psychosomatische Erkrankung: Krankheit – Gesundheit
3.2 Die historische Entwicklung psychosomatischen Denkens
3.3 Darstellung relevanter Konzepte, Theorien und Modelle zur Entstehung psychosomatischer Erkrankungen
3.3.1 Charakterologisch orientierte Modelle
3.3.2 Auslösende Bedingungen psychosomatischer Störungen im Kindesalter (Dr. med. Carola Bindt, Dr. med. Jan Gerrit Behrens)
3.3.3 Entstehung psychosomatischer Erkrankungen durch Angst
3.3.4 Entstehung psychosomatischer Erkrankungen durch psycho-sozialen Stress
3.3.5 Modelle der Entstehung psychosomatischer Erkrankungen aus Sicht der Psychoanalyse
3.3.5.1 Konversionsstörungen
3.3.5.2 Organ- Neurosen
3.3.5.3 Funktionsstörungen
3.3.5.4 „Zweiphasige Abwehr“ - Ein Konzept nach Alexander Mitscherlich
3.3.5.5 Zusammenhänge psychisch bedingter Störungen und körperlicher Erscheinungen nach Kaspar Kiepenheuer
3.3.5.6 Einteilung nach Ermann, Frick, Kinzel und Seidl auf psychoanalytischer Grundlage
3.3.5.7 Psychosomatische Erkrankung und Krankheitsgewinn
3.3.6 Gesellschaftliche Bedingungen psychosomatischer Krankheiten
3.4 Psychosomatische Grunderfahrung und das Bewältigungsverhalten
3.5 Zusammenfassung
4. Psychosomatische Erkrankungen im Kindesalter
4.1 Zum Verständnis psychosomatischer Erkrankungen bei Kindern: eine Beschreibung des Kindesalters
4.2 Asthma bronchiale
4.3 Neurodermitis
4.4 Eneuresis (Einnässen, Bettnässen)
4.5 Bauchschmerz
4.6 Zusammenfassung
5. Therapiemaßnahmen bei psychosomatischen Erkrankungen
5.1 Die Medizinische Therapie
5.2 Die Psychoanalyse als Psychotherapie
5.2.1 Die Tiefenpsychologie
5.2.2 Die Verhaltenstherapie
5.2.3 Die Gestalttherapie
5.2.4 Aspekte der Psychotherapie in Bezug zur Physiotherapie
5.3 Die Relevanz der behandelten Ansätze für die Physiotherapie
5.3.1 Behandlungsmöglichkeiten bei psychosomatischen Erkrankungen
5.3.1.1 innerseelische Konflikte, Stress und deren Wahrnehmung im physiotherapeutischem Entspannungsverfahren
5.3.1.2 Körperschmerz = Seelenschmerz – Relevante Gedanken für die Physiotherapie in Hinsicht auf die Bewegungstherapie
5.3.1.3 Erkennen und Erleben des leiblich- seelischen Zusammenhanges durch die physiotherapeutische Methode der Körperwahrnehmung
5.3.1.4 Angst/ Trennungsangst - Welche physiotherapeutische Behandlungsmethode eignet sich?
5.4 Zusammenfassung
6. Schlussbetrachtung – Zusammenfassung
Die Diplomarbeit untersucht theoretische Ansätze zur Entstehung und Behandlung psychosomatischer Erkrankungen im Kindesalter und analysiert deren Bedeutung für den physiotherapeutischen Berufsalltag. Ziel ist es, Physiotherapeuten für die psychosomatische Komponente bei Patienten zu sensibilisieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese im Rahmen einer ganzheitlichen Behandlung in die Therapie integriert werden können.
3.3.3 Entstehung psychosomatischer Erkrankungen durch Angst
„Angst kann uns aktiv machen – und sie kann uns lähmen“ 48
Angst ist meist Ursache des Krankseins bei allen psychosomatischen Erkrankungen.
Angst wird als ein Affekt oder Gefühlszustand verstanden, der überall vorkommend ist und dem Selbstschutz dient. Begründete Angst ist da, um uns vor Gefahren zu schützen. Es gibt aber auch Kinder, die „unter besonders starken oder unbegründeten Ängsten leiden“ 49 und eine krankhafte Reaktion darauf zeigen. Oft steht das im Zusammenhang mit körperlichen Erscheinungen, besonders am Herzen und den Atmungsorganen sowie dem Magen- Darm- Trakt.50
Anhand eines Beispiels wird der psychophysiologische Zusammenhang deutlich: durch Angst wird Adrenalin im Körper ausgestoßen. Es kommt zur erhöhten Herzarbeit und zum Blutdruckanstieg, zur Beschleunigung der Pulsfrequenz sowie Schweißausbrüchen. Weiterhin führt es dazu, dass z.B. die Peristaltik des Magen- Darm- Traktes gehemmt wird und es zu Verdauungsstörungen kommen kann.51
Da Angst auch als ein Erregungszustand erlebt wird, kann das Vegetativum* die Peristaltik des Dickdarms anregen. Besonders bei Kindern kann man diesen Zusammenhang beobachten: Angst löst bei ihnen Durchfall oder das Gefühl auf Toilette zu müssen aus. Es heißt nicht umsonst „vor Angst in die Hose machen“, „Angsthase“, „kreidebleich werden vor Angst“, „vor Angst erstarren“. Alles sind Erregungszustände der Seele und können zu körperlichen Erscheinungen führen.
1. Einleitung – Einführung in die Problemstellung der Arbeit: Diese Einführung erläutert die Relevanz der ganzheitlichen Betrachtung von Körper und Seele und beschreibt das Interesse der Autorin an der Verbindung von Psychosomatik und Physiotherapie bei Kindern.
2. Darstellung des beruflichen Handlungsfeldes der Physiotherapie: Hier werden Definitionen, Ziele sowie verschiedene Therapieformen wie Krankengymnastik und Atemtherapie erläutert, die für die physiotherapeutische Arbeit grundlegend sind.
3. Psychosomatische Erkrankungen – Theoretische Ansätze, Entstehungsursachen und Erklärungsmodelle: Das Kapitel bietet eine tiefgehende Analyse der geschichtlichen Entwicklung und verschiedener Erklärungsmodelle psychosomatischer Krankheitsbilder, inklusive sozialer und psychologischer Einflüsse.
4. Psychosomatische Erkrankungen im Kindesalter: Hier werden spezifische Krankheitsbilder wie Asthma, Neurodermitis und Bauchschmerzen im Kontext der kindlichen Entwicklung und psychosomatischer Zusammenhänge betrachtet.
5. Therapiemaßnahmen bei psychosomatischen Erkrankungen: Dieses Kapitel diskutiert medizinische, psychotherapeutische und physiotherapeutische Ansätze und deren synergetische Anwendung bei psychosomatisch erkrankten Kindern.
6. Schlussbetrachtung – Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass psychosomatische Erkrankungen einen ganzheitlichen Therapieansatz erfordern und Physiotherapeuten durch ihre enge Arbeit mit Patienten eine wichtige Rolle in der Diagnoseunterstützung und Behandlung spielen.
Psychosomatik, Physiotherapie, Kindesalter, Asthma bronchiale, Neurodermitis, Bauchschmerz, Angst, Stress, Körperwahrnehmung, Tiefenpsychologie, Verhaltenstherapie, Gestalttherapie, ganzheitlicher Ansatz, Krankheitsgewinn, psychosozialer Stress
Die Arbeit thematisiert die Entstehung und Behandlung psychosomatischer Erkrankungen bei Kindern und hinterfragt, welche Bedeutung diese Konzepte für die physiotherapeutische Praxis haben.
Zentrale Themen sind die Einheit von Körper und Seele, die theoretischen Hintergründe psychosomatischer Störungen bei Kindern sowie verschiedene Therapieansätze aus Medizin, Psychotherapie und Physiotherapie.
Das Ziel ist es, Physiotherapeuten dafür zu sensibilisieren, bei körperlichen Beschwerden auch psychosomatische Ursachen in Betracht zu ziehen und therapeutische Techniken zu finden, die diese ganzheitliche Heilung unterstützen.
Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Literatur- und Theorieanalyse sowie auf eigene Erfahrungen aus der physiotherapeutischen Praxistätigkeit.
Der Hauptteil analysiert theoretische Erklärungsmodelle (Psychoanalyse, Stressforschung), beschreibt spezifische Kinderkrankheiten unter psychosomatischen Aspekten und verknüpft diese mit physiotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten.
Die wichtigsten Begriffe sind Psychosomatik, ganzheitlicher Therapieansatz, Körperwahrnehmung, psychosoziale Belastung, Angst und die Bedeutung der Therapeuten-Patienten-Beziehung.
Der Krankheitsgewinn beschreibt das Phänomen, dass ein Kind durch Krankheit unbewusst Vorteile wie elterliche Zuwendung oder die Vermeidung unangenehmer Situationen (z.B. Schule) erlangt, was die Symptomatik aufrechterhalten kann.
Sie dient als Zugangsweg zur "Innenwelt" des Kindes, um Berührungen zuzulassen und seelische Konflikte, die sich körperlich manifestieren, durch Bewegung und Bewusstwerdung abzubauen.
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